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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Shi-Tzu-H ndin, 12 Jahre alt, nicht kastriert. Letzte L ufigkeit

Beantwortete Frage:

Shi-Tzu-Hündin, 12 Jahre alt, nicht kastriert.
Letzte Läufigkeit Okt. 2010, Scheinträchtigkeit seit etwa Anfang Dezember.
Scheinträchtigkeit klingt jetzt, nach Gabe von GALASTOP, deutlich ab.
Symptome:
Seit etwa Oktober kratzt sich der Hund sehr stark. Kein Winterfell gebildet, relativ dünnes Haarkleid. Beim Kämmen kommt im Wesentlichen Unterwolle. Der Hund kratzte sich stark, so daß am Hals, beidseitig, kahle Stellen entstanden sind.
Befindlichkeit:
Der frißt und verdaut normal (Feuchtfutter: "DINER FOR DOGS" seit etwa 4 Jahren). Wasseraufnahme am Tag ca. 0,5l. Gassi-Gehen verläuft auch in normalen Bahnen. Der Hund ist nicht apatisch, wirkt subjektiv etwas weniger agil als sonst.
Bisherige Behandlung:
Ektoparasiten wurden nicht gefunden, Kortison gegen Juckreiz (Wirkung gut), antibiotisch abgeschirmt gegen Infektion der Kratzwunden (Schorf trocknet inzwischen ab und verheilt.) Im Kot wurden keine Hinweise auf Würmer o.ä. gesehen.
Der Hund wird regelmäßig entwurmt und mit Spot-on-Präparaten behandelt.

Frage:
Haben Sie vielleicht einen Rat? Die bisher 2 konsultierten Tierärzte konnten, außer mit den o.a. Behandlungen, nicht helfen. Der Haarausfall ist nicht geringer geworden. Ein Nachwachsen des Fells ist nicht erkennbar.

K.D. Schl-MD
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

folgende Ursachen kommen für Haarausfall u.a. in Frage:

 

1. Haarausfall mit Juckreiz:

-Hautparasiten (v.a. Milben, seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht)- bei Ihrem Hund wurde so nichts gefunden- oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben, da man auch bei Befall nicht immer etwas im Hautgeschabsel findet. Da das Cortison gut gewirkt hat, spricht dies allerdings eher gegen Parasiten (Cortison wirkt meist gut bei Allergien und oft relativ schlecht bei Parasiten).

-bakterielle (dann meist eitrig stinkend) Hautentzündungen (oft Antibiose erforderlich), wurde das Antibiotikum auf Grund eines Antibiogramms (nach Abstrich) gegeben?

-Allergie (z.B. Hausstaubmilben...) es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen, relativ teuer

- Futtermittel (Wirkung einer Diät merkt man oft erst nach bis zu 8-10 Wochen),

- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)

-Hautpilz (Abstrich, meist nicht so starker Juckreiz, aber falls sekundär Bakterien dazukommen schon)

-schwere Stoffwechsel- oder Organkrankheiten (entsprechende weitere Symptome, evtl. Butuntersuchung machen lassen), nicht unbedingt Juckreiz, eher bei älteren Tieren, 12 Jahre ist schon alt, von daher Blutuntersuchung sinnvoll (Geriatrisches Profil, erfasst auch die Schilddrüse, bei deren Unterfunktion es relativ oft zu Hautproblemen kommt)

 

2. Haarausfall ohne Juckreiz

- Hormonstörungen, oft symetrischer Haarausfall, v.a. am Rücken

-Mangelerkrankungen, ist bei dem von Ihnen angegbenen Futter sehr unwahrscheinlich

-psychische Ursachen, gibt es gravierende Veränderungen im Umfeld des Hundes, "Stress"?

-Vergiftungen (sehr unwahrscheinlich)

 

Als erstes würde ich bei vorliegendem Juckreiz baldmöglichst auf Parasiten, Bakterien, Pilz und Allergie untersuchen bzw. behandeln lassen. Außerdem bitte die Analbeutel kontrollieren lassen (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken)

 

Unterstützend könnten folgende Tipps helfen:

-Shampoonieren der Haut mit veterinärmedizinischen Shampoos:

z.B. Malacep, falls Mallassezien mitbeteiligt sind

-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma),

-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen, Silicea D6 3x 1Tablette ist oft gut bei Haarausfall (1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli direkt ins Maul oder mit Spritze mit etwas Wasser eingeben), die genaue Mittelwahl richtet sich aber nach der homöopathischen Anamnese. Mittelfristig wäre siche die Gabe des homöpathischen Konstitutionsmittels (erfaßt das ganze Tier) sinnvoll. Suchen Sie bitte über die Gelben Seiten einen homöopathisch arbeitenden Tierarzt

-Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle, evtl. liegt bei Ihrem Hund eine Flutterallergie vor; Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten, gut ist oft auch das Futter zd-ultra der Firma Hills) müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden

-Zur Unterstützung des Hautstoffwechsels außerdem ein Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, nicht geben, falls Futterdiät durchgeführt wird) für 4 Wochen sowie essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt) geben.

 

Ich würde auf jeden Fall beim Blut auch die Schilddrüsenwerte mitkontrollieren (vielleicht schon erfolgt?), bei der Haut sollte man auf Pilzerkrankungen (Schuppen, roter Rand?) und hier insbesondere auch auf Mallassezien untersuchen.

 

Theoretisch sind auch psychische Auslöser möglich: Hat sich irgendetwas im Umfeld Ihres Hundes verändert oder wirkt sie gestresster? Dann wären Bachblüten-Rescue-Tropfen 4x täglich 4 Tropfen mit Wasser hilfreich

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

 

Udo Kind

 

 

 



Verändert von bergsonne am 22.12.2010 um 10:38 Uhr EST
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