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Dr.med.vet R.von der Lahr
Dr.med.vet R.von der Lahr, Tierarzt
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 210
Erfahrung:  Großtier und Kleintierpraxis seit 1993
47344462
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Dr.med.vet R.von der Lahr ist jetzt online.

Unser Hund Benny hatte drei Knoten an der Milz, bei dem einer

Kundenfrage

Unser Hund Benny hatte drei Knoten an der Milz, bei dem einer aufgeplatzt ist. Er wäre fast innerlich verblutet. Durch eine Not-OP konnte er gerettet werden, es mußte ihm aber die Milz entfernt werden. Die Untersuchung im Labor ergab, dass des bösartige Tumore waren. Nun überlegen wir, ob eine Chemotherapie sinnvoll ist. Wir wissen nicht, ob der Krebs schon gestreut hat. Wir haben Angst vor den Nebenwirkungen der Chemotherapie und wollen unseren Benny nicht quälen, aber verlieren möchten wir ihn auch nicht. Er ist gerade erst 8 Jahre und ein Mischlingsterrier. Was raten Sie uns
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Dr.med.vet R.von der Lahr hat geantwortet vor 7 Jahren.
Der Hund ist noch relativ jung..eine Chemotherapie lohnt sich sicher-aber,wo sitzt der Grundtumor(in der Milz sind ja meistens Metastasen)?Welche Art von Tumor ist es?Je nach Art gibt es auch unterschiedliche Chemotherapien mit unterschiedlichen Nebenwirkungen..Wir haben schon Fälle gehabt,die in Tübingen behandelt wurden,mit außerordentlich großem Erfolg..Wir sind in der Eifel,also fahren..weit fahren muß man schon..Chemotherapie nur von erfahrenen Fachärzten durchführen lassen.
MfG
René von der Lahr
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Herr von der Lahr,

der Befund für unseren Benny lautet im Wortlaut wie folgt:
Die größere, blutreiche Vorwölbung zeigt ein maschenartiges Netz aus blutgefüllten Räumen und Spalten, zum Teil mit Thrombosierung. Diese sind ausgekleidet von Trabekeln und Septen aus plumspindeligen Zellen mit ovalen bis abgeflachten Zellkernen und etwa eine Mitose in jedem zweiten 400er HPF. Der kleinere Knoten zeigt überwiegend große, aktivierte Lymphfollikel mit blastären Zentren, jedoch ohne deutliche maligne Atypien.
Diagnose: Hämangiosarkom der Milz und noduläre Hyperplasie
Dignität: Hämangiosarkom: maligne

Das ist für Sie wahrscheinlich besser verständlich als für uns. Können Sie uns das bitte erläutern und welche Chancen bestehen für unseren Hund und wäre eine Chemo ratsam?

Vielen Dank für Ihre Bemühung.

Fam. Simon
Experte:  Dr.med.vet R.von der Lahr hat geantwortet vor 7 Jahren.
Fam. Simon

Liebe Familie Simon..
Ich antworte hier stellvertretend für meinen Mann,da ich(auch Tierärztin)mich in der Kleintieronkologie besser auskenne.
Der Tumor ist leider sehr bösartig und bildet zu 100 Prozent Metastasen in anderen Organen.Auch wenn die Milz jetzt entfernt wurde,so ist der Tumor noch im Körper.Auch mit einer Chemotherapie,die alle drei Wochen erfolgen würde .Es erfolgen Infusionen mit drei verschiedenen Medikamenten(in den meisten Fällen).Diese sind recht aggressiv,insbesondere Vincristin (kenne ich leider auch persönlich).Die durchschnittliche Überlebensrate trotz Therapie liegt nur bei einem Jahr.
Bei anderen Tumorformen ist die lebensverlängernde Wirkung einer "Chemo" deutlich höher.Ich persönlich würde daher eher abraten und den Hund seine Tage geniessen lassen.Bei einem intakten Immunsystem und einem "glücklichen Hundeleben" arbeitet vielleicht der Körper auch selbst recht erfolgreich gegen den Krebs.
Sollten Sie dennoch Behandlung erwägen:
fFagen fragen fragen...Würde mir Befunde und Röntgenaufnahmen schnappen..wenn Kosten egal sind CT machen lassen um weitere Veränderungen zu finden..und zu einer Uniklinik fahren Uni Giessen,Hannover etc..oder eine sehr gute Klinik,die Erfahrung hat mit Chemotherapie..diese Behandlungsform nimmt zwar zu,aber ist noch nicht allgemeiner Standart.Dann einen erfahrenen Onkologen nochmals diesselbe Frage stellen,wie hier im Netz--und schnell müßte das passieren.
Ich hoffe ich konnte helfen..eure Entscheidung zu fällen..drücke auf alle Fälle Daumen
Viele Grüße Anja