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Haustierärztin
Haustierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 156
Erfahrung:  mehrjährige Berufserfahrung, eigene Praxis
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Haustierärztin ist jetzt online.

Hallo und guten Abend, ich mache mir heute mal wieder gro e

Kundenfrage

Hallo und guten Abend, ich mache mir heute mal wieder große Sorgen. Wir haben einen Yorki-Malteser Mischling und ich habe irgendwie das Gefühl, dass sie von Mal zu Mal ängstlicher wird. Sie hat Angst vor allem was laut ist also Autos, LKW Müllwagen, da geht sie keinen Schritt weiter und macht auch manchmal einen großen Bogen. Sie hat auch Angst vor Lichtstrahlen z.B. Taschenlampe. Wenn die Sonne ins Haus scheint und auf den Boden fällt, legt sie die Ohren an und haut ab. Sie hat Angst vor fremden Leuten und läßt sich auch von keinem Fremden anfassen. Meine Schwester durfte sie erst anfasse, als sie schon über ein Jahr bei uns war. Sie kam mit 14 Wochen vom Züchter zu uns und ist jetzt 2 Jahre und 5 Monate alt. Vielleicht können sie mir einen Tipp geben, was ich machen kann, vielen Dank XXXXX XXXXX M. Hense
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

es besteht die Möglichkeit einer krankhaften Angststörung. Außerdem ist eine erhöhte Geräuschempfindlichkeit möglich - auch das kann eine Krankheit sein (genetisch bedingt, besonders bekannt sind allerdings Rassen wie Bobtail und ähnliche). Die Therapie besteht in einer Verhaltenstherapie und notfalls auch in Psychopharmaka. Dafür würden Sie einen verhaltensmedizinisch versierten Tierarzt benötigen ...

Möglicherweise tragen Sie zur Angst bei: Trost wirkt auf den Hund leider gar nicht tröstend, sondern bestätigend. Sie sagen ihm damit quasi, daß seine Angst völlig berechtigt ist und so steigert sich das Problem immer weiter. Ähnliches gilt für Schimpfen bei Kläffern: Sie schimpfen mit - und bestätigen dem Hund damit, daß etwas oberfaul ist. Diese Problematik könnte auch eine gute Hundeschule auflösen, sofern vorher bestätigt ist, daß keine Krankheiten vorliegen. Die gleichzeitige Anwendung angstlösender Substanzen kann dem Hund beim Lernen helfen. Ob eine solche Substanz wirklich benötigt wird bzw. sinnvoll ist, wird Ihnen ein entsprechend spezialisierter Tierarzt sagen.

Hilfreich ist möglicherweise auch das entsprechende Futter von Royal Canin: CALM.
Es enthält ein Eiweiß, wie es in der physiologischen Verdauung von Welpen vorkommt. Dieses Protein hat eine beruhigende Wirkung und hält so den Streß von ganz jungen Tieren fern. Es ist völlig natürlich - und kommt beim erwachsenen Tier nur wegen des ausgereiften Verdauungssystems nicht mehr vor. Die Substanz gibt es auch in Kapseln, erhältlich beim Tierarzt.

Verändert von Haustierärztin am 13.10.2010 um 22:24 Uhr EST
Haustierärztin und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Morgen, als erstes möchte ich mich für die schnelle Antwort bedanken. Das was sie mir geschrieben haben klingt eigentlich ganz logisch. Ich werde mich auf jeden Fall mit unserem Tierarzt in Verbindung setzen, damit endlich mal was passiert. Ich werde nur das Gefühl nicht los, dass wir schuld an dem Verhalten unseres Hundes, das wir irgendwas falsch machen. Vielleicht ist es bei uns zu laut. Bei 2 Kindern und eins mit ADS wird es auch leider etwas lauter bei uns. Vielleicht verstört das auch unseren Hund. Nur das erklärt ja nicht die Angst vor Lichtstrahlen. Vor ein paar Tagen kamen wir abends beim Gassigehen einem Hund entgegen, der ein rotblinkendes Halsband trug, da ging sie überhaupt nicht weiter, wollte sofort nach Hause. Sie geht überhaupt nicht gerne lange Wege. Manchmal, wenn sie gut drauf ist, gehen wir eine große Runde, ca. 25 Min., aber meistens will sie nur kurz gehen. Im Garten ist sie gerne oder auf unserer Spielstraße zum Ballspielen oder spielen mit ihrer Freundin (auch ein Yorki-Malteser). Irgendwie verstehe ich das nicht. Ich weiß nur, dass da was passieren muß, denn sie ist ja noch jung und es wäre doch ziemlich schlimmm, wenn sie ihr ganzes Leben lang nur Angst hat, oder übertrieben ängstlich reagiert. Viele Grüße und vielen Dank, M.Hense
Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

der Gang zum Tierarzt ist in jedem Fall richtig - sollte eine behandelbare Krankheit dahinterstecken, wäre das als erstes zu bearbeiten. Die Angststörungen sind eine andere Baustelle - zwar auch krankhaft, aber eher psychisch.
Wenn Sie das Glück haben, im Einzugsgebiet eines verhaltensmedizinisch versierten Tierarztes (oder mit angeschlossener Hundeschule) zu wohnen, wäre das eigentlich meine Empfehlung - da haben Sie alle Kompetenzen in einer Hand.

Möglicherweise müssen Sie an Ihrer Körpersprache arbeiten - für kleine Hunde ist der Mensch riesig und die Hand kommt immer von oben. Geht man auf die tiefe Ebene und kommt mit der Hand von vorne unten, wird es einfacher. Vorläufig ohne Garantie, denn das will geübt sein. Riskieren Sie keine Beißattacken (vor Angst) und keine Kämpfe - im Zweifel ergeben sich daraus völlig falsche Signale für den Hund.

Ihr Familienleben ist für den kleinen Hund sicher nicht ganz einfach - rechtfertigt aber nicht unbedingt diese Störungen. ADS-Kinder sind in ihrer Aktivität natürlich immer schwierig. Sicher kann man da auch Übergriffe auf die Ruhezone des Hundes nicht absolut ausschließen, was ein Problem sein wird. Mit der entsprechenden Beratung im Rücken sollten Sie eine Ruhezone für den Hund schaffen, die unter allen Umständen respektiert wird. Wird der Hund dort abgelegt, ist Pause - für alle.
Wenn an einer Stelle schon Angst ist, ist es eigentlich ein sehr kurzer Weg, auch an einer anderen Stelle Angst zu bekommen. So könnte die Geschichte mit dem Licht erklärlich sein ...

Aber: um Fehlinterpretationen zu vermeiden (schließlich habe ich den Hund in der Situation nciht gesehen) sollten wir die Geschichte an dieser Stelle ruhen lassen. Sie können jederzeit wieder fragen.

Alles Gute!

Verändert von Haustierärztin am 14.10.2010 um 15:02 Uhr EST

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