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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, meine 15 Jährige Katze Olga hat glaube ich Verdauungsprobleme.

Kundenfrage

Hallo,
meine 15 Jährige Katze Olga hat glaube ich Verdauungsprobleme. Sie sitzt seit gestern immer wieder im Katzenklo und kommt gar nicht mehr raus. Ich gehe morgen zum Tierarzt. Ich glaube sie hat heute zusätlich Krämpfe linksseitig miaut kurz auf und hält dann den Kopf ganz schräg und das Vorderbein knickt leicht weg. Sie krampft im Nacken und auf dieser Seite des Körpers...kann das auch ein Schlaganfall oder sowas sein. WEnn ich sie dort massiere am Nacken Kopf und Vorderbei bzw. Bauch, entkrampft sie sich wieder und nun sitzt sie schon wieder etwas geschwächt im Katzenklo... Was kann ich heute tun, damit es ihr etwas besser geht? Morgen gehe ich zum Tierarzt mit ihr.... Danke ***** ***** Mühe und Antwort beste Grüße ***** *****
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

wann hat Ihre Katze denn zuletzt Urin abgesetzt? Falls heute noch kein Urin abgesetzt wurde, könnte eine gefährliche Harnverhaltung vorliegen , die über einen Rückstau in die Niere und den Körper sowohl zu schweren Nierenschäden als auch zu allgemeinen schweren Problemen bis zu Krämpfen durch Harnstoffvergiftung führt.

In diesem Fall ist Ihre Katze ein absoluter Notfall und Sie sollten unbedingt noch heute zum Notdienst oder noch besser in eine Tierklinik gehen.

Falls vorhanden , können Sie Arnika D6 5 Globuli und 5 Bachblüten-Rescuetropfen geben. Allein reicht das aber nicht aus.

Zunächst sollte man - soweit möglich- abklären, ob es möglicherweise organische Ursachen gibt:
Insbesondere folgende organische Ursachen kommen für die Krampfanfälle bei Ihrer Katze in Frage:
-schwere Stoffwechselstörungen, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffizienz), Leberstörung oder Diabetes, in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst auf, Schilddrüsenüberfunktion (bei älteren Katzen häufig, dann oft Gewichtsverlust trotz gutem Fressen)...Diagnose durch Blutuntersuchung
-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen;
-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würen bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auffallen)
-Hirnveränderungen (z.B. Hirntumor, Wasserkopf),
- Hirndurchblutungstörung/Schlaganfall

Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen, für einen Hirnveränderungen sogar CT/MRT ) erforderlich. Daher wäre ein Tierarztbesuch auf jeden Fall baldmöglichst sinnvoll, damit gezielt behandelt werden kann.

Sind die Pupillen Ihrer Katze gleich groß? Verkleinern sie sich bei Lichteinfall auf beiden Seiten gleich und werden sie bei Dunkelheit beide gleich schnell wieder größer. Falls nicht, wäre dies ein Zeichen für ein zentrales (Gehirn-)problem.

Bei einer bakteriellen Infektion wäre die Gabe von Antibiotika sinnvoll,
bei Gehirnveränderungen mit Schwellung wäre Cortison sinnvoll
bei Durchblutungsstörungen (insbesondere des Gehirns) ist Karsivan (intervet, Tierarzt) oft ein gutes Mittel.

Notdienste finden Sie hier:
- http://www.vetfinder.mobi/
- http://catsonline-forum.de/index.php?option=com_sobi2&sobi2Task=search&Itemid=61
- www.tierdoc24.de
- über die Feuerwehr / Polizei vor Ort
- auf den Anrufbeantwortern fast aller Tierärzte wird der Notdienst angegeben
- Tierkliniken haben immer 24 Stunden Dienst.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

PS:

falls eine Kotverstopfung vorliegen sollte, könnten folgende Maßnahmen helfen:

-Katzenmilch ins Trinkwasser (manche Katzen trinken dann mehr), normale Milch wirkt stärker abführend

-Lactulose ca 1ml/kg

-etwas (1 Teelöffel) Ölsardinenöl oder Thunfischöl oder Sahne ins Fressen geben (je nachdem was Ihre Katze mag, wird zu einem großen Teil verdaut, macht den Kot aber trotzdem oft etwas weicher)

-viel Bewegung (Katze Ihr Futter suchen und erarbeiten lassen, soweit die Katze mitspielt...)

-etwas Paraffinöl dem Fressen zugeben (1ml pro kg, also meist 3 -5 ml, bis zu 3x täglich), gibt´s beim Tierarzt

-1/2 - 1 Teelöffel Weizenkleie oder Leinsamen zum Fressen dazu geben, auch Enteropro (albrecht, Tierarzt, enthält Wegerichsamen) ist oft hilfreich

-Nux vomica D6 3x täglich (v.a. falls häufiger Kotdrang) 1 Tablette oder 5 Kügelchen mit etwas Katzenmilch oder mit Spritze ins Maul geben.

Falls länger als 2 Tage kein Kotabsatz erfolgt, könnte man 1 Tube Microklist geben (vom Tierarzt oder der Apotheke) in den After, dann sollte aber längstenfalls innerhalb 1 Stunde Kot abgehen. Der Tierarzt sollte bei Anwendung aber unbedingt rasch erreichbar sein, da es bei manchen Katzen durch einen Einlauf zu Kreislaufproblemen kommen kann.

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Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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