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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo! Bei meinem Kater (6 Jahre alt) wurde vom Tierarzt Epilepsie

Beantwortete Frage:

Hallo!

Bei meinem Kater (6 Jahre alt) wurde vom Tierarzt
Epilepsie vermutet.

Der TA hat ihm nur eine Kreislaufspritze verabreicht.

Der Kater liegt jetzt seit 2 Tagen zurückgezogen in seiner Transportbox.
Er hat weder Hunger, noch Durst.

Er uriniert neben den Katzenklo, da er das Gleichgewicht nicht richtig halten kann.

Es heißt doch immer, Katzen hätten enormen Hunger nach solch einem Anfall, aber
mein Kater lehnt bis jetzt alles ab (im Normalfall ist er sehr verfressen)

Was meinen Sie?

Für eine Antwort wäre ich dankbar

S.Link
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

 

lagen denn bei Ihrem Kater Krampfanfälle vor? Wie verhielt er sich vor und direkt nach dem Anfall? Epilepsie ist eine Ausschlußdiagnose, d.h. man muß mögliche andere Ursachen für Krämpfe durch Untersuchungen ausschließen.

 

Insbesondere folgende Ursachen kommen als Ursache für Krämpfe und Gleichgewichtsstörungen / Torkeln in Frage:

-Vergiftung (z.B. durch Anknabbern von Pflanzen, Reinigungsmittel im Haushalt, Farbe…)

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würden bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auffallen)
-Vergiftung
-Hirnveränderung z.B. Durchblutungsstörung (hier hilft oft Karsivan, intervet) in sehr seltenen Fällen auch Hirntumor

-schwere Stoffwechselstörung, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens) oder Diabetes , in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst der Katzen auf; Auch eine Unterzuckerung wäre möglich; Diagnose durch Blutuntersuchung möglich, Blutuntersuchung wäre auch zum Ausschluß auch anderer Erkankungen (Leber, Schilddrüse...) geeignet
-Infektionen (z.B. Leukose, FIP, dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen
- Epilepsie - wie von Ihrem Tierarzt genannt - (Krämpfe ohne feststellbare Ursache, meist Verhaltensauffälligkeit direkt vor dem Anfall)

Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen etc.) erforderlich.

Je eher ein solcher Zustand behandelt wird (z.B. mit entkrampfenden Mitteln aber natürlich möglichst auch die Ursache), desto geringer sind die Spätfolgen und desto größer ist die Heilungschance. Auch die Kosten sind bei späterer Behandlung in der Regel höher.

Gegen die Krämpfe kann man Phenobarbital (Luminaletten, wie von Ihrem Tierarzt verordnet) als (Dauer-)gabe versuchen ( Voller Wirkungseintritt erst nach 2-3 Wochen).
Im akuten Anfall, insbesondere bei richtigen Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen) hilfreich, in solch einem Fall möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):
-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben oder mit etwas Katzenmilch aufschlecken lassen),
- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).
-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

Mit Phenobarbital (Luminaletten) lassen sich Krampfanfälle (falls ohne erkennbare behandelbare Ursache) oft gut kontrollieren. Sie sollten den Blutspiegel des Wirkstoffes (Phenobarbital) nach etwa 3-4 Monaten Gabe kontrollieren lassen.

Nichtfressen ist in der Tat bei Epilepsie eher selten.

Ddas Nicht-Fressen Ihrer Katze kann verschiedene Ursachen haben:

-Entzündungen im Maul (Zähne, Zahnfleisch, Rachen) sind oft schmerzhaft und viele Katzen verweigern dann ihr Fressen. Falls für Sie gefahrlos möglich, bitte selbst ins Maul schauen, besser aber eine tierärztliche Untersuchung. Dabei sollte tief in den Rachen geschaut werden (zum Feststellen von Mandelproblemen, Rachenentzündungen etc.). Sie können auch selbst mal gegen die Zähne drücken und v.a. klopfen, um festzustellen ob Ihre Katze an den Zähnen Schmerzen hat.

-Infektionskrankheit. Messen Sie bitte die Temperatur Ihrer Katze (rektal, etwas Creme oder Öl an´s Thermometer machen), normal ist eine Temperatur unter 39°. Bei Fieber über 39,5° sollten Sie Ihre Katze auf jeden Fall baldmöglichst Ihrem Tierarzt vorstellen (dann oft Antibiotikum erforderlich).

