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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo! Ich habe einen Labrador mischling 2 Jahre jung. Er

Kundenfrage

Hallo! Ich habe einen Labrador mischling 2 Jahre jung.
Er tut Brechen seit letzter Nacht und ich weiß nicht ob ich damit zum Tierarzt
sollte oder nicht.
Seine Magendgegend gibt Geräusche ab so wie bei uns wenn wir großen Hunger
haben und danach so knapp zehn minuten später tut er Brechen.
Nur Flüssigkeit aber braun verfärbt.
Er hat vor zwei Tagen an einem Ast vom Tannengrün gekaut und es war auch eine Nadel
dabei.
Soll ich nun einen Arzt aufsuchen und gibt es auch Ärzte die eine Untersuchung auf Rechnung machen?
Mit freundlichemn Gruß
Gaede
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

24 Stunden sollten Sie Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter kleine Mengen erlaubt, falls die flüssigkeit nicht auch erbrochen wird. Der Magen-Darm muß zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

.

Noch heute sollten Sie bitte zum Tierarzt gehen insbesondere wenn:

-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein)

-Ihr Hund sich längere Zeit mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält (evtl. auch Fremdkörperverdacht)

-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre noch besorgniserregender als etwas Fieber)

-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .

-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat

-im Erbrochenen Blut zu sehen ist

-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist

-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung,)

 

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

Andernfalls können Sie wahrscheinlich noch bis Montag warten.

 

Erbrechen hat neben einer normalen leichten Magenentzündung, die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann, meistens eine der folgenden Ursachen:

-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhteTemperatur also über 39 Grad)

-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz bzw. Würgen; evtl berührungsempfindliche, verdickte Speiseröhre) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen). Bei Ihrem Hund sind möglicherweise die Tannennadeln der Auslöser. In großem Ausmaß verletzt wird durch Tannennadeln in der Regel im Magen-Darm nichts, Schleimhautreizungen sind aber möglich. Verletzungen treten am ehesten noch im Rachen oder in der Speiseröhre auf, dann wahrscheinlich Blut im Erbrochenen; wenn es sehr ungünstig gelaufen wäre, kann aber ein Teil hängen geblieben sein, dann häufiges Würgen, dies müßte dann entfernt werden

- Futtermittelunverträglichkeit (bei Jungtieren häufiger), dies gilt natürlich auch für Tannennadeln, Wissen Sie die aufgenommene Menge?

-Vergiftung (Erbrechen ist sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)

-starke Verwurmung (eigentlich nur Jungtiere)

- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)

-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) oder Herzerkrankungen

 

Sollte Ihr Hund den ganzen Vormittag wiederholten Brechreiz haben ist zur Abklärung der Ursachen ist ein Tierarztbesuch sinnvoll, denn zur Ursachenklärung sind je nach Lage Blutuntersuchung und Röntgenaufnahmen/Ultraschall nötig, ggf. auch eine Endoskopie.

 

Heute würde ich kein Futter mehr geben und frühestens morgen mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

 

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

PS: Ein Tierarzt, der Sie schon länger kennt, wird wahrscheinlich auf Ihren Zahlungswunsch auf Rechnung eingehen. Eine Anzahlung ist aber in jeden Fall sinnvoll. Dies gilt natürlich besonders, wenn Sie keinen Haustierarzt haben und neuer Patient in einer Praxis sind.

Vielleicht können Sie sich im Bekanntenkreis etwas Geld leihen?

Viel Glück!

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort.
Er liegt jetzt ruhig bei Frauchen an der Seite und tut Schlafen.
Er hat normale Temperatur und sein Bauch ist auch weich.
Ich werde bis heut Nachmittag warten und wenn es nicht besser ist, dann zum Arzt gehen.
Das einzige was bei ihm auffallen tut ist das er eine trockene Nasse hat.
Ich werde natürlich eine sehr gute Bewertung geben.
Und das mit dem Futter hat sich auch erledigt.
Er nimmt von sich aus nichts zu sich.

Sein Bauch ist auch weich und vielleicht hat es sich ja auch erledigt mit dem Brechen denn ich bin der Meinung das er nur eine Nadel geschluckt hat die auch wieder draußen ist.
Mit freundlichem Gruß
Fam. Gaede
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

scheinbar geht Ihrem Hund bessert. Schlafen unterstützt den Heilungsprozess auch oft recht gut. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund, daß inzwischen alles wieder ok ist.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind