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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Guten Abend, meine Katze Tammy hat ein großes Ekzem, blutig,

Kundenfrage

Guten Abend, meine Katze Tammy hat ein großes Ekzem, blutig, sie kratzt, am Kopf. Sie wird extrem gemoppt von ihrer Schwester Vicky, sehr dominant. Der Tierarzt meint.....
event. die beiden trennen. Er ist aber auch nicht glücklich mit der Situation. Er kennt beide noch als Handaufzucht und Vicky hat Leukose. Ich bin im örtlichem TSV und weiß wie Tiere zu vermitteln sind .Haben Sie einen Tip???
Vielen Dank
Bettina Fingas
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo Frau Fingras,
das Ekzem am Kopf bzw. das Kratzen kann zu einem großen Teil psychisch bedingt sein (weil Tammy gemoppt wird), es könnte aber auch infektiöse (Mit-)Ursachen geben.
Auf die Stelle könnten Sie 4x tgl. ein mildes Antiseptikum geben (z.B. Kamillosantinktur , Vetsept, Braunol, Betaisodonna), zusätzlich 2x tgl.etwas Bepanthensalbe wäre gut.
Falls es nicht besser wird, verschreibungspflichtiges Kombinationspräparat: Surolan, Panolog, Aurizon (enthalten alle Antibiotikum, Antimykotikum und zur Reizlinderung etwas Cortison), notfalls könnte man auch etwas Augensalbe mit Cortison und Antibiotikum geben.
Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 2x tgl. Calendula D2 sowie dem spot-on Dermoscent essential 6 (verbessert die Hautbarriere) unterstützen
Falls es nicht rasch besser wird oder gar neue Stellen hinzukommen, bitte noch mal Ihrem Tierarzt zeigen, damit ein Abstrich genommen wird und untersucht wird(Laboruntersuchung) und dann ggf. gezielt behandelt werden kann.
Seit wann verhält sich Vicky so aggressiv? Grundsätzlich wäre eine eingehende tierärztliche Untersuchung beider Katzen sinnvoll , um organische Ursachen / Schmerzen als Auslöser auszuschließen (falls es nicht besser wird würde ich auch eine Blutuntersuchung incl. Schilddrüse und Blutbild machen lassen, insbesondere Schilddrüsenüberfunktion führt oft zu aggressivem Verhalten).
Manchmal ist ein starkes Erschrecken oder plötzliche Schmerzen einer Katze, die diese Empfindung fälschlich mit der anderen Katze in Verbindung bringt, Auslöser für plötzliches aggressives Verhalten.
Auch das „Neu-Ausfechten“ der Rangordnung kann zu plötzlichem aggressivem Verhalten zwischen Katzen führen.
Falls keine Organstörungen vorliegen (Allgemeinbefinden normal), können folgende Maßnahmen oft helfen, die Situation zu entspannen:
- Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ;
- "Felifriend" einsetzen (auch ein Katzenpheromon, beide Katzen einreiben, sorgt für gemeinsamen Gruppengeruch)
- evtl. Zylkene (enthält beruhigende Stoffe aus Milch) oder Relaxan (enthält u.a. die beruhigende Aminosäure Tryptophan)
- Bachblüten-Rescuetropfen (10 Tropfen Konzentrat alkoholfrei (für Kinder) auf 10 ml Wasser, davon 4x täglich 5 Tropfen)
-Natrium chloratum D30 3 Einzelgaben jeden 3. Tag (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette mit etwas Katzenmilch geben) ist bei Unsicherheit oft hilfreich, falls dies keine Wirkung zeigt, könnte man Argentum nitricum D12 3x täglich eine Gabe über eine längere Zeit geben.
- Lachesis C30 für die aggressivere Katze
Versuchsweise kann es sinnvoll sein, die Tiere für 3-7 Tage getrennt in 2 Räumen halten (oder in einem Raum, der durch Glaswand in 2 Hälften getrennt ist). In diesem Fall geht man dann wie folgt vor:
- Zusammenlassen nur bei Fütterung und zum Schmusen mit Ihnen
- jeden 2. Tag die Räume tauschen, so dass beide sich an den Geruch der Anderen immer wieder gewöhnen.
- Baldriantropfen und/oder Katzenminze in den Räumen verteilen (fördert Wohlbefinden) .
Schließlich könnte der ängstlicheren Katze auch das Angst reduzierende Selgian oder auch Clomicalm gegeben werden (, voller Wirkungseintritt oft erst nach 2-3 Wochen)
- Das Psychopharmakon Fluoxetin sollte möglichst nur unter Kontrolle eines verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarztes gegeben werden.
-versuchen Sie mit den Katzen viel zu spielen: Trockenfutter suchen lassen
- viele Versteckmöglichkeiten und erhöhte Plätze anbieten (haben Sie vermutlich schon).
Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.
Alles Gute & freundliche Grüße ***** *****
Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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