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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein hund hat eine blaulich bzw.br unlich verf rbter (teil)

Kundenfrage

Mein hund hat eine blaulich bzw.bräunlich verfärbter (teil) zungengrand vorne an der spitze es sicht aus wie faules fleisch. er riecht auch aus dem maul, was ist das
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

bitte stellen Sie Ihren Hund baldmöglichst einem Tierarzt vor.

 

Es könnte sich um eine Zungenrandnekrose handeln (möglicherweise durch Infektion nach Verletzung) handeln. Ihr Hund bräuchte dann baldmöglichst ein Antibiotikum, außerdem sollte die Zunge auch lokal desinfiziert werden.

Auch eine (lokale) Durchblutungsstörung (z.B. durch einen Thrombus oder einen die Blutversorgung einschränkenden Fremdkörper, z.B. Gummiband am Zungengrund) ist möglich. Falls möglich könnten Sie selbst versuchen, den Zungengrund zu untersuchen.

 

Frißt Ihr Hund normal, ist sein Allgemeinbefinden normal, sind alle anderen Schleimhäute normal rosa? Falls nicht, könnte auch ein allgemeines Kreislaufproblem die Ursache sein. Messen Sie bitte auch die Temperatur (normal ist rektal 38° bis 39°). Bei Fieber läge eine Allgemeininfektion vor (dann in jedem Fall Antibiose nötig)

 

Eine baldige Untersuchung durch einen Tierarzt wäre aber das Beste.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind



Verändert von bergsonne am 06.01.2011 um 12:58 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
also es ist nicht nur der Rand so sonder es ist vom rand ausgehende wie ein fleck. mein hund frisst und trinkt auch nicht mehr richtig, hat durchfall und übergibt sich bisher nur heute morgen, ich dachte sie hätte eine schneegastrities, weil sie so viel schnee gefressen hat, kann das mit der zunge auch damit zusammen hänge
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

Verätzungen (z.B. durch Lecken an scharfen Putzmitteln oder Pflanzen) können natürlich auch zu den beschriebenen Veränderungen führen, evtl. wäre auch noch ein eingespiesster Fremdkörper möglich (dann meist starke lokale Schwellung).

Falls im Schnee Streusalz sehr konzentriert war, könnte dies auch zu lokalen Verätzungen führen.

 

24 Stunden sollten Sie Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt, falls die Flüssigkeit nicht auch erbrochen wird. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

.

Baldmöglichst sollten Sie bitte zum Tierarzt gehen (notfalls auch in eine weiter entfernte Tierklinik), wenn:

-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein), eine mit den Fingern hochgezogenen Hautfalte verstreicht nicht sofort (alles Zeichen für Austrocknung)

-Ihr Hund sich häufig mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält (evtl. auch Fremdkörperverdacht)

-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre noch besorgniserregender als etwas Fieber)

-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .

-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat

-im Erbrochenen Blut zu sehen ist

-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist

-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung,)

 

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

 

Erbrechen hat neben einer normalen leichten Magenentzündung, die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann (derzeit häufig wie von Ihnen beschrieben durch Schneefressen, Hund unbedingt daran hindern, an der Leine führen), meistens eine der folgenden Ursachen:

-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad)

-Mandelentzündungen (meist eher Würgen und Schluckbeschwerden)

-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen)

- Futtermittelunverträglichkeit (bei Jungtieren häufiger),

-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)

-starke Verwurmung (eigentlich nur Jungtiere)

- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)

-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) oder Herzerkrankungen

 

Zur Abklärung der Ursachen ist ein Tierarztbesuch sinnvoll, denn zur Ursachenklärung sind bei Fortdauer der Symptome Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall nötig.

 

Heute würde ich kein Futter mehr geben und frühestens morgen nachmittag mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

 

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt)

 

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind



Verändert von bergsonne am 06.01.2011 um 13:10 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ne geschwollen ist die zunge nicht. Was ist mit der schneegastrities könnte das damit etwas zu zun haben das sich sich vielleicht wie ein gefrierbrandt am schnee zu gezogen hat, denn sie hat den vereisten schnee auch geleckt.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

unsere Beiträge haben sich jetzt beidemale überschnitten. Hatte den Satz über Verätzung schon geschrieben und abgeschickt, dann kam Ihre Frage (und die Info über Schneefressen und Erbrechen), ich konnte aber trotzdem noch im obigen Beitrag weterschreiben (also meine Infos siehe dort). Auch eine Verätzung durch Salz sollte desinfiziert werden und braucht evtl. eine antibiotische Behandlung.

 

Nochmal freundliche Grüße & viel Glück,

 

Udo Kind



Verändert von bergsonne am 06.01.2011 um 13:15 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Lieben Dank werde mit meinem Hund morgen früh gleich zum arzt gehen.
nur noch eine Frage: mein hund auch auch die Cuching krankheit also sie hat an der nebennierendrinde ein geschwür und nimmt auch deshalb medikamente könnte es auch damit etwas zu tun haben?
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

vermutlich erhält Ihr Hund wegen Cushing Vetoryl (Trilostan)?

