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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

R de Ali , m nnlich, Alter ca 12-14 Wochen, Mischling aus der

Kundenfrage

Rüde Ali , männlich, Alter ca 12-14 Wochen, Mischling aus der Türkei, geimpft, alle Blutwerte negativ jault plötzlich vor Schmerzen. Stuhlgang und Apetitt waren völlig normal. Hund hat Husten. Was kann sein ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

folgende Erkrankungen könnten Ursache für das auffällige Verhalten Ihres Hundes sein:

-plötzliche Schmerzen durch eine bisher unbemerkte Entzündung , Tasten Sie Ihren Hund komplett durch, schauen Sie ins Maul, bewegen Sie alle Gliedmaßen durch. Möglicherweise finden Sie so eine schmerzende Stelle. Häufiges Schlecken des Hundes an der Schmerzstelle ist oft auch ein Hinweis auf die Lokalisation.

Messen Sie bitte die Temperatur (rektal normal beim Welpen 38° bis 39,5°, bei älteren Hunden nur bis 39°). Was wurde bei der Blutuntersuchung alles untersucht? Bitte lassen Sie zum Ausschluß von Veränderungen der Lunge evtl. eine Röntgenuntersuchung der Brust machen

-Verkrampfung des Bauches durch ein Darmproblem: Leidet Ihr Hund an Blähungen, hören Sie öfter Magen-Darm-Geräusche, ist der Kot sehr fest?

-evtl. auch Schmerzen des Bewegungsapparates incl. Wirbelsäule: Läuft Ihr Hund normal? (evtl. Röntgen)

- Raumfordernder Prozess im Kopf (z.B. Tumor, sehr selten in diesem Alter!): wie oft kommen die Anfälle vor, wie lange dauern sie, sonst völlig normales Verhalten? Diagnose oft nur durch teures MRT möglich

- Bei einer (schmerzhaften) Mittelohrentzündung z.B. wäre die Temperatur in der Regel erhöht, oft Kopfschiefhaltung.

 

Husten bei jüngeren Hunden hat v.a. folgende Ursachen:

-Entzündungen (Rachen, Mandeln, Nase, Kehlkopf) meist infektiös (Viren und Bakterien), teilweise mit Fieber, d.h. rektal gemessene Temperatur über 39°

-Kehlkopflähmungen oder ein zu langes Gaumensegel

-Gewebewucherungen im Rachen/Kehkopfbereich (im Alter öfter auch Tumore)

-Fremdkörper im Rachenbereich (z.B. Grashalm)

-Herzerkrankungen (bei jungen Hunden sehr selten)

-allergische Ursachen (v.a. bei Teppichböden im Winter)

 

Zur Diagnose sind Untersuchung von Maul und Rachen (evtl. mit Abstrich) nötig. In selteneren Fällenl sind sogar auch endoskopische Untersuchungen nötig.

 

Bei akuten Infektionen liegt meist Fieber vor (rektal über 39°).

"Zwingerhusten" ist oft langwierig, da es sich überwiegend um eine virale Erkrankung handelt (Behandlung derviralen Komponente nur über Steigerung der Abwehr), manchmal sind aber auch Bakterien (u.a. Bordetellen) beteiligt, die mit einem Antibiotikum behandelt werden könnten (Abklärung mit Abstrich oder Therapieversuch)

Die symptomatische Behandlung mit Atussin-Hustensaft oder Schleimlösern (Bisolvon oder ACC richtet sich nach den Empfehlungen Ihres Tierarztes.

 

Unterstützend können folgende Maßnahmen helfen:

-Canipulmin (Plantavet, über Tierarzt): Ergänzungsfuttermittel u.a mit Thymian und Efeu zur allgemeinen Unterstützung der Atemfunktion

-Prießnitzwickel: feucht-kaltes Tuch um Hals, darum trockenes Tuch, darum dicken Wollschal, 2 Stunden belassen, danach Hals gut trockenreiben; fördert reaktiv die Durchblutung und damit die Abwehr im Halsbereich

-Vitamingaben, "astoral Immustim H" (Firma almapharm, gibt´s beim Tierarzt)

-Echinacea D1 und Ferrum phosphoricm D6 (je 3x täglich 1 Tablette, beide imunstimulierend); Gaben anderer homöopathischer Mittel richten sich nach betroffenem Bereich (tierärztliche Abklärung) und nach den Allgemeinsymptomen: z.B. Spongia D6 3x 1 Tabl. oft gut bei Kehlkopfentzündungen. Allgemein bei Husten bewährt sind auch die homöopathischen Komplexmittel "Virupect", eher akute Phase mit v.a. nächtlichem Reizhusten und "Tussistin" , schon länger bestehend mehr Schleim.

Unterstützend könnten Sie (keinesfalls Tierarztbesuch ersetzend) folgendes tun:

-Bachblüten-Rescuetropfen (4x täglich 5 Tropfen) wirken angst- und unruhereduzierend

-Apis D12 2x tägl. 1 Tablette, solange Sie keinen konkreten Anhaltspunkt wegen des plötzlichen Aufschreiens haben

 

 

Auf jeden Fall sollte Ihr Hund noch einmal tierärztlich untersucht werden

 

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind



Verändert von Tierarzt - Homöopathie am 20.12.2010 um 09:17 Uhr EST

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