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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein 12 Jahre alter Sch ferhund hat Probleme beim aufstehen

Kundenfrage

Mein 12 Jahre alter Schäferhund hat Probleme beim aufstehen und beim laufen.
Er kippt hinten mit seiner Hüfte immer wieder weg.
Es find langsam an und ist jetzt extrem geworden.
Als ich ihn vor 3 Jahren aufgenommen habe hieß es, er sei HD-frei.
Allerdings hatte er eine alte Verletzung an der Wirbelsäule.
Ein Wirbel verschob sich immer wieder mal und ist mehrfach von einer Pferdeärztin,
die auf so etwas spezalisiert ist, eingerenkt worden.
Damit ist es jetzt aber leider nicht mehr getan.
Meine Fragen hierzu:
Welche Möglichkeiten habe ich, unter Berücksichtigung seines Alters - er hat auch Herzrythmusstörungen, ihm zu helfen?
Ich möchte ihn nicht einfach aufgeben, weil er noch sehr viel Lebensfreude hat,
haben Goldimplantate noch einen Sinn und was für Kosten kommen dann auf mich (Frührentnerin) zu?
Wie erkenne ich, ob er Schmerzen hat?
Für einen fachmännischen Rat wäre ich dankbar.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

ich würde bei einem 12 jährigen Schäferhund keine Goldimplantate mehr einsetzen lassen.

Die Kosten betrugen bei einer Patientin von mir, die bei Ihrem 6 jährigen Husky Goldimplantate einsetzen ließ (durch einen Kollegen bei Köln), etwa 1500,-- EUR. Der Preis ist sicher auch abhängig von den Begleitumständen (individuell zu bestimmende Anzahl der Implantate, Narkoserisiko...).

 

Schmerzen erkennen Sie daran, daß Ihr Hund nur noch eine geduckt-verspannte Haltung einnimmt, öfter schmatzende Geräusche oder plötzliche Schmerzschreie von sich gibt. Außerdem würde er sich weniger freuen und zieht sich meistens vermehrt zurück.

 

Ich würde es eher mit der Gabe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln versuchen.

 

Ob ein Schmerzmittel (alleine ?) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Stellen Sie Ihren Hund deshalb bitte noch mal einem Tierarzt vor.

 

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:

- Carprofen (z.B. Rimadyl)

- Meloxicam (z.B: Metacam)

- Firocoxib (z.B. Previcox)

Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.

 

Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab. Daher kann es durchaus sein, dass Ihr Hund durch ein erstes Schmerzmittel keine oder nur geringe Besserung erfährt, ein anderes aber gut anschlägt.

 

Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.

Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund -seiner Schmerzen entledigt- nicht zu heftig bewegt und dadurch die eigentliche Genesung behindert.

Bei manchen Erkrankungen, z.B. akuten Bandscheibenvorfällen müssen zum Abschwellen im Anfangsstadium manchmal auch Cortisone gegeben werden, dies kann nur der Tierarzt vor Ort entscheiden; ebenso auch ob operative Verfahren (bei einem 12 jährigen DSH sehr unwahrscheinlich) oder andere Medikamente angezeigt sind.

 

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):

-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt) , geben Sie -soweit ich verstanden habe- schon?

-Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann evtl. Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich.

-herzfunktionsunterstützend könnten Sie Crataegus ad usum vet (DHU) oder Cralonin (Heel) geben

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 



Verändert von Tierarzt - Homöopathie am 09.12.2010 um 18:34 Uhr EST
Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
Ich werde Ihre Ratschläge befolgen und auch noch einmal einen anderen Tierarzt aus meiner Umgebung konsultieren.
Mit freundlichen grüßen, Birgit Albert
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX ausführliche Antwort.
Ich werde Ihre Ratschläge befolgen und auch noch einmal einen anderen Tierarzt aus meiner Umgebung konsultieren.
Mit freundlichen grüßen, Birgit Albert



Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

danke für Ihre Rückmeldung.

Würde mich auch freuen, von Ihnen zu hören, welches Ergebnis die tieräztliche Untersuchung brachte. Bin allerdings von Freitag-Abend bis Dienstag nicht in Nürnberg und habe keinen PC-Zugang.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

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