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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Guten Abend mein name ist Monika Goebel,habe einen kleinen

Kundenfrage

Guten Abend mein name ist Monika Goebel,habe einen kleinen ungefähr 8 bis zehn kilo hund er ist jetzt 15 jahre alt.Ist ein Pudel Mischling,seit Jahren hat mein hund haut problemen verliert sein Fell.ein Artzt hat ihn Jahre lang Cortison gegeben und gesagt er Hätte Grasmilben und Flöhe dann sind wier weg von ihm hatten in Mhm Schönau einen Arz der hat ihn auch auf flöhe u grm behandelt habe schon ein vermögen an tierärzte bezahlt behandelt jetzt haben wier eine Ärztin in Mhm Gartenstadt die hat ihn untersucht und gesagt er hätte eine Pils Infeksin Innerlich , gestern hies es plötzlich er Hat Flöhe Ich verstehe das nicht mehr mein hund sieht erbärmlich aus.vieleicht können sie mir einen rat geben was ich noch tun kann.Noch etwas lebe von Grundsicherungs Rente habe nicht allzuviel Geld und trozdem habe ich schon viel Bezahlt aber ervolg gleich null.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

machen Sie regelmäßig etwas zur Flohprophylaxe? Um Flöhe wirklich in den Griff zu bekommen sollte alle 3 - 4 Wochen ein sogenanntes Spot on Präparat (Frontline, Advocate, Exspot, Adventix, Preventic,....) angewendet werden.Diese Präparate werden im Nacken aufgeträufelt.

Flöhe erkennt man eigentlich ziemlich einfach. Leider sitzen die Tierchen immer nur kurz zum saugen auf dem Hund, den Rest der Zeit verstecken Sie sich in Sofaritzen, Ecken, ..... Durch den Saugvorgang tritt bei jedem Flohstich etwas Blut aus, dieses trocknet dann ein und hinterlässt schwarze Krümelchen im Fell (sogenannter Flohkot). Wenn Sie im Fell Ihres Hundes (meist über dem Schwanzansatz) schwarze Krümelchen finden, zerreiben Sie diese zwischen einem feuchten Taschentuch. Wenn sich dieses rötlich-braun verfärbt können Sie ziemlich sicher von Flöhen ausgehen.
Grasmilben erkennt man überigens als winzige gelbe Pünktchen auf der Haut - insbesondere an den Pfoten.

Flöhe wieder los zu werden ist manchmal gar nicht so einfach. Bezüglich der Behandlung der Tiere habe ich gute Erfahrungen mit Frontline Combo gemacht. Tagen Sie dies im Abstand von 3 - 4 Wochen mindestens 2 mal im Genick auf. Wenn der Hund 5 Flöhe hat haben sie in der Wohnung mindestens das Vielfache. Die Umgebungsbehandlung ist daher fast wichtiger als die Behandlung der Tiere.

Denken Sie daran alle Tiere in Ihrem Haushalt zu behandeln. Zusätzlich ist eine Behandlung der Umgebung extrem wichtig. Alles was Sie waschen können sollten Sie möglichst heiß waschen, glatte Fußböden wischen. Vergessen Sie nicht Bettzeug, Decken, Kissen, etc. Zusätzlich sollten Sie sich ein Umgebungsspray (z.B. Ardap) besorgen, da die Flöhe nur kurz auf dem Tier sind um Blut zu saugen und den Rest der Zeit im Sofa, Ecken und Ritzen sitzen und auch dort Ihre Eier ablegen. Diese können sich in der Wohnung extrem lange halten.

Behandeln Sie die Tiere unbedingt nach 4 Wochen noch einmal. Zusätzlich sollten Sie die Tiere entwurmen, da Flöhe Gurkenkernbandwürmer übertragen.

Vergessen Sie auch das Auto etc. nicht. Die Floheier in der Umgebung können extrem lange überleben, es kann daher sein, dass Ihr Hund schon Flohfrei waren und sich dann doch wieder welche im Haus eingefangen hat.

Falls der Hund richtig wunde, nässende Hautstellen haben, sollten Sie zum Tierarzt gehen, da die Hunde auf die Flöhe allergisch reagiert haben. Ein Kortisonpräparat kann den Juckreiz stark lindern, zudem könnte bei eitrigen Wunden ein Antibiotikum angebracht sein.

Falls Sie keine Hinweise auf Flöhe finden kommen auch noch andere Ursachen für den extremen Juckreiz in Frage. Ist es unter Kortison besser geworden? Wenn ja, glaube ich eher nicht an eine Pilzerkrankung, da Kortison immunsuppressiv wirkt und sich Pilze dann erst recht ausbreiten. Wenn die Symptome unter Kortison deutlich zurückgehen würde ich aufgrund des Alters Ihres Hundes am ehesten an eine Allergie denken.

Bei den Allergien unterscheidet man zwischen inhalativen Allergenen (Gräser, Hausstaubmilben, Futtermilben,...) und Futtermittelallergien. Beides lässt sich mittels eines Allergietests (man braucht dafür nur etwas Blut) diagnostizieren.

Um Futtermittelallergien auszuschließen können Sie Ihrem Hund eine Eliminationsdiät füttern, also beispielsweise 2 Wochen lang nur Pferdefleisch oder Straußenfleisch und nichts (auch kein Reis oder Leckerlie) anderes. Wenn sich die Symptome bessern, können Sie einen weiteren Stoff (z.B. Reis) hinzufügen, nach weiteren 1 - 2 Wochen den nächsten, etc...wichtig hierbei ist, dass man absolut konsequent ist und nichts anderes füttert.

Wenn der Hund definitiv keine Flöhe hat, würde ich Ihnen zu einem Allergietest raten. Eine Pilzerkrankung kann man normalerweise entweder durch Schwarzlicht (viele Pilze fluoreszieren unter Schwarzlicht) oder durch eine Untersuchung der Haare bzw. durch Anlegen einer Pilzkultur diagnostizieren. Dies ist ohne großen Aufwand und relativ günstig möglich.

Alles Gute für Ihren Hund