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Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Pferde
Zufriedene Kunden: 16165
Erfahrung:  Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
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Corina Morasch ist jetzt online.

Hallo, mein Pferd hat laut Tierarzt einen Einschuß. Das

Kundenfrage

Hallo,

mein Pferd hat laut Tierarzt einen Einschuß.
Das rechte Hinterbein hat nur auf der Außenseite eine deutliche Schwellung, die leicht warm ist.
Es liegen keine offenen Wunden vor. Das Pferd geht nicht lahm. Mittlerweile ist die Stelle z.T. Druckschmerz-empfindlich, was sie zu Anfang nicht war.
Die bisherige Behandlung war : laut Tierarzt Metacam i.v., Percutin-Salbe, Influzam 1x täglich dem KG entsprechend.
Bisher ist keine Besserung (Behandlung war erstmals letzten Freitag), eher Verschlechterung. Nach dem Reiten ist das Bein meist deutlich besser, die Schwellung geht aber am tiefsten Punkt (oberhalb des Fesselgelenks) auf einer ca. handflächen-großen Fläche nicht zurück.
Noch zur Vorgeschichte: Das Pferd hat sich auch ein paar Tage zuvor eben dieses Bein, an dieser Stelle "im Kampf" mit seinem Stallnachbarn auf dem Paddock angeschlagen.
1. Kann die Schwellung auch daher kommen ?? Und wie sollte ich sie therapieren ?
2. Mein TA möchte das Pferd nun mit einer einmaligen Gabe Antibiotika therapieren, was aber zur Folge hätte, dass es für 56 Tage wegen Dopings gesperrt wäre. Haben Sie da eine andere Therapiemöglichkeit ??

Ich wäre Ihnen für eine rasche Antwort dankbar !!!

Mit kollegialen (ZA) Grüßen
St. Hümmer-Frank
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Pferde
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

danke für Ihre Anfrage, welche ich gerne beantworte.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Schlag die Ursache für die Schwellung ist. Damit ein "Einschuss" einsteht, müssen aber Keime über eine (kleine) zhunächst offene Wunde eingedrungen sein. Ist eine Wunde erkennbar? Auch evtl. bereits verkrustet?

Beste Grüße und alles Gute,
Corina Morasch
Tierärztin
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Es hat sich mittlerweile eine kleine Wunde gebildet (evt. als Reaktion auf die zahlreichen aufgetragenen Pasten, Tensolvet+ Precutin).
Das Pferd hat kein Fieber, aber auf Grund der Hitze hat sich die Schwellung verstärkt.


Die kleine oberflächliche Wunde ist unter dem Percutin z.T. verkrustet.


 


Gruß


St. Hümmer

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

in Ordnung,sehr wahrscheinlich sind Bakterien durch gerade sehr kleine Wunden in das bein eingetreten welche nun zu dieser reaktion auch der druckschmerz ist dafür typisch führen,in diesen Fall sollte schnellst möglich mit Antibiotikum über 5 tage behandelt werden,Mittel der wahl ist Penicillin ,da es sonst zu einer Sepsis führen kann,da sich die bakterien dann über das bein in den ganzen Körper ausbreiten.Auch wenn man dann in der regel 4-6 Wochen nicht aufs turnier kann ist dies in jeden Fall die dringend zu empfehelnde Therapie,auch mit Metacam kann man 8-10 Tage wegen Doping nicht aufs Turnier.Ferner wäre ein Rivanolangußverbandüber 3-4 tage bei einem nicht schlachpferd ratsam zu machen.Die Kruste mit wasserablösen und mit 3 % Wasserstoffperoxid desinfizieren ist ebenfalls empfehelnswert zu machen.Dann sollte das bein nach 1 Woche wiederabgeschwollen etc sein da durch das Antibiotikum die bakterien beseitigt wurden.

Beste Grüße und alles Gute

Corina Morasch
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte bewerten Sie meine Antwort positiv wenn Sie zufrieden sind. Nur durch eine positive Bewertung wird meine Arbeit vergütet. Sollten Sie noch nicht zufrieden sein, können Sie beliebig oft nachfragen, bis Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten. Prinzip von justAnswer ist, die Bemühungen der Experten durch Anklicken einer positiven Bewertung zu honorieren. Vielen Dank im Voraus.

Beste Grüße,
Corina Morasch
Tierärztin
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,


die Schwellung ist nun unter Antibiotika-Therapie größtenteils weggegangen. Laut meines TA ist der Einschuß weg. Die noch bestehende Schwellung führt er auf den Schlag/das Trauma zurück.


Seiner Meinung nach könnte sie auf


1. eine Periostitis


2. eine Knochenabsplitterung oder


3. eine Fraktur des Griffelbeins


zurückzuführen sein. Um das genau abzuklären, bräuchte ich sicherlich eine Röntgen-aufnahme, die bei uns aber nicht so einfach zu machen ist ( kein gutes Rö-gerät vorhanden)


Nun meine Frage:


Müßte das Pferd bei einer Fraktur oder Knochenabsplitterung nicht lahm gehen ?


Die Schwellung ist ca. 3cm oberhalb des Fesselgelenks, an der Außenseite des Hinterbeines. Liegt da das Griffelbein ?


Wie sieht die Therapie einer Periostitis aus?


.. ich mache meinem Pferd i.M. kühlene u desinfizierende Umschläge, die ihm anscheinend gut tun. Ich wollte Rivanol verwenden, war mir aber nicht sicher, ob das auf der Dopingliste steht. Als ich dazu meinen TA fragte, meinte er nur: "Rivanol ist für Pferde nicht zugelassen, also nicht erlaubt!" Können SIe mich da bitte einmal aufklären ?


Vielen Dank für ihre Antwort !!


Lg


Stephanie Hümmer


P.S.: .. eine Frage in eigener Sache. Können Sie mir ein gutes Pferde-Anatomiebuch empfehlen ? Und/oder eines über z.B. "Erkrankungen des Bewegungsapparates" ?? ;-) wäre supernett !!!


 

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

danke für Ihre Antwort.

Bei einem Bruch oder Absplitterung entstehen in der Regel starke Schmerzen, so dass das Pferd fast immer lahm gehen wird. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Ursache besteht und keinerlei Lahmheit aktuell zu sehen ist. Um dies aber genau zu klären, müsste in der Ta eine Röntgenaufnahmen gemacht werden.

Eine Periostitis wäre eine Möglichkeit, würde ich in Ihrem Fall aber zunächst nicht vermuten.

Sie können Rivanol beim Pferd verwenden, es muss aber im Pass dann auf "Nicht Schlachtung" gekennzeichnet sein. Es wäre wegen der Schmwellung zu empfehlen noch 5 Tage einen Rivanol Angussverband zu machen. Dieser zieht die Entzündung und Schwellung aus dem Körper.

Empfehlen kann ich Ihnen diese Bücher:

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Beste Grüße und alles Gute,
Corina Morasch
Tierärztin
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

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Beste Grüße,
Corina Morasch
Tierärztin

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