So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...
Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Ich habe eine kastrierte Labrador-Retriever-H ndin (9 Monate

Kundenfrage

Ich habe eine kastrierte Labrador-Retriever-Hündin (9 Monate alt). Seit 3 Tagen lahmt sie auf dem rechten Hinterbein: zieht es nach, hoppelt, machnmal eiert es regelrecht, sie nimmt immer häufiger eine Schonhaltung ein und belastet es weniger als das linke Hinterbein; draußen allerdings läuft sie FAST normal, rennt aber auch schneller. Sobald sie wieder drinnen ist, lahmt sie stärker. Morgens ist die Symptomatik nicht so stark ausgeprägt. Das ganze ist erstmals aufgetreten nach dem Toben mit einem großen Dalmatiener, der sie umrannt, sie schlug Salto und blieb liegen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

Das Lahmen mit dem Hinterlauf hat meist eine der folgenden Ursachen:

-Verletzungen:

-- oft am Kniegelenk, hier insbesondere

---Patellaluxation, dh. die Kniescheibe ist zur Seite gerutscht

--- Kreuzband(an-)riß: Feststellung durch bestimmte Bewegungsprobe durch Tierarzt ("Schubladenphänomen" auslösbar, d.h. Oberschenkel und Unterschenkel sind wie eine Schublade gegeneinander verschiebbar);

--allgemein Verrenkung, Verstauchung, Bänder und Sehnenriß möglich; bei Frakturen (Knochenbrüchen) wird das Bein meist gar nicht mehr belastet.

-Lähmungen durch Nervensschädigung wären auch möglich (aber viel seltener), dann werden Fehlstellungen (z.B. Umknicken der Pfote) vom Hund nicht sofort korrigiert (im Gegensatz zum gesunden Tier), könnten Sie probieren

-junge Hunde (unter 1 Jahr): manchmal Stoffwechselstöungenstörungen und Wachtumssörungen des Knochens

-ältere Hunde: öfter Arthrosen der Gelenke (1. Aufstehen fällt schwer, Verschlechterung durch naße Kälte), selten Tumore

-Krallenverletzung, Ballenverletzug (Scherbe, Salz), Hind schleckt in der Regel an der Pfote

-Infektionen (meist Allgemeinbefinden gestört (Ihr Hund ist sonst ok?), meist nach infizierter Verletzung, bitte messen Sie rektal die Temperatur, etwas Creme oder Öl ans Thermometer, Temperatur sollte unter 39° liegen, sonst Fieber)

- Knorpel- oder Knochenstücke abgelöst (in einem Gelenk), diese müssten dann baldmöglichst operativ entfernt werden.

 

Ich vermute bei Ihrem Hund eine Verletzung, da das Einknicken plötzlich begonnen hat. Zur Abklärung der Ursache ist eine tierärztliche Untersuchung (Abtasten und Durchbewegen der Gelenke, evtl. Röntgen) unbedingt erforderlich, da sonst aus einer therapierbaren Erkrankung eine nicht mehr heilbare Arthrose entstehen kann.

 

Schleckt sich der Hund irgendwo vermehrt, sehen Sie eine Schwellung oder war der Hund beim vorsichtigen Durchbewegen irgendwo empfindlich? (alles Hinweise für den Ort der Veränderung)

 

Bis zum Tierarztbesuch könnten Sie Arnica D6 (Verletzung, Blutergüsse) und Ruta D6 (Verstauchung, Zerrung, Bänder- und Knorpelverletzung) je 3x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette je Gabe). Ein Schmerzmittel haben Sie ja schon gegeben.

Ob ein Schmerzmittel (alleine ?) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Stellen Sie Ihren Hund deshalb bitte einem Tierarzt vor.

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:

- Carprofen (z.B. Rimadyl)

- Meloxicam (z.B: Metacam)

- Firocoxib (z.B. Previcox)

Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.

Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.

Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.

Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund -seiner Schmerzen entledigt- nicht zu heftig bewegt und dadurch die eigentliche Genesung behindert.

 

 

Führen Sie Ihren Hund draußen bis zum Tieraztbesuch bitte nur an der Leine.

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 

 

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen DAnk für die Antwort!
Die Umknickprobe war negativ. DAs Rimadyl habe ich ihr auch nur gegeben um zu sehen ob das Problem größer ist (anscheinend). Ich habe folgendees Symptom vergessen zu erwähnen: sie zeigt seit dem auch einen regelrechten "Buckel" beim langsamlaufe. Wen sie schnell läuft, ist die Symptomatik vollständig verschwunden. Unser Tierarzt ist leider erst im nenen Jahr erreichbar. Dann werde ich sie also in einer Tierklink vorstellen?!
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

der "Buckel" könnte auch durch eine Wirbelsäulenproblematik (Muskelzerrung)hervorgerufen sein (würde durch Rimadyl in den meisten Fällen aber auch zu Mindest etwas besser; vielleicht liegt aber auch ein internistisches Problem vor, ist der Bauch angespannt, waren Verdauung, Urinlassen, Appetit,Durst und Munterkeit sonst ohne Auffälligkeiten?

 

Ich empfehle Ihnen, Ihren Hund bei Fortdauer der Symptome morgen in einer Tierklinik vorzustellen.

 

Unterstützend könnte noch -soweit vorhanden- folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):

-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)

-Ruta D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich.

-falls Sie doch noch eine empfindlich und/oder geschwollene Stelle finden, diese mit Traumeel oder Traumaplantsalbe einreiben, evtl nach Absprache mit Tierarzt auch Heparinsalbe

 

Freundliche Grüße und viel Glük für den Tierklinikbesuch,

 

Udo Kind

 

 

 

 

 

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke für Ihre kompetente Beratung!
Werd morgen dann zum Tierarzt schlittern.
P.S. Ich hab sie mir gleich nach dem Unfall (soweit ich das kann) gründlich angeschaut und sie hat (evtl. vor Angst? aber vor mir hat sie wirklich keine Angst und das Abtasten haben wir -auch in der Hundeschule- oft geübt) auf die Hand gepullert... Sonst ist sie stubenrein und auch nach der Kastration hat sich keine Inkontinenz gezeigt.
Steinchen oder kleinere Wunden an den Pfoten habe ich nicht entdeckt. Hilft evtl. auch Wärme (mein Kirschkernkissen)?
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

da die Verletzung schon 3 Tage alt ist, ist Wärme (Wärmflasche, Kirschkissen) in den meisten Fällen hilfreich. (direkt nach Verletzung ist Kühlen angezeigt). Lassen Sie den Hund entscheiden, ob er die Wärme mag.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind