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Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Pferde
Zufriedene Kunden: 16734
Erfahrung:  Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
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Corina Morasch ist jetzt online.

bei meiner Frage geht das um das Thema Arthrose

Diese Antwort wurde bewertet:

bei meiner Frage geht das um das Thema Arthrose und deren Behandlung

Zur Vorgeschichte: Mein neunjähriger Ponywallach (Shettymix) war immer putzmunter. Er hat in den 3,5 Jahren, in denen er bei mir ist nie Lahmheiten gezeigt. Im September hat er dann von jetzt auf gleich im Schritt angefangen zu lahmen (kein Stolpern, umknicken etc.). Er wollte anfangs gar nicht mehr auftreten. Ich dachte erst er hat ein Hufgeschwür aber das wurde durch den Hufbearbeiter und später die Tierärztin ausgeschlossen. Die TÄ konnte nicht zuordnen, woher der Schmerz kommt. Sie hat dann auf Verdacht das Fesselgelenk geröntgt - o.B. Eine Osteopathin hat eine Blockade am Karpalgelenk gelöst. Danach wurde die Lahmheit zunächst besser aber nicht gut. Er wurde dann mit Metacam behandelt. Das hat aber keine Besserung gebracht. Die Osteopathin war noch mal da, konnte aber nichts besonderes mehr feststellen. Eine zweite TÄ war sich nach der Untersuchung sicher, dass der Schmerz aus der Schulter kommt. Deshalb sind wir letzte Woche in die Klinik gefahren. Die Schulter wurde geröngt und mit Ultraschall untersucht. Diagnose: Schwere Arthrose. Er hat Cortison und Hyaluronsäure in die Schulter gespritzt bekommen. Davon merke ich bis jetzt allerdings keinerlei Wirkung. Heute hat mich die TÄ angerufen und gesagt, ich müsse ihm nun Danilon geben, da er sonst eine Belastungsrehe auf dem anderen Vorderbein kriegen würde.Ich habe nachgelesen und gesehen, dass Danilon Phenylbutazon ist. Davor wird bei kleinen dicken Ponys immerwieder gewarnt, da es Rehe auslösen könne. Jetzt bin ich sehr verunsichert und weiß nicht, was ich machen soll. Soll ich ihm das Medikament geben? Gibt es etwas, was in Bezug auf Rehe unbedenklich ist? Die andere Frage ist natürlich grundsätzlich, wie kriege ich ihn aus diesem akuten Schub raus? Ich habe Mobicare gekauft, was er ab heute ins Futter bekommt. Zusätzlich bekommt er Brennnesseltee und ich behandle die Schulter mit Quark. Blutegel könnte ich nächste Woche besorgen. Akupunktur fällt mir noch ein, da bin ich mir aber nicht sicher, ob es jemanden in meiner Nähe gibt, der das gut macht. Die Lahmheit ist sehr stark und ich habe Angst, dass wir das garnicht mehr in den Griff bekommen. Ich bin deshalb für jeden Tipp dankbar.

Hallo,

wurde der Huf auch genauer untersucht geröngt? Der Befund ist nur leicht,ich kann mir nicht vorstellen das die Lahmheit davon kommt? Wenn wäre eher eine Fissur an der Schulter denkbar,eine so starke Lahmheit welche plötzlich auftritt,ist selten eine Arthrose,der Befund passt nicht zu der starken Lahmheit.Mein verdacht,das es vom Hufbereich kommt.Als entzündungshemmendes Mittel würde ich Finadyne oder Metacam empfehlen,dies ist meist besser verträglich als Phenylbutazon.Ist das Pony unbeschlagen ? Im Moment hat er Boxenruhe?

Beste Grüße

Corina Morasch

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo Frau Morasch,
mein erstes Gefühl war auch, dass es vom Huf kommen muß (Hufgeschwür).Direkt nach Auftreten der Lahmheit konnte ich auch alle Gelenke bewegen, ohne dass er reagiert hätte und es war nichts warm oder geschwollen (zumindest konnte ich das nicht feststellen). Der Huforthopäde, und beide Tierärztinen, die das Pony untersucht haben, haben ein Hufgeschwür jedoch ausgeschlossen.
Das Fesselglenk wurde ca. drei Wochen nach Auftreten der Lahmheit geröngt. Da war der Huf mit drauf. Die Tierärztin dachte tatsächlich zuerst dass sie eine Fissur an der Fessel sehen könne, war sich aber nicht sicher. Nachdem sie die Röntgenbilder nochmals am größeren Bildschirm angeschaut hatte, sagte sie jedoch, dass alles O.K.sei. Leider kann ich Ihnen diese Röntgenbilder jetzt nicht zuschicken, da ich heute darauf keinen Zugriff habe. Ich kann sie Ihnen aber gerne in den nächsten Tagen nachreichen.Dass sie die Arthrose als nicht so schwer einschätzen macht mir wieder Hoffnung. Die Tierärztin, die die Schulter geröngt hat sagte, der Befund sei sehr schwer und das Gelenk sei kaputt.
Da die Lahmheit so plötzlich und unerwartet aufgetreten ist, war für mich die Diagnose Arthrose auch überraschend. Das Pony wird allerdings nicht geritten, sondern geht nur spazieren, so dass ich evt. Vorboten dieser Lahmheit vielleicht einfach nicht bemerkt habe.
Metacam hat er schon bekommen, einmal eine Woche lang und dann nochmal 12 Tage. Beim ersten mal habe ich dadurch keinen Unterschied bemerkt. Beim zweiten mal lief er besser aber bei weitem nicht lahmfrei. Finadyne kenne ich bisher noch nicht.
Das Pony ist unbeschlagen. Alle vier Wochen werden die Hufe durch einen Huforthopäden bearbeitet. Wobei wir seit der Lahmheit nur drei Hufe bearbeiten können. Er kann leider vorne rechts auf dem betroffenen Bein allein nicht stehen, deshalb ist der Hufe vorne links seit Sept. unbearbeitet.
Er lebt im Offenstall mit kleinen befestigtem Paddock und kann sich auf 70qm frei bewegen. Bei ihm ist ein weiteres Shetty. Er ist ranghoch und wird deshalb nicht gescheucht.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Haben Sie einen Vorschlag, wie ich jetzt weiter vorgehen kann? Noch einen Versuch mit Metacam, obwohl dies schon versucht wurde oder lieber Finadyne? Wie lange sollte das Mittel dann gegeben werden?
Wenn Sie die Arthrose als Ursache anzweifeln, sollten wir mit der Diagnostik weiter machen? Ich habe überlegt ob Thermografie vielleicht sinnvoll wäre um festzustellen, wo im Körper etwas nicht in Ordnung ist. Was halten Sie davon?
Warum genau vermuten Sie dass das Problem vom Huf kommt?
Sie hatten nach der Boxenruhe gefragt. Halten Sie die für notwendig? Ich habe mich bisher dagegen entschieden, da er große Probleme in den Wendungen hat. Geradeaus kann er besser gehen. Da er in der Box jede Bewegung eine enge Wendung wäre dachte ich bisher es sei besser ihn auf den Paddock zu lassen.

