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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten Tag, unser ca. 12-15 Jahre alter Mischlingsr de ist

Beantwortete Frage:

Guten Tag,

unser ca. 12-15 Jahre alter Mischlingsrüde ist herzkrank (beidseitige Klappeninsuffizienz) und war letzte Nacht sehr unruhig. Er wollte sich nicht hinlegen oder zumindest so wie es aussah den Kopf nicht runter machen und ist erst in den frühen Morgenstunden eingeschlafen. Er hatte aber keinen Herzhusten. Er war auch die letzten 1-2 Tage eher unruhig. Aus diesem Grund habe ich ihm heute morgen sein Diuretikum gegeben, welches wir seinerzeit (bei Diagnosestellung) in der Tierklinik verschrieben bekommen haben und welches wir nach Bedarf einsetzen sollen. Ich dachte halt er hat vielleicht wieder etwas Wasser in der Lunge und kann beim Liegen nicht so gut atmen.

Andere Medikamente nimmt er derzeit nicht, auch keine Herztabletten, da er homöopathisch behandelt wird und bis dato ginge es ihm sehr gut.

Das Mittel/der Wirkstoff ist Furosemid. Jetzt steht ja im Beipackzettel, dass die entwässernde Wirkung nach 30 Min.-2 Std. einsetzt und ca. 6 Stunden anhält. Der Hund hat aber nach der Mittelgabe (vor 3 Std.) noch kein einziges Mal gepinkelt. Obwohl ich ihm zwischendurch auch mal den Garten aufgemacht habe. Im Moment schläft er, deshalb lasse ich ihn.

Meine Frage/n: "Ist die mangelnde Flüssigkeitsausscheidung nach Gabe eines Diuretikums ein Zeichen dafür, dass keine Flüssigkeitsansammlung/Ödem im Körper vorliegt?" Es wäre ja nicht gut, wenn ich ihm ein entwässerndes Mittel gebe, was er gar nicht braucht.

Unter Umständen könnten die Beschwerden (wie oben beschrieben) auch mit seinem Rücken zu tun haben.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.

MfG
Sylvia Köhler
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

bei einem Lungenödem trit meistens neben der nächtlichen Unruhe noch folgendes auf:

Kurzatmigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Suchen von kühlen Plätzen und in fortgeschritteneren Fällen meist feuchter Husten (v.a. nach Liegephasen) auf.

Am Besten wäre, wenn Sie (noch einmal?) einen Ultraschall (evtl. reicht auch eine Röntgenaufnahme) von Herz und Lunge Ihres Hundes machen lassen, um festzustellen, ob sich trotz der homöopathischen Herztabletten (Crataegus?) und der früheren (und jetzigen ) Gabe von Dimazon wieder Wasser in der Lunge angesammelt hat (Lungenödem). Das Abhören mittels Stethoskop liefert schon erste Anhaltspunkte.

 

Je nach Befund müßte

-täglich ein Diuretikum als Tabletten gegeben werden, Furosemid (Dimazon) und/oder Spironolacton (Prilactone) gegeben werden

-ein ACE-Hemmer (herzentlastend

-in fortgeschritteneren Fällenist auch die Gabe von Pimobendan (Vetmedin, Boehringer) sehr oft hilfreich.

Diese Medikamente können nur über einen Tierarzt nach tierärztlicher Untersuchung bezogen werden.

 

Dimazon wird in folgender Dosierung gegeben: 1-2 mg pro kg Körpergewicht 1-3 x täglich. Bei niedriger Dosis wird auch bei Vorliegen von Ödemen nicht unbedingt sofort Urin abgesetzt (hängt auch davon ab, wieviel Flüssigkeit der Hund durch Trinken und Fressen aufgenommen hat).

 

Unterstützend könnten Sie Crataeguslösung (DHU) -haben Sie schon gegeben?-, 3x täglich 0,75 ml und Cralonin (Heel) 3x täglich 10 Tropfen geben; falls in der Lunge ist, wäre zusätzlich die Gabe von Apocynum D6 3x tägl. 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli -unabhängig vom Fressen gegeben- sinnvoll.

 

Rückenschmerzen können natülich auch Ruhelosigkeit nachts hervorrufen.

ebenso Schmerzen durch eine bisher unbemerkte Entzündungen.

Sind die ersten Schritte heute nach dem Schlaf unverkrampft und ist die Beweglichkeit und Bewegungsfreude wieder normal?

-Verkrampfung des Bauches durch ein Darmproblem: Leidet Ihr Hund an Blähungen, hören Sie öfter Magen-Darm-Geräuschei, ist der Kot sehr fest? Ist der Bauch in der Nacht dicker und härter oder gar berührungsempfindlich?

Liegt die Temperatur Ihres Hundes im Normalbereich? (rektal 38° bis 39°) Bei vielen Entzündungen z.B. wäre die Temperatur in der Regel erhöht.

 

Unterstützend könnten Sie in diesen Fällen folgendes tun:

-Bachblüten-Rescuetropfen (4x täglich 5 Tropfen, sowie bevor Sie zu Bett gehen und während der Ruhelosigkeit alle 30 Minuten) wirken angst- und unruhereduzierend

-Arsenicum album D6 3x tägl. sowie bevor Sie zu Bett gehen und bei Beginn der nächtlichen Unruhe 5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit etwas Waser Spritze ins Maul geben.

-Rhus toxicodendron 3x tägl. 1 Tablette falls Unruhe durch Rücken- oder Gelenkschmerz.

-Evtl. könnte man auch die Gabe von Karsivan (intervet, vom Tierarzt) versuchen, dies fördert die Gehirndurchblutung

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 



Verändert von bergsonne am 25.12.2010 um 11:13 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo Herr Kind,

 

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Das meiste davon war mir allerdings bereits bekannt. Meine eigentliche Frage "Ist die mangelnde Flüssigkeitsausscheidung nach Gabe eines Diuretikums ein Zeichen dafür, dass keine Flüssigkeitsansammlung/Ödem im Körper vorliegt?" haben Sie aber gar nicht beantwortet.

 

Können Sie mir dazu noch kurz etwas sagen?

 

Zwischenzeitlich hat der Hund aber Wasser gelassen. 1x auf seiner Decke (wahrscheinlich während des Schlafes) und 1x lange im Garten.

 

MfG

Sylvia Köhler

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

die Frage hatte ich aus meiner Sicht schon -soweit ohne Kenntnis der Dosierung möglich- beantwortet und zwar wie folgt (Kopie aus erster Antwort):

"Bei niedriger Dosis wird auch bei Vorliegen von Ödemen nicht unbedingt sofort Urin abgesetzt (hängt auch davon ab, wieviel Flüssigkeit der Hund durch Trinken und Fressen aufgenommen hat)."

Genauere Angaben kann man zu dieser Frag leider ohne Kenntnis der Dimazondosierung und des Trinkverhaltens leider nicht machen (wäre Spekulation).

 

Prima, daß er jetzt Urin abgesetzt hat, war es eine ungewöhnliche Menge und geht es ihm jetzt besser? (würde für (Lungen-)ödem sprechen)

 

Schöne Weihnachten & freundliche Grüße,

 

Udo Kind

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