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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Hallo. Mein kleiner hund 5 monaten will nicht an der leine

Kundenfrage

Hallo. Mein kleiner hund 5 monaten will nicht an der leine gehen und läuft dann nicht mehr. Sein gechäft erledigt er dann immer in der wohnun. Was können wir tun
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

Sie haben Ihre Frage mehr oder weniger doppelt gestellt. Die Frage zum Kotabsatz in der Wohnung habe ich bereits beantwortet - siehe dort.

Ihr Hund scheint insgesamt ein Erziehungsproblem zu haben. Haben Sie schon mal über den Besuch einer Hundeschule nachgedacht?

Die Leinenführigkeit ist bei Hunden nicht einfach so vorhanden, sondern muss erst trainiert werden. Am Besten fangen Sie ganz von vorne an. Machen Sie mit dem Hund Gehorsamkeitsübungen. Üben Sie einfache Dinge wie Sitz, Platz und Komm. Füttern Sie den Hund am Besten nur, wenn er auch etwas dafür getan hat. Sie können die normale Ration Trockenfutter so beispielsweise über den Tag als Arbeitsentlohnung verfüttern.

Benutzen Sie ein Halsband oder ein Geschirr? Vielen Hunden ist das Laufen am Halsband unangenehm, hier kann ein Geschirr helfen. Wie verhält sich der Hund draußen? Wirkt er ruhig und interessiert oder eher ängstlich und zurückhaltend?

Wenn der Hund nicht weitergehen will, bleiben Sie einfach stehen und zwar länger, als der Hund möchte. Wenn der Hund in eine Richtung zieht, weil er weiter möchte bleiben Sie stehen und gehen dann in eine andere Richtung. Sie sollten auch während des Spazierganges Gehorsamkeitsübungen machen. Lassen Sie den Hund alle paar Meter Sitz machen und belohnen Sie ihn dafür, etc. Fangen Sie mit einer möglichst kurzen Leine an zu trainieren - dies macht es für den Hund leichter Ihnen zu folgen.

Sollten Sie alleine keinen Erfolg beim Training haben, sollten Sie eine Hundeschule aufsuchen. Oft kann eine hundeerfahrener Trainer sehr schnell erkennen, wo Ihre Fehler im Umgang mit dem Hund liegen und Ihnen so schnell ein paar Tips geben.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
der hund hat sehr viel angst und zittert am ganzen körper
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ok, das ändert die Lage beträchtlich. Der Hund scheint völlig verängstigt zu sein. Seit wann haben Sie den Hund? Wissen Sie, wie er vorher gehalten wurde und warum er abgegeben wurde, etc...?

Ihr Hund hat vermutlich einfach zu viel Angst um draußen sein Geschäft zu verrichten. In Ihrer Wohnung fühlt er sich sicher und macht daher auch hier sein Geschäft.

Vermutlich hat der Hund bereits schlechte Erfahrungen gemacht - am wichtigsten ist es daher, dass Sie ein Vertrauensverhältnis zu dem Tier aufbauen. Der Hund muss lernen, dass er in IHerer Gegenwart sicher ist. Auch in diesem Fall sollten SIe möglichst viele einfache Gehorsamkeitsübungen machen. Der Hund muss lernen, dass Sie sein Rudelführer sind und er sich auf Sie verlassen kann.

Überfordern Sie den Hund nicht mit weiten Spaziergängen. Üben Sie das Laufen an der Leine in der Wohnung. Zunächst immer nur ein bis zwei Minuten. Machen sie zwischendurch immer wieder kleine Übungen, für die der Hund belohnt wird. Wenn der Hund in der Wohnung gut an der Leine geht, können Sie es draußen in einer möglichst reizarmen Umgebung versuchen. Bleiben Sie am Besten am Anfang nur in einem Umkreis von wenigen Metern und immer nur am gleichen Ort, so lange, bis der Hund sich dort sicher fühlt, dann können Sie ein Stück weiter gehen etc. Vermeiden Sie am Anfang belebte Orte etc. Der Hund muss lernen, dass ihm nichts passiert und Sie ihm Sicherheit geben. Wenn der Hund ängstlich reagiert sollten Sie dies ignorieren und ruhig weitergehen. Wenn der Hund sich ruhig verhält machen Sie wieder Gehorsamkeitsübungen mit ihm, etc. Wenn Sie versuchen den Hund zu beruhigen oder auf Ihn einreden fühlt er sich in seiner ANgst noch bestärkt " Herrchen und Frauchen haben auch Angst,...".

Wenn der Hund gelernt hat sich an einem Ort angstfrei zu bewegen wird er dort auch sein Geschäft verrichten. Am idealsten wäre hier natürlich zunächst der Garten oder eine nahegelegene, ruhige Grünfläche. Notfalls sollten Sie mit dem Auto zu einem solchen Ort fahren, damit der Hund in Ruhe lernen kann. Wenn Sie in der Stadt wohnen wird das ganze leider ungleich schwieriger - ist aber auch möglich.

Versuchen Sie nicht, den Hund irgendwo hin mitzunehmen. Gestalten Sie Ihre Spaziergänge am Anfang so eintönig wie möglich - das Gewohnte gibt dem Hund Sicherheit.