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know-it-vet, Tierarzt
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 946
Erfahrung:  Fachtierarzt für Krankheiten der Kleintiere (Innere Medizin) und Teilgebiets bezeichnung Chirurgie
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Hallo, meine H ndin (kastriert, wird im Oktober 7) wurde

Kundenfrage

Hallo,
meine Hündin (kastriert, wird im Oktober 7) wurde mit 3 Jahren wegen eines Lebershunts operiert. Die OP wurde in 2 Schritten durchgeführt, da der Shunt so groß war.
Ein halbes Jahr später war ein neuer Shunt da (sie hatte die gleichen Beschwerden wie vorher) und diesen Shunt haben wir erneut in 2 Schritten schließen lassen.
Nach der OP hatten wir einen völlig neuen gesunden Hund.
Nach nunmehr 3 Jahren (seit ca. 2 Monaten) fiel mir auf, dass Nelly extrem viel trinkt und dementsprechend auch häufig uriniert. Eine Untersuchung ergab, dass sie Blasensteine hatte und die ganze Blase entzündet war.

Die Blasensteine haben wir entfernen lassen und Nelly erhielt noch 3 Wochen Antibiotika, damit die Entzündung der Blase weggeht.
Das ist inzwischen 5 Wochen her und Nelly trinkt nach wie vor viel zu viel und ich muss mit ihr nachts alle 1,5 Stunden raus, damit sie sich nicht in der Wohnung entleert, was für mich langsam zur Strapaze wird, da ich morgens wieder auf Arbeit muss. Tagsüber ist jemand da, der sie ständig raus lässt.

Ich habe nun inzwischen ein Blutbild machen lassen und die Nieren- und Leberwerte deuten auf nicht intakte Organe hin. Weiterhin ist die Leukozytenzahl extrem hoch. Der Urin hat keine Auffälligkeiten, außer dass er sehr dünn ist ( mit meinem leihenhaften Verständnis: So wie sie trinkt, kommt es auch gleich wieder raus).
Der Tierarzt, der damals den Lebershunt operiert hat, wollte wieder eine Untersuchung vornehmen, ob sich ein neur Shunt gebildet hat.
Nun bin ich etwas zwiegespalten, da ich der Meinung bin: selbst wenn erneut ein Shunt da ist und ich würde Nelly wieder operieren lassen, könnte ich mir vorstellen, dass diese OP das Grundproblem nicht löst. Wenn die Niere und Leber (sicher geschädigt aus der Zeit vor der 1. Shunt OP) bereits geschädigt sind, dann bleiben sie trotz OP auch geschädigt und das viele Trinken und urinieren bleibt.
Liege ich hier mit meiner Ansicht richtig ? Kann die Schädigung der Organe noch aufgehalten werden und wo kommt der hohe Leukozytenwert her ?
Was kann ich tun, damit ich nicht nachts nur unterwegs bin, um meinen Hund Erleicherung zu verschaffen.
Für eine ausführliche Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Evelyn Leschinski
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo,

 

danke für Ihre Anfrage.

 

Eine erhöhte Leukozytentahl spricht für einen Infektionsherd im Körper, eventuell von der Blase, haben sie ein spezielles Futter gegen Blasensteine, z.B. Hills cd etc?

Beste Grüße,

Corina Morasch

Tierärztin

 

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie meine Frage erhalten?

 

Gruss,

C.Morasch

Experte:  know-it-vet hat geantwortet vor 7 Jahren.

Oh je - das sprengt die Möglichkeiten des Internets beinahe.... Den Hund müsste man selbst sehen ....

dennoch - welcher Steintyp war das bei den Blasensteinen.

Es gibt Steine, die sich speziell bei einem Shunt bilden. Meiner Erinnerung nach sind das Urat-Steine (bin gerade zu faul für´s Buch ...). Wenn diese Steine da sind ist auch die Leberfunktionsstörung noch relevant vorhanden. Eine Diät mit c/d ist dann sinnlos. Diese hilft nur bei Struvit-Steinen.

Für eine Wahl einer Diät braucht man expliziet eine Steinanalyse.

Ich glaube, die Urat-Steine hatten ein typisches Aussehen.

Vielleicht mal die entnommenen Steine mal vergleichen. Da hilft sicher auch der operierende Tierarzt.

 

Ich glaube, ich persönlich würde ihn nicht nochmal operieren lassen, da auf Grund der langen Dauer wahrscheinlich keine entsprechende Regeneration der Leber mehr zu erwarten ist. Das muss man genau mit dem Chirurgen besprechen, der den Hund damals operiert hat. Nur der kennt die anatomische Situation und weiss ob eine Verbesserung durch eine weitere Operation noch möglich ist. Ein Vorgespräch ist da besser als eine aufwendige Untersuchung. Heute wird mit Ameroid-Konstriktoren eingeengt. Ist das damals so gemacht worden ? Diese haben chirurgisch udn postoperativ gewaltige Vorteile.

 

Ich habe aber in diesem Fall mit der hohen Trinkmenge noch eine weitere Idee, die mir so quer durch den Kopf geht.

Die Trinkmenge etc muss nichts mit dem Shunt zu tun haben.

Zeigte die Hündin jemals nach der Kastration wieder Zeichen einer Läufigkeit ? Könnte doch noch was an der Metra sein ? Wurden beide Eierstöcke vollständig entfernt ?

 

Man sollte auch nochmal den Harn auf einen Infekt untersuchen.

Es gibt auch noch ein paar andere Ursachen für vermehrtes Trinken. Dazu müsste man aber die bestehenden Laborwerte kennen.

 

Falls es sich nun doch um die Shuntbedingten Schäden handelt, ist auch eine Verbesserung durch eine rigorose Diät möglich.

 

Konnte ich Ihnen ein wenig weiter helfen ?!

Alles Gute für Sie und den Hund

 



Verändert von know-it-vet am 22.09.2010 um 20:08 Uhr EST
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Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 946
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