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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Hallo unser Doberman hat laut ausage vom Tierarzt eine futterallergie

Kundenfrage

Hallo unser Doberman hat laut ausage vom Tierarzt eine futterallergie mit milben befall er beist seine pfoten auf und die ohren sind rot er kratz sich ständig was kann man dagegen machen der hund ist 4 Jahre alt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,

wie ist die Allergie diagnostiziert worden. Eine eindeutige Diagnose lässt sich nur durch einen Allergietest stellen, welcher mit Hilfe einer Blutprobe in einem speziellen Labor durchgeführt wird.

Aufgrund des Alters ihres Hundes würde ich als erstes auf einen Milbenbefall tippen.Von der Symptomatik her klingt es schon verdächtig nach einem Milbenbefall (Demodex, Sarcoptes), dieser lässt sich über ein Hautgeschabsel nachweisen. Demodex oder Sarcoptesmilben werden Sie leider selbst nicht wieder los, sondern sollten einen Tierarzt aufsuchen. Sollte Ihr Tierarzt Milben bereits abgeklärt haben, könnte es sich tatsächlich um eine Allergie handeln.

Bei den Allergien unterscheidet man zwischen inhalativen Allergenen (Gräser, Hausstaubmilben, Futtermilben,...) und Futtermittelallergien. Beides lässt sich mittels eines Allergietests (man braucht dafür nur etwas Blut) diagnostizieren.

Sie könnten dem Hund von Ihrem Tierarzt versuchsweise für eine Woche ein Kortisonpräparat verschreiben lassen. Sollte es sich um eine Allergie handeln, müssten die symptome deutlich zurückgehen, im Fall von Milben verschlimmern sich die Symptome dadurch, da Kortison immunsuppressiv wirkt und die Milben sich darüber regelrecht freuen.

Um Futtermittelallergien auszuschließen bzw. zu behandeln, können Sie Ihrem Hund eine Eliminationsdiät füttern, also beispielsweise 2 Wochen lang nur Pferdefleisch oder Straußenfleisch und nichts (auch kein Reis oder Leckerlie) anderes. Wenn sich die Symptome bessern, können Sie einen weiteren Stoff (z.B. Reis) hinzufügen, nach weiteren 1 - 2 Wochen den nächsten, etc...wichtig hierbei ist, dass man absolut konsequent ist und nichts anderes füttert. Alternativ gibt es spezielle Futtermittel für Allergiker (z.B. von Hills), bei denen die Stoffe so fein aufgeschlossen (hydrolisiert) wurden, dass sie vom Körper praktisch nicht mehr als Allergen erkannt werden.

Wenn eine Allergie diagnostiziert wurde ist Kortison ein tolles Mittel, aber auf Dauer keine Lösung. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit sogenannten Hyposensibilisierungen gemacht. Dabei wird vom Allergielabor eine speziell für Ihren Hund gemachte Lösung angefertigt, welche die Allergene enthält, auf die Ihr Hund reagiert. Dabei wird dem Hund am Anfang nur eine geringe Menge einer niedrig konzentrierten Lösung gespritzt, dann wird die Menge in wöchentlichen Abständen langsam erhöht. Am Schluss ist eine Spritze monatlich ausreichend. Häufig ist eine lebenslange Behandlung notwendig, bei einigen Tieren ergibt ein erneuter Allergietest nach 2 - 3 Jahren keine Allergie mehr. Aufgrund der vielzahl der Allergien Ihres Hundes würde ich Ihnen eine Hyposensibilisierung dringstens empfehlen. Diese gibt es in der Humanmedizin übrigens auch, allerdings hier nur mit einer Erfolgsquote von ca.20 %, während diese in der Tiermedizin bei über 80 % liegt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen - übers Akzeptieren meiner Antwort würde ich mich freuen.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

konnte ich Ihnen mit meiner Antwort helfen?

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