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Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Pferde
Zufriedene Kunden: 15524
Erfahrung:  Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Pferde hier ein
Corina Morasch ist jetzt online.

Guten Abend,ich stehe am Rande der Verzweifelung.Mein

Kundenfrage

Guten Abend, ich stehe am Rande der Verzweifelung. Mein Pferd Hannoveraner / Mecklenburger Fuchsstute, 173cm Stockmaß, 15 Jahre, ausgebildet bis M, ein echtes Sportpferd. Kein Tuniersport, reine Freizeitreiterei. Im April d.J. fing mein Pferd an auf der rechten Hand unrund zu laufen. (leichtes Ticken) Trotz Schonung verschlimmerte sich dieses bis zur absoluten Lahmheit und Körpersteifigkeit innerhalb von 4 Wochen. Eingesetzt wurde: eine Ostheopatin, welche 2-3 Wirbel deblockierte, ansonsten eine allgemeine Steifigkeit feststellte. Mit dem Tierarzt wurden Röntgenaufnahmen angefertigt - ohne besonderen Befund. Es wurde eine Hufrollenentzündung diagnostiziert und 2 mal mit Gelenksspritzen behandelt. Zwischendurch wurden die Ermattungssymtome und die allgemeine Laufunlust etwas besser bis hin zu gut, so dass ich das Pferd in seinem Bewegungsdrang sogar zurücknehmen musste, jedoch verschlimmerte sich die Lage aber immer wieder innerhalb von 3 Tagen. (Jojo-Effekt 4-5mal) Das Pferd wurde per recomBlot lgG positiv auf Borreliose getestet. Es erfolgte eine 5 wöchige Behandlung mit Antibiotika Medikamenten in Depot-Spritzen-Form sowie per Pulver über das Futter. Seit gut 4 Woch ist der allgemeine Gesundheitszustand sehr gut, sie ist hell-wach, lauffreudig, möchte richtig Gas geben, wird aber zurück genommen. Seit Mai reite ich das Pferd nicht mehr, sonder gehe an der Hand spazieren und longiere etwas. Nach gut 10 Min. beginnt jedoch immer noch das "Ticken" im Trab, die rechte hand mehr als die Linke. In den letzten Tagen bemerkte ich ein sofortiges Ticken im Trab. Heute ist eine akute Steifigkeit festzustellen, eingehend mit einer leichten Ermattung. Vor 14 Tagen haben wir die Gegenblutprobe (nach 4 wöchentlicher Pause zur letzten Behandlung) machen lassen. Ergebnis: Die Blutwerte sind 1:1 genau so schlecht wie vor der Behandlung. Ich verstehe nicht, warum das "Ticken" im Trab nicht weggegangen ist, der Schritt und der Galopp jedoch sauber sind. Das Pferd wieder 100% hell wach war, super sportlich drauf und zurückgenommen werden muss, wenn gleich die Blutwerte so schlecht wie zu ihrem schlechtesten Krankheitszustand waren. Mittlerweile haben mich die Behandlungskosten gut 2.500,-€ gekostet und die Ursache scheint immer noch nicht gefunden zu sein. Heute wurde Blut zur Beurteilung einer Wechselstoffstörung vorgenommen. Ich selber habe nun vorerst beschlossen ausschließlich gekauftes Zusatzfutter zu verfüttern um ggf. ursachen aus der Hafer, Heu und Silagefütterung auszuschließen. Können Sie sich einen Reim auf einen solchen Fall machen? Ich bin über jeden Tip sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Thomas Siemer


 


Die Blutwerte des recomBlot lgG:


 


p100-positiv


VlsE-positiv


p41-positiv


p41/intern-positiv


 

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Pferde
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter. Hr. Siemer,

 

danke für Ihre Anfrage. Ich habe mir den Fall genau durchgesehen.

 

Ich gehe von zwei Ursachen aus. 1. Die Borreliose, die wenn diese schon länger besteht auch durch das Antibiotika nicht immer voll zu behandeln ist. Die Mattigkeit und Steifigkeit ist die Folge. 2. Weiterhin Probleme mit der Hufrolle, die zu der Lahmheit führt.

 

Welches Antibiotika haben Sie für die Langzeittherapie verwendet?

 

Um eine Besserung zu erreichen müsste beides so gut es geht behandelt werden, die Prognose ist aber vorsichtig zu stellen, da bereits viel ausgeschöpft wurde. Sie können es für die Borreliose mit einer alternativen Therapie versuchen. Es handelt sich um Effektive Mikroorganismen. Infos finden Sie hier:

http://em-ratgeber-online.de/em-anwendungen/43-allgemein/52-effektive-mikroorganismen-pferd.html

 

Die Hufrolle sollte weiter Klassisch mit Spezialbeschlag und Zusatzfutter wie Myoplast und Equitop behandelt werden. Wurde ein Selenmangel ausgeschlossen?

