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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Meine Katze verträgt nicht Antibabypille "MPA GYN 5mg" , ob

Kundenfrage

Meine Katze verträgt nicht Antibabypille "MPA GYN 5mg" , ob man kann die vertreten mit Minipille "Cerazette"ß
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

für die von Ihnen genannte Minipille gibt es leider keine geprüften Dosierungsempfehlungen für Katzen.

Leider könnte es durch die bisherige lange Hormonbehandlung auch zu einer Entzündung der Gebärmutter gekommen sein. Es wäre sinnvoll, eine Röntgenaufnahme und eine Blutuntersuchung machen zu lassen, um eine Gebärmutterentzündung (die auch Ursache des Erbrechens sein könnte) auszuschließen bzw. bei Vorliegen festzustellen und ggf. baldmöglichst zu behandeln. In diesem Fall am Besten doch die Kastration, ansonsten Antibiotikum sowie PGF 2alpha (Prostaglandin F2alpha) geben, das u.a. zu einer Kontraktion der Gebärmutter führt und so die Entleerung beschleunigt.
Unterstützend könnten Sie ggf. Lachesis D6 und Echinacea D1 je 3x tgl. 5 Globuli geben.

Neben einer Gebärmutterentzündung birgt die hormonelle Unterdrückung der Rolligkeit auch das Risiko eines Diabetes. Es wäre daher eigentlich das Beste, Ihre Katze in jedem Fall kastrieren zu lassen.

Möglich ist die Unterdrückung / Verschiebung der Rolligkeit sowohl durch Tabletten als auch Injektionen. Allerdings würde ich (insbesondere nicht über längere Zeit) mit der Pille (meist Medroxyprogesteronacetat, weitere Infos: http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00000052/0854__F.htm; z.B. Sedometril-Tabletten) oder Proligestoninjektionen (weitere Infos: http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00002387/3850__F.htm ) zur Verschiebung / Unterdrückung der Rolligkeit arbeiten, da insbesondere bei längerer Anwendung auch schwerere Nebenwirkungen möglich sind.
Medroxyprogesteronacetat (z.B. Sedometril-Tabletten, Supprestral-Injektion):
Katzen
Uterusaffektionen
Bei jeder Progestagenverabreichung besteht bei Kätzinnen die Gefahr der chronischen Endometritis, da der Uterus unter Progesterondominanz für Infektionen empfänglicher ist (Gruffydd-Jones 1996; Jöchle 1993; Plumb 1995).
Diabetes mellitus
Eine schwere Nebenwirkung von Medroxyprogesteron ist die Auslösung eines Diabetes mellitus (Plumb 1995). Mögliche Mechanismen, die der Beeinträchtigung der Glukosehomöostase zugrunde liegen könnten, sind einmal die vermehrte Sekretion von Wachstumshormon und die Entwicklung einer Insulinresistenz als Folge einer direkten Progestagenwirkung, zum anderen eine indirekte Insulinunempfindlichkeit als Folge einer Progestagen-induzierten Fettleibigkeit (Gruffydd-Jones 1996).
Körpergewicht und Teilnahmslosigkeit
Bei einer längerfristigen Verabreichung von Progestagenen nimmt das Körpergewicht infolge eines gesteigerten Appetits, Umverteilung des Körperfettes, Flüssigkeitsretention und einer verringerten Aktivität zu (Gruffydd-Jones 1996; Plumb 1995; Gruffydd-Jones 1996).
Mammatumoren / Fibroadenomatose
Bei einigen wenigen Katzen kommt es unter der chronischen Behandlung zur Ausbildung einer Mammarhypertrophie, die alle oder nur eine oder zwei Milchdrüsen betreffen kann. Aufgrund einer fibrösen Hypertrophie (Fibroadenomatose) und Drüsenproliferation erscheinen diese stark vergrössert. Die Erscheinungen bilden sich normalerweise zurück, wenn das Progestagen abgesetzt wird (Gruffydd-Jones 1996; Dreier 1996). Auch kann Medroxyprogesteron Neoplasien des Gesäuges verursachen (Plumb 1995; Mol 1996).
Lokale Hautveränderungen
Bei der subkutanen Injektion können lokale Haut- und Fellveränderungen auftreten wie Alopezie, Depigmentation und Atrophie (Schmeitzel 1990; Plumb 1995). Aus diesem Grund sollte darau geachtet werden, unauffällige Stellen (Leistengegend) für die Injektion zu wählen (Plumb 1995).
aus: http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00000052/0854__F.htm


Proligeston:
Katze


Endometritis
Endometritiden scheinen seltener als nach Applikation anderer Gestagenen aufzutreten (Kroker 1997). Trotzdem besteht nach parenteraler Anwendung von Proligeston bei der Kätzin die Gefahr, eine Endometritis, eine glandulärzystische Hypertrophie des Endometriums oder eine Pyometra zu induzieren (Jöchle 1993). Die Ursache für die Entstehung der Uterusaffektionen liegt darin, dass der Uterus unter Progesterondominanz empfänglicher für Infektionen ist (Gruffydd-Jones 1996).


Diabetes mellitus
In einer Studie konnten bei Proligestonverabreichung keine feststellbaren diabetogene Effekte entdeckt werden (Church 1994). Mögliche Mechanismen, die der Beeinträchtigung der Glukosehomöostase zugrunde liegen könnten, sind zum einen die vermehrte Sekretion von Wachstumshormon und die Entwicklung einer Insulinresistenz als Folge einer direkten Progestagenwirkung, zum anderen eine indirekte Insulinunempfindlichkeit als Folge einer Progestagen-induzierten Fettleibigkeit (Gruffydd-Jones 1996).


Seltene Suppression der Achse Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinde
In einer Studie hat man festgestellt, dass Proligeston bei manchen Katzen gar keinen hemmenden Effekt auf die Achse Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinde ausübt. In seltenen Fällen kann sich jedoch Proligeston hemmend auf die ACTH-Konzentration im Blut und somit auf die Nebennierenrinde auswirken (Church 1994).


Körpergewicht und Teilnahmslosigkeit
Bei einer längerfristigen Verabreichung von Progestagenen tritt eine Zunahme des Körpergewichts auf. Diese ist durch einen gesteigerten Appetit, Umverteilung des Körperfettes, Flüssigkeitsretention und einer verringerten Aktivität bedingt (Gruffydd-Jones 1996).


Fibroadenomatose / Mammatumoren
Bei einigen wenigen Katzen kommt es unter der chronischen Behandlung zur Ausbildung einer Mammarhypertrophie, die alle oder nur eine oder zwei Milchdrüsen betreffen kann. Aufgrund einer fibrösen Hypertrophie und Drüsenproliferation erscheinen diese stark vergrössert. Die Erscheinungen bilden sich normalerweise zurück, wenn das Progestagen abgesetzt wird (Gruffydd-Jones 1996). Proligeston fördert die Entstehung von gutartigen Mammatumoren (Mol 1996).


Fellverfärbungen
An der Injektionsstelle kann es gelegentlich zur Verfärbung des Fells kommen, so dass bei Ausstellungstieren die Leistengegend für die Applikation zu bevorzugen (Gruffydd-Jones 1996; Kroker 1997). Zusätzlich kann an der Injektionsstelle Haarausfall auftreten (Kroker 1997).

aus: http://www-vetpharm.uzh.ch/wir/00002387/3850__F.htm

Ich weiß daß Sie sich eine Dosierungsempfehlung für die Minipille erhofft hatten, diese kann man seriös aber leider nicht geben und auch veterinärmedizinische Hormonpräparate sind auf Dauer nicht sinnvoll.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind






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Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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