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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Hallo, ich habe 2 Katzen. Kater Pinkas und klein Sally. Pinkas

Kundenfrage

Hallo, ich habe 2 Katzen. Kater Pinkas und klein Sally. Pinkas kränkelt oft und eben habe ich Anzeichen einer Harnwegsinfektion (Urinfleck mit Blut auf weissem Stoff, da wo er gelegen hat, gefunden.

Er bekommt schon Urinary, frisst zur Zeit aber häufig das Futter der kleinen und hat zusätzlichen eine Herpesvirusinfektion. Kann sich die Katze (16 Wochen ) anstecken?. Was kann ich machen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

es könnte sein, dass Ihr Kater unter Harnkristallen bzw. -steinen leidet. Sie schreiben leider nicht, aus welchem Grund er die Urinary Diät erhält.

Der blutige Urin könnte durch eine Blasenentzündung bedingt sein. Auf jeden Fall liegt eine Reizung der Blasenschleimhaut vor. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Hier kommen zum einen die klasischen Blaseninfektionen in Frage, bei denen Bakterien eine Entzündung der Blasenschleimhaut verursachen. Auch tumoröse Erkrankungen der Blase können solche Symptome verursachen.

Das häufigste, vor allem bei Katern vorkommende Problem sind jedoch Harnkristalle. Diese werden durch einen falschen pH-Wert des Urins zustande. Bei einem niedrigen pH-Wert werden unter anderem Calciumoxalatkristalle gebildet, bei einem zu hohen pH-Wert Struvitkristalle (häufiger). Diese Kristalle reizen permanent die Blasenschleimhaut, was dann zu Entzündungen und schließlich zu blutigem Urinabsatz führt. Bei Katern kann es bei übermäßiger Kristallbildung dazu kommen, dass sich die Harnröhre zusetzt. Dies ist ein lebensbedrohlicher Zustand, da der Kater keinen Urin mehr absetzen kann und sich der Urin in die Nieren zurückstaut.

Harnkristalle kann man durch eine Urinuntersuchung diagnostizieren. Ebenso kann man durch eine Untersuchung des Urins beurteilen, ob Entzündungszellen vorhanden sind und man kann eine Kultur anlegen um den Keim zu bestimmen. Sie sollten daher auf jeden Fall eine Urinprobe gewinnen und diese vom Tierarzt untersuchen lassen.

Zusätzlich sollten Sie bei Ihrem Kater Fieber messen. Wenn die Temperatur über 39,5°C liegt müssen Sie auf jeden Fall sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Sie sollten auf jeden FAll auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten. Auch können Sie Ihrem Kater eine Wärmflasche oder ähnliches anbieten. Lassen Sie aber bitte auf jeden Fall den Urin untersuchen.

Was die Harnwegsinfektion des Katers angeht würde ich mir bezüglich der Ansteckungsgefahr der kleinen Katze keine Sorgen machen. ANers sieht es da bei der Herpesvirusinfektion aus. Sie sollten die kleine Katze auf jeden Fall gegen Katzenschnupfen impfen lassen, da Herpesviren Hauptbeteiligte an diesem Prozess sind.

Nicht ganz verstanden habe ich, warum IHre Katze Metacam erhalten hat. Dieses Präparat wird bei Entzündungen und Schmerzen des Bewegungsapparates eingesetzt (z.B. bei Arthrosen, nach Gelenksoperationen,...) während sich Herpesvirusinfektionen bei Katzen meist als Atemwegssymptomatik äußern. Das Metacam verhindert auf keinen Fall blutigen Urin!!!

Alles Gute für Ihre Katzen

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