 

Beste Grüße und alles Gute,

Corina Morasch

Tierärztin

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Morasch,

 

Ich versuche Ihnen noch weitere Informationen zu geben:

 

Blutuntersuchung, Großes Blutbild am 13.01.2011 ergab folgende Unter- oder Überwerte:

 

Chlorid (CI-) 87 von 95

Aspartat-Amino-Transferase (AST) 400 von 0

gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) 33 von 0

Keratinkinase (CK) 140 von 0

Gesamtprotein (TP) 52 von 55

 

Am 23.5 wurde folgendes gespritzt bzw. verabreicht:

Mecain 2%

Hyalovet 20, 2ml

Depo-Medrate

Metacam 100ml

 

Am 06.07.:

Hyalovet 20, 2ml

Depo-Medrate

Metacam Suspension 100ml

 

Am 05.08.:

Equioxx Injektion

Traumeel 5ml

Zeel 5ml

Equioxx Paste für mehrere Tage

 

Am 08.08.:

Equioxx Injektion

Equioxx Paste

 

Am 15.8.:

Naxcel 100ml

Metacam Suspension 250ml für mehrere Tage

 

Am 26.8.:

Naxcel 100ml

 

Am 07.9.:

Equioxx Injektion

Ekyflogyl

Centidox 10% 330g

 

Das angwandte Antibiotika wurde mir als recht zuverlässig verkauft, obwohl dies wohl noch keine Zulassung für den deutschen Markt besitzt. Angeblich wurde es aber sehr Erfolgreich in der Rinderzucht angewandt. Daher stimmte ich diesem Rat zu.

 

Eine erneute Hufrollenentzündung schließt derzeitig mein Arzt aus, da wie Beschrieben das Pferd seit Monaten in einem Ruhezustand ist und nicht geritten wird. Er meint, dass eine Hufrollenentzündung nur von einer Überbeanspruchung entstehen kann.

 

Über einen Seelenmangel kann ich keine Aussage treffen.

 

Ihren Hinweis auf die Anwendung mit Microorganissmen werde ich mir gern mal anschauen.

 

Bei der heutigen Untersuchung viel auch erstmals das Wort Hufrehe, so dass ich langsam gar nicht mehr weiß wo ich anfangen soll.

 

Soweit zu diesen neuen Informationen.

 

Grüße

 

Thomas Siemer

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

 

an Hufrehe glaube ich anhand ihrer Beschreibung eher nicht,da daß Pferd sich dann sehr schlecht immer bewegen würde,wendeschmerz zeigt ,Pulsation an den Vorderbeinen und warme Hufe hätte.Ich würde ihnen aber raten auf jeden Fall ein aktuelles Blutbild erstellen zu lassen und hierbei auch die Muskelwerte und Mineralien inklusive Selen mituntersuchen zu lassen.Über das Internet ist es leider sehr schwierig ohne das Pferd selbst untersuchen zu können eine genaue Aussage zu treffen.Aber auch eine stoffwechselerkrankung wie Cushing oder das Equine Metabolische Syndrom kämen in Frage,wobei die Pferde dabei auch äüßerliche Mermale wie bei Cushing langes fellkeid auch im Sommer und bei dem metabolischen Syndrom Anzeichen einer "Verfettung" wie ein starker Hals-Mähnenkamm und an der Kruppe etc zeigen.Dies kann ich leider von hier aus nicht beurteilen.Eventuell kann man dies aber bei der Blutuntersuchung mittesten lassen z.B. für Cushing den ACTH-Spiegel im Blutplasma .

Ich wünsche ihnen und ihrem Pferd alles Gute.Sie können sich gerne nochmals melden wenn sie weitere Fragen haben.

 

Beste Grüße

 

Corina Morasch

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Frau Morasch,

 

ich vergaß zu erwähnen, dass ein starker Wendeschmerz und eine starke Pulsation an den Vorderbeinen derzeitig besteht.

 

Die von Ihnen erwähnten Begleiterscheinungen zu einer möglichen Stoffwechselstörung kann ich jedoch verneinen. Nichts in der Art liegt vor.

 

 

Grüße Thomas Siemer

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

 

in Ordnung ,die jetzt von ihnen erwähnten Symtome würden dann durchaus für eine Hufrehe sprechen,welche auch gerne eine "begleiterscheinung" der Borrelioseerkrankung sein könnte.Auch die von mir erwähnten Erkrankungen haben häufig auch eine Hufrehenerkrankung.Wie gesagt da ihr Pferd eine Borrelioseerkrankung leider hat könnte eine Hufrehe daher durchaus möglich sein.Diese müßte man mit Boxenruhe dicker Einstreu,kühlenden Hufverbänden und entzündungshemmenden Medikamenten wie Finadyne oder Metacm behandeln.Wie gesagt ich würde ihnen auch zu einer nochmaligen Blutuntersuchung raten.

 

Beste Grüße und alles Gute

 

Corina Morasch

Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Pferde
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Morasch,

 

ich habe mir soeben den Link über das Thema Mircro Organismen angeschaut, welchen Sie mir o. mitgeteilt hatten.

 

Aber wass haben die Vergleiche einer Blindarmentzündung oder Sommerexzeme mit meinem Fall zu tun. Zu diesem Thema konnte ich nicht in Verbindung zu einer Borreliose finden.

 

Können Sie mir bitte sagen was Sie hierzu meinten???

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thomas Siemer

 

 

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

danke für Ihre Antwort.

Zusätzlich zu den aufgezeigten Beispielen für EM wurde auch gute Erfahrungen bei der Behandlung von Borreliose gemacht.

Beste Grüße und alles Gute,
Corina Morasch
Tierärztin

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