-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...). Sie könnten mit einer Blutuntersuchung festgestellt / ausgeschlossen werden. Häufig bei alten Katzen mit Gewichtsverlust sind Diabetes, Nierenprobleme (bei beiden Erkrankungen oft viel Durst), aber auch Störungen von Seiten der Schilddrüse. Bei Nierenerkrankungen und Schilddrüsenproblemen liegt oft auch Durchfall vor. Welche Farbe hat der Kot?

- Schmerzen z.B. Bauchschmerz durch Entzündungen von Organen, seltener auch vom Bewegungsapparat, oft wird die betroffene Gegend vermehrt abgeschleckt. Bei Katzen kommt es recht häufig zu schweren Problemen durch eine Harnverhaltung oft in Folge von Harngries. Symptome bei Harnröhrenverschluß sind vergeblicher Harnabsatz, dicker harter Bauch, frißt nicht, dann bitte unbedingt sofort zum Tierarzt.Wann war denn der letzte Urinabsatz?

-Aufnahme eines Fremdkörpers (Schnur, Nadel, Bällchen, Gummiband... fast alles ist möglich!), dann aber oft häufiges Würgen. überwiegend Jungtiere. Wenn der Fremdkörper im Bauch ist kann er natürlich zu Schmerzen führen ("berührungsempfindlicher Bauch") Diagnose oft nur durch Röntgenaufnahme möglich.

-(teilweiser) Darmverschluss (z.B. durch Haarballen),
Fühlen Sie bitte den Bauch Ihrer Katze. Sollte er angespannter und härter sein als sonst sowie die Katze sich sehr gegen Ihre Untersuchung wehren, hat sie wahrscheinlich Schmerzen.

Versuchsweise können Sie das Futter erwärmen (riecht dann besser und wird eher genommen). Sie können es auch „verflüssigen“ / pürieren und versuchen mit Löffel oder Spritze etwas einzugeben.
Falls Futteraufnahme dann aber auch nicht klappen sollte, bitte möglichst bald zum Tierarzt gehen (für Infusionen und zur Diagnosestellung und Behandlung).
Katzen kommen bei Nichtfressen und Nichttrinken schnell in eine gefährliche Stoffwechselstörung (Leber und trocknen aus. Sollte Ihre Katze im Lauf des Tages nichts zu sich nehmen (evtl. mit kleiner Spritze etwas Futter, Katzenmilch, erwärmtes Wasser, Vitaminpaste ins Maul geben), sollten Sie möglichst zum Tierarzt gehen, um Infusionen geben zu lassen.
Außerdem sollten Sie bitte zum Tierarzt gehen , wenn:
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein)
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur ( unter 37° wäre besorgniserregender als etwas Fieber, Temperaturen oberhalb von 39,5° deuten auf schwerere Infektionen)
-das Allgemeinbefinden Ihrer Katze sehr gestört ist (länger andauernd sehr ruhelos oder zieht sich den ganzen Vormittag vollkommen zurück) .
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, sollten Sie bitte schnellstmöglich zum Tierarzt gehen. Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibiotika, ...

Unterstützend (aber keinesfalls den Tierarztbesuch ersetzend) können Sie folgendes tun:
- Lycopodium D6 (Appetit anregend und die Leber unterstützend) 3x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (am Besten mit etwas Katzenmilch unabhängig vom Futter) geben.
- hochkalorische Vitaminpaste (calopet,vom Tierarzt oder gimpet, Zoohandel)
- Hilfreich sind auch spezielle Flüssignahrungen , Reconvales Tonicum K ( http://www.vetkampagne-tierarztshop.de/Katze/Staerkung-35/ReConvales-Tonicum-6-x-45-ml-Kurpackung.html?XTCsid=98db9b847b54a87c85615909c465208e ) oder reco-activ ( http://www.recoactiv.de/recoactiv-immun-tonicum-fuer-katzen-1-flasche-90-ml ) oder selbst Geflügelfleisch, Hüttenkäse und Reis kochen, pürieren und verflüssigen. Statt Geflügel könnte man auch Thunfisch im eigenen Saft versuchen.


Bieten Sie Ihrer Katze bitte eine Wärmflasche an (wirkt entspannend und wohlbefindensfördernd).

 

Es wäre sinnvoll, Ihre Katze noch mal einem Tierarzt vorzustellen, um sie gründlich untersuchen zu lassen (incl. Blutuntersuchung), damit man möglichst gezielt behandeln kann.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind


Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

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