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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo zusammen, ich habe einen 11 Jahre alten Kater, bei dem

Kundenfrage

Hallo zusammen,
ich habe einen 11 Jahre alten Kater, bei dem Anfang des Monats aufgrund einer Biopsie festgestellt wurde, dass er an seiner linken Hinterpflote am Fußballen einen bösartigen Tumor hat ( Melanom) und dieser nur durch eine Amptation des Hinterfußes ggfs. aufgehalten werden kann. Diese Operation möchte ich jedoch meinem Kater ersparen. Deshalb meine Frage: wie kann ich erkennen, dass er Schmerzen hat, bzw. wie es ihm wirklich geht. Er soll nicht leiden müssen, nur weil uns ein Abschied unendlich schwer fallen würde. Wir wechseln jeden 2 Tag den Verband, was jedoch der pure Stress für unseren Kater bedeutet. Die letzen beiden Male hat er Stunden danach noch "gesabbert". Das hat er noch nie getan. Die Wunde bricht beim Verbandswechsel jedoch immer wieder auf und blutet. Ich möchte, dass es ihm gutgeht soweit es in dieser Phase seines Gesundheitszustandes noch möglich ist. Es ist für mich jedoch schwer auszumachen wie es ihm wirklich geht. Schmerzen etc. Seit 2 Tagen tritt er nicht mehr mit der Hinterpfote auf. Was kann ich tun?
Vorab bereits besten Dank
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo,

das ist eine sehr schwere Entscheidung.

Daß er die Pfote gar nicht mehr verwendet und nach dem Verbandswechsel solange speichelt spricht leider dafür, daß er Missempfindungen / evtl. sogar Schmerzen hat und es ihm nach dem Verbandswechsel gut geht (Speicheln ist bei Katzen manchmal ein Zeichen starker erregung und von Ekel).

Frisst er noch? Sucht er Kontakt und genießt es noch, wenn Sie ihn streicheln?

Man könnte versuchen, ob sich der Zustand durch Gabe eines Schmerzmittels (Metacam) bessert.

Wenn er vom Allgemeinbefinden noch sehr gut ist , noch keine Metastasen vorliegen und Herz-Kreislauf, die Organwerte und auch Ihre finanziellen Möglichkeiten es zulassen, würde ich Ihnen´doch zur Amputation raten. Wenn er das Bein jetzt nicht verwendet, ist dies nach der Operation keine Verschlechterung bzgl. der Fortbildung.

Schon wenige Wochen nach der Operation hätte er jedenfalls deutlich weniger Schmerzen als derzeit.

Ohne Amputation fürchte ich, daß der Zeitpunkt des Einschläferns leider schon sehr nah ist.

Falls Ihre Katze sich nur noch zurückzieht oder trotz Schwäche unruhig ist, gar nicht mehr schmusen will und dauerhaft eine angespannte Körperhaltung haben würde, wäre der Zeitpunkt des Einschläferns gekommen, da Ihre Katze dann dauerhaft leidet. Auch völliges Einstellen von Fressen und Trinken ist oft ein Zeichen.

Solange es noch Phasen gibt, in denen sie noch Kontakt sucht und genießt, könnte man noch einen Behandlungsversuch mit metacam machen.

Unterstützend können Sie: Folgendes tun:

- Tarantula D6 1x täglich und Calcium fluoraum 2x tgl. 5 Globuli geben

- Bachblüten-Rescue-Tropfen (10 Trpf. auf 10 ml Wasser, davon 3x tgl. 5 Tropfen)

- evtl. Spray oder Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt,ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff, der manchmal ziemlich rasch wirkt; Pheromon, mit dem Katzen beim Köpfchenreiben markieren) ; der Verdampfer wird in eine Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Duft 4 Wochen ab.

- Wärmflasche anbieten, viel Streicheleinheiten

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Zwar frißt unser Kater noch Trocken-/ u. Nassfutter, aber wir können eine kontunierliche Gewichtsabnahme feststellen. z.Zt. wiegt er noch ca. 4 kg.

Er zieht sich zurück und schläft extrem viel. Seine Körperhaltung ist nicht entspannt dabei sondern eher zusammengekauert. Das Medikament "Metacam" habe ich ihm schon über einen längeren Zeitraum verabreicht, ohne dass ich feststellen konnte, dass es ihm dadurch besser geht. Eine Amputation möchte ich ihm nicht zumuten, da unser Kater bereits in jungen Jahren eine Blasenstein -OP hatte und diese nur schwer verkraftet hatte. Unser Kater hat sich in den ganzen Jahren nur sehr selten streicheln lassen.

Er liebte es gebürstet zu werden, selbst das möchte er nunmehr gar nicht. Der Kratzbaum wird nicht mehr aufgesucht, und seine sonstigen Schlafplätze gemieden. Aktuell liegt er nur noch auf einer Decke auf meinem Bett. Er lässt jetzt zwar zu, dass man ihn streichelt aber er schnurrt dabei laut. Da ich gelesen habe, dass Schnurren nicht nur Wohlbefinden sondern auch Ausdruck von Schmerzen sein kann, bin ich doch etwas hilflos der ganzen Situation gegenüber. Ob der Tumor bereits gestreut hat, kann ich nicht sagen, da hierzu weitere umfassende - leider sehr konstenintensive - Maßnahmen lt unseres Tierarztes notwendig seien. Und dann auch nicht mit Geweissheit gesagt werden kann, ob eine Amputation erfolgversprechend sei.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo,

ja leider ist es so, daß Schnurren von Katzen auch verwendet wird, um sich selbst zu beruhigen, wenn sie Missempfindungenhaben.

Daß er so abgenommen hat, könnte leider Folge von schon bestehenden Metastasen sein, aber auch natürlich, weil er wegen des Beinmelanoms weniger frisst.

Auch da er fast alle geliebten Plätze nicht mehr aufsucht - außer das Bett - muß man leider daran denken ihn bald zu erlösen, um unnötiiges Leid zu ersparen.

Unterstützen könnte man Ihre Katze bzgl. ihres Wohlbefindens evtl. noch mit folgenden Medikamenten - ich fürchte abe, daß das nur sehr begrenzte Besserung bringen würde:
- Rescue-Bachblütentropfen geben (10 Trpf auf 10 ml Wasser, davon 3- 4x täglich 5 Trpf.)
- Feliway-Zerstäuber v (enthält katzenspezifische beruhigende Wohlfühl-Duftstoffe , Gesichtspheromone, mit denen Katzen beim Köpfchenreiben von ihnen geliebte Dinge markieren, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für Menschen nicht riechbaren Duftstoff 4 Wochen lang ab; Ceva, gibt´s beim Tierarzt oder online)
- Baldriantropfen und/oder Katzenminze in mehreren Räumen verteilen

Ich wünsche Ihnen viel Kraft!

Freundliche Grüße,

Udo Kind