 

Das Erbrechen könnte auch auf eine Addisonkrise (zu wenig Cortison im Körper) zurückzuführen sein.

Falls eine allgemeine Anämie (zu wenig rote Blutkörperchen) vorliegt, könnte die Zunge auch anfälliger gegenüber schädigenden Einflüssen sein.

 

Im Folgenden alle Nebnwirkungen von Vetoryl:

Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
Ein Steroidentzugssyndrom oder eine Hypokortisolämie sollten anhand der Serumelektrolytwerte vom Hypoadrenokortizismus abgegrenzt werden.
Symptome eines iatrogenen Hypoadrenokortizismus wie Schwäche, Lethargie, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall können auftreten, insbesondere wenn die Überwachung nicht ausreichend ist (s. ″Dosierung″). Diese Symptome sind im Allgemeinen reversibel und bilden sich nach Absetzen der Behandlung unterschiedlich schnell zurück.
Eine akute Addisonkrise (Kollaps) kann ebenfalls auftreten (siehe ″Überdosierung″). Lethargie, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit wurden bei Hunden beobachtet, die ohne Vorliegen eines Hypoadrenokortizismus mit Trilostan behandelt wurden.
Es gibt vereinzelt Berichte über Nebennierennekrosen bei behandelten Hunden, die zu Hypoadrenokortizismus führen können.
Eine subklinische Dysfunktion der Nieren kann durch die Behandlung mit dem Präparat aufgedeckt werden.
Im Verlauf einer Behandlung kann durch Verminderung des endogenen Kortikosteroidspiegels eine unerkannte Arthritis offenkundig werden.
Es liegen einige wenige Berichte über plötzliche Todesfälle während der Behandlung vor.
Andere leichte, selten auftretende Nebenwirkungen bestehen aus Koordinationsstörungen, übermäßigem Speichelfluss, Blähungen, Muskelzittern und Hautveränderungen.

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Vetoryl 30 mg Hartkapseln für Hunde sollte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstr. 39-42, 10117 Berlin, oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.
Meldebögen können kostenlos unter o. g. Adresse oder per E-Mail ([email protected]) angefordert werden.
Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der Internet-Seite http://vet-uaw.de).
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Tieren mit einer primären Hepatitis oder einer Niereninsuffizienz.
Nicht bei Hunden anwenden, die weniger als 3 kg wiegen.
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart
Bei Hyperadrenokortizismus ist eine exakte Diagnose notwendig.
Wenn die Behandlung keine offenkundige Wirkung erzielt, ist die Diagnose zu überprüfen. In solchen Fällen kann eine Erhöhung der Dosis angezeigt sein.
Tierärzte sollten sich bewusst sein, dass Hunde mit Hyperadrenokortizismus ein erhöhtes Risiko für Pankreatitis haben. Das Risiko verringert sich nicht durch die Behandlung mit Trilostan.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren
Die Mehrzahl der Fälle von Hyperadrenokortizismus wird bei Hunden im Alter von 10 bis 15 Jahren diagnostiziert. Oft sind bei Tieren dieses Alters bereits andere pathologische Veränderungen manifest. Besonders wichtig ist es, eine primäre Erkrankung der Leber und eine Niereninsuffizienz auszuschließen, da das Präparat in diesen Fällen kontraindiziert ist.
Während der Behandlung ist eine kontinuierliche engmaschige Überwachung angezeigt. Insbesondere sind die Leberenzyme, Elektrolyte, Harnstoff und Kreatinin regelmäßig zu kontrollieren.
Das gleichzeitige Auftreten von Diabetis mellitus und Hyperadrenokortizismus erfordert spezifische Kontrolluntersuchungen.
Vorausgegangene Behandlungen mit Mitotan können die Funktion der Nebennierenrinde bereits eingeschränkt haben. Aufgrund klinischer Erfahrungen wird empfohlen, zwischen dem Absetzen von Mitotan und der Gabe von Trilostan mindestens einen Monat zu warten. Eine genaue Überwachung der Nebennierenrindenfunktion ist angezeigt, da diese Hunde auf die Gabe von Trilostan deutlich empfindlicher reagieren können.
Bei anämischen Hunden muss das Tierarzneimittel mit größter Vorsicht gegeben werden, da ein weiterer Abfall des Hämatokrits und Hämoglobins auftreten kann. Diese Parameter sollten regelmäßig kontrolliert werden.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort und die Mühe, werde morgen gleich zum tierarzt gehen, auf jeden Fall geht es mir jetzt ein wenig besser und ich hoffe meinem Hund auch bald.

LG
B. Ringelspacher
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

danke für´s Akzeptieren.

Würde mich freuen, wenn Sie mir kurz mitteilen, was bei der Untersuchung rausgekommen ist. Im Voraus besten Dank!

 

Viel Glück für morgen wünsche ich Ihnen,

 

Udo Kind

 

 

 

 

 

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