So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Kleintierärztin.
Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
47154271
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Kleintierärztin ist jetzt online.

Hallo, unser Ridgeback, 4 Jh. hat seit mehreren Wochen einen

Kundenfrage

Hallo,
unser Ridgeback, 4 Jh. hat seit mehreren Wochen einen Hautausschlag.
Wir waren bereits bei 2 versch Tierärzten u keiner weiss richtig was er hat.
Die erste vermutung war eine gräser-allergie - darauf hin hat er medikamente bekommen. Dies hat sich nicht bestätigt. Die 2. Diagnose war eine unverträglichkeit des futters. Dies haben wir seit 4 wochen wieder umgestellt u es keine besserung zu erkennen. Zwischendurch haben wir ihm kleine mengen kortison gegeben. dadurch wurde es etwas besser - kortison ist doch aber keine dauerlösung !! er hat ekzeme am als - teilw. mit eiter gefüllt u hat ziemlich starken haarausfall - trotz omega III + VI fettsäuren. Eine Bekannte die selbst Hundeerfahrung hat meinte ein Darmpilz könnte die ursache sein - diesen könnte man mit Hefezusatz behandeln. Was meinen Sie ? Ist ein Blut - oder Stuhltest sinnvoll?
Ich hoffe Sie haben einen Tipp !
Vielen Dank vorab!
Carina Filsinger
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  know-it-vet hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hauterkrankungen sind in der Praxis schon schwierig zu diagnostizieren und im Internet noch viel schwieriger und auch sehr zeitaufwendig.

Bitte listen Sie alle verwendeten Medikamente und das verwendete Normale Futter und das Diätfutter auf.

Ich überlege mir dann was.

 

Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Futter vor der Allergie Bosch lamm u. reis
zum zeitpunkt des ausbruchs hills prescription diet f. knochen
jetzt wieder bosch lamm u reis
homöopathische Tropfen gegen juckreiz - Coenzym Camposotium
Shampoo Leniderm - wende ich ca. 1 mal wöchentlich an
3 Ampullen Cutis comp
500ml velcote
10 tbl. prednisolon 50mg
Das zeckenhalsband sowie die ampullen habe ich über sommer auch komplett weggelassen

Vielen Dank !
Experte:  know-it-vet hat geantwortet vor 7 Jahren.

Tut mir leid - Haut ist ziemlich schwierig und im Internet ohne Augenschein nicht zu beantworten.

Ich möchte diese Frage daher nicht beantworten - zumal ich für die Beratung ca 6 Euro erhalte und wir mindestens 30 min hin-und her-schreiben.

 

Aber, bei ihrem Hund wurde diagnostisch noch kaum was unternommen.

Angenommen ihr Hund hat eine Reisallergie - gibt es ! - dann nützt da Allergiefuuter nicht. Keine Bakteriologie, Parasitensuche, Allergie-Test, allgemeines Blutbild etc etc.

Schauen Sie sich doch bitte im Internet nach einem hautspezialisten um. Es gibt Hunde, da kommt der Hauttierarzt nicht weiter.

WEnn Sie keinen finden, melden Sie sich nochmal.

Sie brauchen mich auch nicht zu bezahlen

viele Grüsse und Gutes Gelingen

Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,

ist denn schon ein Allergietest gemacht worden?
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nein, bisher noch nicht.
Die eine Ärtzin meinte ein Allergietest sei die nadel im Heuhaufen da nur ganz wenige
Faktoren angezeigt werden.
Meinen Sie ich sollte einen machen ?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

ich würde Ihnen unbedingt einen Allergietest empfehlen. Ich habe sehr viele Allergiepatienten und diese sind durchweg nach der Diagnose deutlich besser geworden, viele sind sogar symptomfrei. Das Ihr Hund auf Kortison anspricht, ist ein weiteres Indiz für eine Allergie. Bei Milbenbefall etc. werden die Symptome durch Kortison meist eher schlechter, da Kortison immunsupressiv wirkt und die milben sich hierüber geradezu freuen.

Bei den Allergien unterscheidet man zwischen inhalativen Allergenen (Gräser, Hausstaubmilben, Futtermilben,...) und Futtermittelallergien. Beides lässt sich mittels eines Allergietests (man braucht dafür nur etwas Blut) diagnostizieren.

Um Futtermittelallergien auszuschließen bzw. zu behandeln, können Sie Ihrem Hund eine Eliminationsdiät füttern, also beispielsweise 2 Wochen lang nur Pferdefleisch oder Straußenfleisch und nichts (auch kein Reis oder Leckerlie) anderes. Wenn sich die Symptome bessern, können Sie einen weiteren Stoff (z.B. Reis) hinzufügen, nach weiteren 1 - 2 Wochen den nächsten, etc...wichtig hierbei ist, dass man absolut konsequent ist und nichts anderes füttert. Alternativ gibt es spezielle Futtermittel für Allergiker (z.B. von Hills), bei denen die Stoffe so fein aufgeschlossen (hydrolisiert) wurden, dass sie vom Körper praktisch nicht mehr als Allergen erkannt werden.


Kortison ist ein tolles Mittel, aber auf Dauer keine Lösung. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit sogenannten Hyposensibilisierungen gemacht. Dabei wird vom Allergielabor eine speziell für Ihren Hund gemachte Lösung angefertigt, welche die Allergene enthält, auf die Ihr Hund reagiert. Dabei wird dem Hund am Anfang nur eine geringe Menge einer niedrig konzentrierten Lösung gespritzt, dann wird die Menge in wöchentlichen Abständen langsam erhöht. Am Schluss ist eine Spritze monatlich ausreichend. Häufig ist eine lebenslange Behandlung notwendig, bei einigen Tieren ergibt ein erneuter Allergietest nach 2 - 3 Jahren keine Allergie mehr. Aufgrund der vielzahl der Allergien Ihres Hundes würde ich Ihnen eine Hyposensibilisierung dringstens empfehlen. Diese gibt es in der Humanmedizin übrigens auch, allerdings hier nur mit einer Erfolgsquote von ca.20 %, während diese in der Tiermedizin bei über 80 % liegt.

Zum Schluss noch, sind Milben bei Ihrem Hund definitiv ausgeschlossen worden, also ist ein Hautgeschabsel durchgeführt worden? Milben sprechen auf eine Kortisontherapie höchstens kurzzeitig an, danach werden die Symptome sogar noch verschlimmert.

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig helfen - übers Akzeptieren meiner Antwort würe ich mich freuen.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo, konnte ich Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen?