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HorseDoc
HorseDoc, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 163
Erfahrung:  Pferde, Orthopädie; Kleintier; Chiropraktik für Tiere
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HorseDoc ist jetzt online.

Hallo und guten Abend! Habe da mal eine Frage. Wir mussten

Kundenfrage

Hallo und guten Abend!
Habe da mal eine Frage. Wir mussten vor drei Wochen unsere Stute einer Kolik - OP unterziehen lassen. Sie hatte eine Darmdrehung und wurde danach geklammert. Nun hätten die Klammern vor einer Woche entfernt werden müssen. Das wurde von unserem TA in der heimischen Box versucht. Leider war dies trotz Sedierung, Nasenbremse und Bein hochhalten nicht möglich die Klammern zu ziehen, da die Stute mit dem Hinterbein trat sobald man an die Klammern kam. Der Tierarzt brach den Vorgang dann nach allen Versuchen ab, da er Angst hatte getroffen zu werden. Er schlug vor ein anderes Mal es noch einmal zu versuchen.
Ich glaube jedoch nicht das die Stute beim nächsten Mal genauso reagiert. Jedenfalls bin ich jetzt total ratlos. Können Sie mir einen Rat geben? Besten Dank !!! Christa Kellershohn
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  HorseDoc hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo!

Ihr Pferd hat durch die Kolik-OP sehr viel mitgemacht, und hatte starke Schmerzen. Daher ist es irgendwie verständlich, dass sie sich nicht so gerne an die Klammern fassen lässt.

Wenn ein Pferd (das selbe gilt für andere Tierarten) sich einmal aufgeregt hat, und dann erst sediert wird, wirkt die Sedierung durch das bereits ausgeschüttete Adrenalin oft nur unzureichend. Auch eine Nasenbremse oder ähnliches hat dann oft nur wenig Erfolg.

 

Am besten ist es, dass ihr Pferd, wenn sie es wieder probieren, vorher absolut ruhig ist (zB in der Box mit Heu) und vor der Sedation keiner an den Bauch fasst oder ähnliche Manipulationen durchführt. Es gibt inzwischen ein sehr wirksames Sedationsmittel: Butorphanol (ähnlich Morphin), das in Kombination mit anderen Sedativa das Schmerzempfinden stark herabsetzt, so dass in der Regel bei ausreichender Wirkung der Mittel, die Klammern zu entfernen sein sollten (am besten trotzdem noch die Nasenbremse und das Bein hoch, um eine unnötige Gefährdung der Menschen zu verhindern).

Eventuell können sie das Pferd schon bevor der Tierarzt kommt etwas mit einem Sedationsmittel sedieren, das man ins Maul gibt (z.B. Sedalinpaste, Vetranquil oder Domosedanpaste).

 

Ich hoffe ich konnte ihnen weiterhelfen,

bei näheren Fragen gerne mehr Details

Liebe Grüße

HorseDoc und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

danke XXXXX XXXXXür die gute und ausführliche Info! Werde das an meinen Tierarzt weitergeben.

 

Ich habe nur Bedenken dass das viele Sedieren der Stute schaden kann.

Wie lange können die Klammern eigentlich drinnen bleiben.

 

Besten Dank!

 

Mit freundlichem Gruß

 

Christa Kellershohn

Experte:  HorseDoc hat geantwortet vor 6 Jahren.

Das Sedieren schadet ihrer Stute nicht, es gibt Pferde in der Klinik die jeden zweiten Tag zum Verbandswechsel sediert werden müsen... ohne negative Auswirkungen.

Klammern sind in der Regel relativ reaktionslos und können (wenn es keine Wundheilungstörungen gab) auch mehrere Wochen ohne negative Folgen drin bleiben. Allerdings wird es mit der Zeit immer schwieriger sie zu entfernen, da sie einwachsen können.

 

Liebe Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Besten Dank für die Info!

Bin sehr erbaut von Ihrem sehr guten Service und Ihrer Kompetenz!

 

Leider hätte ich zu der o.g. Stute noch eine Frage. Daylight ist jetzt 8 Jahre alt und wurde ausschließlich zur Zucht eingesetzt. Stellt die Kolik-Op bzw. Narbe ein Risiko für sie dar? Darf sie überhaubt noch zur Zucht eingesetzt werden?

 

Lieben Gruß und nochmals Danke!

 

Christa Kellerhshohn

Experte:  HorseDoc hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank erstmal!
Wenn die Narbe gut verheilt und keinen Bauchbruch als Folge hat, sollte es keinerlei Einschränkungen in der Zuchtfähigkeit ihrer Stute geben.
Es gibt Stuten die sogar während der Trächtigkeit Kolik operiert werden müssen...

Liebe Grüße