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Dr.med.vet R.von der Lahr
Dr.med.vet R.von der Lahr, Tierarzt
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 210
Erfahrung:  Großtier und Kleintierpraxis seit 1993
47344462
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Dr.med.vet R.von der Lahr ist jetzt online.

Meine beiden Grauen sind jetzt gerade ein Jahr alt. Ein Hahn

Kundenfrage

Meine beiden Grauen sind jetzt gerade ein Jahr alt. Ein Hahn und eine Henne. Neben gutem Körnerfutter bekommen sie täglich Obst und Gemüse, sowie öfter Nudeln, Reis o.ä. Frisches Wasser, Vogelgrit und ein Mineralstein sind immer drin.
Seit gestern beißt sich die Henne die Federn regelrecht auf. Die langen Schwingen sind schon total zerfleddert, die Kiele gespalten. Das sie dadurch nicht mehr richtig fliegen kann ist klar.
Was könnte die Ursache sein?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Dr.med.vet R.von der Lahr hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend, so wie ich das nach Ihrer Beschreibung beurteilen kann, hört sich das nach Ektoparasiten an.Die henne versucht durch das Beissen sich von den Tierchen zu befreien. Ich stelle ihnen mal vor, was es da so gibt:

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Bei den Außenparasiten ist vor allem die rote Vogelmilbe eine häufige Plage.
Kalkbeinmilben, Federlinge und Flöhe sind seltener zu finden.Vogelmilben und Hühnerflöhe befallen auch den Menschen, wobei die Vogelmilben leicht an der Stallkleidung zu finden oder sogar unangenehm auf der Haut zu spüren sind.



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Rote Vogelmilben

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Dermanyssus gallinae ist für das Huhn am gefährlichsten.
Schon die beiden Nymphenstadien, vor allem aber die geschlechtsreifen weiblichen Milben befallen Huhn oder Taube bei Nacht, um Blut zu saugen. Tagsüber verstecken sich die Milben in den Ritzen des Stalles, in den Legenestern und unter den Auflagestellen
der Sitzstangen.
Dort werden dann auch Eier gelegt, aus denen bei feuchtwarmem Klima innerhalb einer Woche neue Milben hervorgehen. Milbenbefall kann rasch zu seuchenhaften Verlusten
in einer Herde führen.
Betroffene Tiere fallen durch das Blasswerden des Kammes auf, schließlich liegen sie infolge des Blutverlustes morgens tot im Stall.
Bei kühler Witterung oder im leeren Stall verfallen die Milben in einen Starrezustand und können so monatelang, versteckt in Stallritzen, überleben.



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Milben

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Kalkbeinmilbenbefall führt zu einer ausgeprägten Borkenbildung an den Ständern, verbunden mit starkem Juckreiz, Bewegungsstörungen und Picken an den Beinen.
Die Übertragung der Milben erfolgt direkt von Tier zu Tier. Eine Behandlung sollte unbedingt durchgeführt werden, da die Milben auch Allgemeinstörungen und Leistungsminderungen hervorrufen können.
Betroffen sind Bestände, in denen Hühner mehrere Legeperioden lang gehalten werden.
Begünstigend für das Auftreten der Kalkbeinkrankheit wirken vor allem Vitamin-A-Mangel sowie unsachgemäße Haltungsbedingungen.

Vorbeugend können die Ständer zusätzlich regelmäßig mit Speiseöl bepinselt werden!



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Flöhe

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Der Hühnerfloh (Ceratophyllus gallinae) ist wenig wählerisch; er saugt Blut nicht nur bei Vögeln, sondern auch bei Hunden, Katzen, Ratten und Menschen.
Im Stall und an den Tieren sind die Flöhe schwer zu finden – am ehesten bemerkt man sie krabbelnd und stechend an sich selbst.



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Federlinge

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Die Federlinge der Hühner leben am Tier und kleben ihre Eier in gut sichtbaren Klumpen an die Federkiele.
Federlinge, fälschlicherweise oft auch als Hühnerläuse bezeichnet, ernähren sich, ähnlich wie die Haarlinge der Säugetiere, von Hornsubstanz.
Sie führen bei einem starken Befall zu einer Beunruhigung der Tiere und zu Leistungseinbußen.

Ohne Wirtstiere überleben Federlinge höchstens ein bis zwei Wochen und sterben daher in einem von Hühnern geräumten und gründlich gesäuberten Stall innerhalb von 14 Tagen sicher ab.



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Vorbeuge- und Bekämpfung bei Ektoparasiten

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Beim Nutzgeflügel steht uns leider kein Ektoparasitikum für die Anwendung am Tier zur Verfügung.
Die Ektoparasitenbekämpfung in einem mit Hühnern belegten Stall ist daher äußerst schwierig.
Eine regelmäßige manuelle Bekämpfung der Roten Vogelmilbe kann mittels Staubsauger, Silikatstäuben, pflanzlichen Ölen und Kräutern mit leichter abwehrender Wirkung (Repellents) erfolgen.
Dies sind oft die einzigen Möglichkeiten, die Belastungen auf einem erträglichen Niveau zu halten.
Wichtig ist es dabei, um keine unnötige Beunruhigung oder gar Panik zu verursachen, die Tiere vorsichtig an diese Tätigkeiten zu gewöhnen.
Zur Bekämpfung der Parasiten im leeren Stallgebäude und den Stalleinrichtungen stehen uns pflanzliche Insektizide aus Pyrethrum, Pyrethroide, organische Phosphorsäureester und Carbamate zur Verfügung.
Unter Berücksichtigung der siebentägigen Entwicklungsdauer der Milben muss eine Behandlung mit diesen Mitteln nach einer Woche wiederholt werden.

Es gibt zb ein Spray, das öffnet man im Stall und geht dann raus, so kann man den
Stall behandel. Bolfo Fogger heißt das. Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Am besten ist natürlich die Untersuchung der Tiere vor Ort durch einen TA.

Wenn meine Antwort für Sie hilfreich war, drücken Sie bitte auf akzeptieren, sodaß ich ein wenig für meine Zeit honoriert werde. vielen Dank,
Mfg
René von der Lahr

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