Hallo,

da hochgradige Lahmheiten meist vom Hufbereich herkommen oder aus der Schulter,nur schient mir der befund dort zu gering.Eine Arthrose entsteht auch nicht von einem Tag auf dem anderen sondern ist ein schleichender Prozeß mit einer geringen lahmheit am anfang .Geben sie Finadyne und lassen sie bitte einen guten Hufschmid den Huf nochmals mit der Hufzange untersuchen.Eventuell eine Röntgenutnersuchung vom Hufbereich bis Karpalgelenk erstellen lassen.Finadyne würde ich ca 5-7 Tage verabreichen,nicht länger da leider alle Entzündungshemenden Mittel den magen angreigen.Sicherheitshalber gibt man dazu Omeprazool als Magenschoner.Eine Thermographie ist meist nicht wirklich sinnvoll wenn dann eher eine Szinthigraphie ,zuvor würde ich aber eine genauere Diagnstik des Hufbereichs bis Karpalgelenk durchführen auch mit diagnostischen Injektionen.Leider kommt es nicht selten vor das Lahmheiten in diesen bereich nicht genau diagnostiziert werden und Pferde dann mit tief sitzenden Hufgeschwüren im CT etc landen was aber eigentlich unnötig ist.

Beste Grüße und alles Gute

corina Morasch

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Liebe Frau Morasch,
der Huf wurden in den letzten zwei Monaten drei mal mit der Hufzange untersucht, vom Huforthopäden, und von zwei Tierärztinnen. Zuletzt vor einer Woche in der Klinik. Jedesmal wurde ein Hufgeschwür ausgeschlossen. Gibt es Hufgeschwüre, die mit der Hufzange nicht diagnostizierbar sind?
Ich sende Ihnen noch die Röntgenbilder des Fesselgelenks, die drei Wochen nach Auftreten der Lahmheit gemacht wurden. Müsste man darauf ein vorhandenes Hufgeschwür erkennen? Wenn nicht, lasse ich gerne nochmal röntgen.
Meinen Sie mit diagnostischen Injektionen eine Leitungsanästhesie?

Hallo,

in Ordnung,ein Hufgeschwür ist nicht erkennbar,es gibt manchmal tief sitzende Hufgeschwüre,welche nicht mit der Hufzange gleich diagnostiziert werden,allerdings bestehen diese nicht über 6 Wohen sondern brechen dann doch irgendwann auf.Steingalle wäre auch denkbar,aber ebenfalls eher unwahrscheinlich.Die Röntgenbilder sind soweit in Ordnung,eventuell müsste man eine noch genauere Aufnahme des Hufbereichs erstellen um z.B. eine Hufbeinfissur auschlißen zu können.ebenso könnte es sich um eine Fissur im Schulterbereich handeln.Besteht die Lahmheit immer noch gleichbleibend oder trat zwischenzeitlich eine Besserung ein.Ich gehe davon aus das das Pony nun Boxenruhe erhält? Ich würde in jeden fall über ca 8 -10 Tage ein entzünungshemmendes Schmerzmittel wie Fiandyne geben,nicht Phenylbutazon ,da dieses gerade für Ponys nicht so gut verträglich ist.Ferner ihn 6-8 Wochen Boxenruhe geben und dann die Lahmheit überprüfen.

Beste Grüße und alles Gute

Corina Morasch

Corina Morasch und weitere Experten für Pferde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
O.K., so werde ich es machen. Ich habe das Gefühl, dass die Lahmheit seit Freitag minimal besser geworden ist. (Am Freitag wurden die Hufe bearbeitet- vielleicht Zufall, vielleicht nicht). Allzu optimistisch stimmt mich diese Verbesserung aber noch nicht. Es gab in der Vergangenheit immer mal wieder Phasen, wo ich dachte, es bessert sich. Das hat allerdings nie lange gehalten. Nun hoffe ich, dass wir durch ihren Behandlungsvorschlag einen Schritt weiter kommen.
Herzlichen Dank bis hier hin. Evt. wende ich mich