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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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meine katze kaoomt nach hause und einen leichten asthmaanfall was

Kundenfrage

meine katze kaoomt nach hause und einen leichten asthmaanfall
was sollich tun
die letzte spritze bekam sie anfang juni
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

 

ob Sie Ihre Katze zu Hause behandeln können oder möglichst sofort zum Tierarzt gehen sollten (zwecks Gabe von Injektionen), hängt vom Befinden Ihrer Katze ab. Bei sehr schneller Atmung (Frequenz in Ruhe schneller als 40/Minute), lauten Geräuschen, blauen Schleimhäuten und sehr verkrampfter Körperhaltung bitte schnellstmöglich Tierarztbesuch.

Offensichtlich leidet Ihre Katze unter "Felinem Asthma" (Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Felines_Asthma ). ()
Meist ist sowohl die Einatmung als auch die Ausatmung durch Verengung der Atemwege erschwert.
Die Behinderung des Ausatmens führt dann zu in der Regel sehr trockenem Husten.

Beim Felinen Asthma handelt es sich meist um eine Mischung aus Infektion, Allergie und Verengung der Atemwege; die erfolgreichste Behandlung ist v.a. in schweren Fällen leider oft die Behandlung mit Cortison. Von Katzen wird es relativ gut vertragen. Bei sehr langer und insbesondere höherer Dosierung besteht aber die Gefahr z.B. der Entstehung eines Diabetes (Zucker). Auch eine leicht erhöhte Anfälligkeit für Infektionen besteht.
Daher sollte man gerade bei einem noch jungen Tier erst Alternativen versuchen.

Wichtig ist, daß die Räume möglichst gut belüftet sind, alle Teppiche möglichst entfernen, keinen Rauch oder Raumsprays, Rauch etc. von der Katze fernhalten.
Folgende Veränderungen, die auch zu Atemproblemen führen (insbesondere beim Einatmen entstehen Geräusche) sollten ausgeschlossen sein:
-Entzündungen (Rachen, Mandeln, Nase, Kehlkopf) meist infektiös, evtl. Rachen- oder Nasenabstrich machen lassen um Infektionen festzustellen/auszuschliessen;
-Einengung im Nasen- oder Rachenbereich (Polypen, Tumore...)
-Kehlkopflähmungen oder ein zu langes Gaumensegel;
-Fremdkörper im Rachenbereich (z.B. Grashalm), dann häufige Anfälle, plötzlicher Beginn

-Allergien (z.B. auf Hausstaubmilben,Pflanzen) führen manchmal zu asthmaähnlichen Symptomen, mildere Symptome sind aber auch möglich; möglichst wenig Teppich in der Wohnung und häufiges Saugen und Durchlüften-Lassen, Diagnose teilweise durch Blutuntersuchung möglich, evtl. Hyposensibilisierung (Injektionen von aus dem Blut hergestellter Lösung, relativ teuer)

Bei akuten Infektionen liegt meist Fieber vor (rektal über 39°), hatte Ihre Katze zu irgendeinem Zeitpunkt Fieber?

Unterstützend können folgende Maßnahmen helfen:
-- Pulmostat (http://www.tierarzt24.de/products/140306-alfavet-pulmostat-akut.aspx) würde ich für 2-3 Wochen geben, alternativ wäre auch Canipulmin möglich (http://www.premiumtierfutter.de/canipulmin-liquid-starke-bronchialfunktion-p-20750-1.html)
Beides Ergänzungsfuttermittel u.a mit Thymian und Efeu zur allgemeinen Unterstützung der Atemfunktion

-Homöopathie: sehr gut oft Phosphorus D6 und Spongia D6 je 2x täglich 1 Tablette, auch Bryonia D6 ist oft gut.; Gaben anderer homöopathischer Mittel richten sich nach betroffenem Bereich (tierärztliche Abklärung) und nach den Allgemeinsymptomen
- Inhalieren: die Katze am Besten in eine Transportbox oder kleines Zimmer setzen und stellen eine Schüssel mit heißem Salzwasser oder Kamillenlösung vor die Box und decken das Ganze mit einem Handtuch ab.
- Vitamin C (20 mg/kg Körpergewicht) und Vitamin E (10 mg/kg Körpergewicht): beide entzündungshemmend und immunregulierend (natürlich nur in begrenztem Maß).


Falls Ihre Katze auch Tabletten nimmt und die empfohlenen Maßnahmen nicht reichen sollten, muß man manchmal auch Cortison geben: dann statt Cortison-Depotspritzen möglichst eine niedrige Prednisolondosis jeden 2.-3. Tag versuchen (zu Beginn 1-2 mg/kg, dann allmähliche Reduzierung auf 0,5mg/kg jeden 2-3. Tag). Über lange Zeit ist dies besser verträglich als die Depotspritzen. Alternativ wird auch das (ebenfalls immunsuppressive) Atopica (Novartis, http://www.vet-magazin.at/firmennews/industrie/novartis-animal-health/Atopica-Katzen.html ) versucht. Ich würde es zunächst mit den anderen Maßnahmen versuchen, Sie sollten für den Notfall aber immer Prednisolontabletten im Haus haben.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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