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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Pferde
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Meine Franz. Bulldogge hat seit 3 Tagen ein Ohrenproblem, er

Kundenfrage

Meine Franz. Bulldogge hat seit 3 Tagen ein Ohrenproblem, er kratz sich und versucht sich irgendwie zu jucken. So schlimm wie heute war es noch nicht. Ich habbe dann mit Wattestäbchen einmal die Ohren sauber gemacht und diese waren sehr feucht und gestern braun heute gelblich und etwas rötlich, ich denke vom kratzen. Ich kann heute leider nicht zum Arzt fahren, erst morgen. Kann ich etwas selber tun? ausspühlen mit irgendwas oder haben sie sonst einen Tipp? Er wird wirklich wahnsinnig und schüttelt sich dauernd. Was kann ich tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Pferde
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

folgende Ursachen führen in der Regel zu Ohrentzündungen:

-Parasiten, Bakterien oder Pilze (Diagnose durch Reinschauen ins Ohr mit Otoskop und Untersuchung einer Tupferprobe mikroskopisch und im Labor)

- Entzündungen durch Imunstörungen bedingt (Allergien).

 

Bitte stellen Sie Ihren Hund baldmöglichst einem Tierarzt vor, da sich die Therapie sinnvollerweise nach der Diagnose richtet.

 

Folgendes könnten Sie unterstützend tun:

-Falls vorhanden: Ohr reinigen mit Ohrreiniger (Dreck rausschütteln lassen), notfalls auch abgekochtes Wasser mit etwas Kamille oder Calendula

-Kombinationspräparat: Surolan, Panolog, Aurizon (enthalten alle Antibiotikum, Antimykotikum und zur Reizlinderung etwas Cortison), notfalls könnte man auch etwas Augensalbe mit Cortison und Antibiotikum geben.

 

-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel im Ohr durch die Gabe von 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen,, gegen den Juckreiz kann man Cardiospermum D3 3x täglich geben, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein. Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöpathischen Konstitutionsmittels sinnvoll.

-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Aurisan (plantavet, u.a Thymianöl-enthaltender Ohrenbalsam), zur entsprechenden Ohrenreinigung ist Auriclean geeignet

Man kann auch verdünnte Calendulatinktur verwenden

-Propolispräparate

 

-Falls Erreger ausgeschlossen/behandelt sind und mit Futterumstellung, Homöopathie und Phytotherapie kein Erfolg erzielt wurde, eignet sich zur Behandlung einer Allergie das Mittel Atopica (Novartis), das längerfristig besser verträglich ist als Cortison

 

-Als letzte Möglichkeit (v.a. bei sehr stark zugeschwollenen Gehörgängen) kommen operative Verfahren in Frage, bei denen ein Teil des Ohrknorpels entfernt wird mit der Folge einer besseren Belüftung und Zugänglichkeit des Gehörganges.

 

Zum Ausschluß einer Allgemeinerkrankung evtl. ein Geriatrisches Profil (Blutuntersuchung aller wichtigen Organe incl. Blutbild), zum Ausschluß eines raumfordernden schmerzhaften Prozesses im Kopf evtl. MRT machen lassen (nur wenn alles andere keine Änderungen bringt; ist teuer und aufwändig)

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 



Verändert von bergsonne am 26.12.2010 um 11:14 Uhr EST