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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Ein 15 Jahre alter Hund (Bordercolli-Mischling) hat Herzunruhe,

Kundenfrage

Ein 15 Jahre alter Hund (Bordercolli-Mischling) hat Herzunruhe, hustet und erbricht sogar nach größeren Anstrengungen. Gibt es auch für Hunde Herzmedikamente?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

danke, daß Sie sich um den Hund kümmern.

Schön wäre es, wenn sich die Besitzerin doch noch zu einem Tierarztbesuch entscheiden könnte, um dem Hund durch gezielte unnötiges Leiden zu ersparen. (Arneigabe am besten auf Grund von Untersuchungsergebnissen, zu Mindest Abhören)

 

Am Besten wäre, wenn Sie einen Ultraschall (evtl. reicht auch eine Röntgenaufnahme) von Herz und Lunge Ihres Hundes machen lassen, um festzustellen, ob sich Wasser in der Lunge angesammelt hat (Lungenödem, häufige Ursache für Herzhusten). Das Abhören mittels Stethoskop liefert schon erste Anhaltspunkte.

 

Je nach Befund müßte

-bei reiner Arrhythmie z.B. Verapamil

-bei Lungenödem täglich ein Diuretikum zunächst als Injektion gegeben werden, dannFurosemid (Dimazon) und/oder Spironolacton (Prilactone) als Tabletten

-ACE-Hemmer

- in fortgeschritteneren Fällen auch die Gabe von Pimobendan (Vetmedin, Boehringer) sehr oft hilfreich.

Diese Medikamente können nur über einen Tierarzt nach tierärztlicher Untersuchung bezogen werden.

 

Unterstützend (aber auf keinen Fall einen Tierarztbesuch ersetzend) könnten Sie Crataeguslösung (DHU), 3x täglich 0,75 ml und Cralonin (Heel) 3x täglich 10 Tropfen geben; falls Wasser in der Lunge ist, wäre zusätzlich die Gabe von Apocynum D6 3x tägl. 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli -unabhängig vom Fressen gegeben- sinnvoll.

 

Möglicherweise kommen noch zusätzliche Atemwegserkrankungen hinzu:

-Entzündungen (Rachen, Mandeln, Nase, Kehlkopf) meist infektiös, evtl. Rachenabstrich machen lassen um Infektionen festzustellen;

-Kehlkopflähmungen oder ein zu langes Gaumensegel; Hunderassen mit relativ kurze Schnauze haben hier etwas häufiger Probleme als Hunde mit langgezogenen Schnauzen

-Tumore im Rachen/Kehkopfbereich (selten)

-Fremdkörper im Rachenbereich (z.B. Grashalm), dann häufige Anfälle
-Allergien (z.B. auf Hausstaubmilben, stärker im Winter) führen ebenfalls manchmal zu asthmaähnlichen Symptomen, möglichst wenig Teppich in der Wohnung und häufiges Saugen und Durchlüften-Lassen, Diagnose teilweise durch Blutuntersuchung möglich, evtl. Hyposensibilisierung (Injektionen von aus dem Blut hergestellter Lösung, relativ teuer)

-Asthma, möglicherweise bekommt Ihr Hund deshalb auch bronchienerweiternde Spritzen

 

Bei akuten Infektionen liegt meist Fieber vor (rektal über 39°).

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Kind!
Ich habe dadurch die Besitzerin davon überzeugen können, jetzt mit dem Hund zu
einem niedergelassenen Tierarzt zu gehen. Danke
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

danke für die Rückmeldung. Hoffentlich war der Befund nicht allzu schlecht und die Hündin gut therapierbar.

 

Freundliche Grüße & gute Nacht,

 

Udo Kind