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Haustierärztin
Haustierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 156
Erfahrung:  mehrjährige Berufserfahrung, eigene Praxis
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Hallo Mediziner, ich darf Sie um Ihre Hilfe bitten. Es

Kundenfrage

Hallo Mediziner,

ich darf Sie um Ihre Hilfe bitten.

Es geht um einen 10 jährigen Schäferhund, den wir seit 1, 5 Jahren haben und der von der Bundeswehr aus Schutzhund ausgemustert worden ist.

Nach der Kastration begann vor ca. 6 Monaten ein Juckreiz, den wir bis dato nicht in den Griff bekommen haben.

Aus dem Allgäu stammend, sind wir nun nach Rotthalmünster gezogen und fragen an, ob jemand Erfahrungswerte mit solchen Dingen hat.

Im Namen von Timo sagen wir schon jetzt Danke
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

es scheint sich um eine Allergie zu handeln, da Parasiten wohl schon ausgeschlossen sind. Um festzustellen, auf was der Hund genau reagiert, müssen Sie eine sog. Ausschlußdiät machen: ein Protein (vorzugsweise Pferd) und eine Kohlehydratquelle (vorzugsweise Kartoffel) für 6, besser 12 Wochen füttern, die Haut sollte sich normalisieren. Ist alles heil, kann man provozieren: ein anderes Protein füttern (z.B. Rind). Kommt der Juckreiz wieder, ist dieses Protein vom Speiseplan zu streichen, man läßt die Haut wieder abheilen und nimmt sich das nächste Protein oder ein Kohlehydratquelle vor. Immer nur eins zur Zeit testen, sonst wird es unübersichtlich, außerdem hilft ein Tagebuch. Sämtliche anderen freßbaren Sachen sind tabu: keine Kauartikel, Vitamin- oder Mineralstoffpräparate, keine Leckerli und kein Futter von anderen Leuten ... bis Klarheit herrscht. Sollte in der Zeit ein Mineralienmangel auftreten (ist nicht unbedingt zu erwarten) nur allergenfreie Mischungen zugeben.
Handelt es sich um eine Allergie auf Futtermittelmilben, gibt es spezielle Spielregeln: praktisch getreidefreie Fütterung ... Kartoffel und gewaschener Reis geht, aber keine Nudeln oder andere getreidehaltige Produkte.
Wenn diese Regeln nicht eingehalten werden, wird es darauf hinauslaufen, sehr viele kommerzielle Futtermittel durchzuprobieren, ohne wirklich voran zu kommen.
Omega-3-Fettsäuren helfen gegen Rötungen, Entzündungen der Haut, allerdings können manche Öle selbst allergen wirken (Fischöl). Der Markt für diese Mischungen ist recht groß.
Es gibt Laboruntersuchungen, die allerdings keine absoluten Antworten geben. Das Immunsystem der Hunde ist eben etwas anders ... falls Zweifel bestehen, ob überhaupt eine Allergie vorliegt, hilft der Vortest bei der Klärung dieser Frage.
Grundsätzlich kommen auch noch andere Ursachen für den Juckreiz in Frage, die Allergie steht bei mir ganz oben.
Wenn Sie an Ihrem neuen Wohnort nicht spontan einen dermatologisch versierten Tierarzt finden, helfen Ihnen die Seiten der Landestierärztekammer sicher weiter, es gibt dort eine Suchfunktion mit Spezialisierungen.