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Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 16233
Erfahrung:  Zulassung Tierärztekammer Bayern, eigene Pferde- und Kleintierpraxis seit 2004
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Corina Morasch ist jetzt online.

Es wurde bei meiner 15-jährigen Katze von meinem Haus Tierarzt

Kundenfrage

Es wurde bei meiner 15-jährigen Katze von meinem Haus Tierarzt ein Tumor im Hals festgestellt. Ich habe es selbst gesehen, wurde mir gezeigt. Der Arzt meinte, da wäre nichts mehr zu machen, außer eine Gewebeprobe, ob es noch eine Chance gibt.

Festgestellt hatte ich das Ganze, da meine Katze, die sonst sehr viel frisst, einige Male nur an ihrem Essen geleckt hat und während der ganz heißen Tage ungefähr 4 Tage so gut wie gar nichts gegessen hat, nahm nicht einmal ihre Lieblingsleckerchen. Außerdem machte sie seit ca. 3 Monaten immer so komische (Kau)Bewegungen mit dem Mund und ziemliche Geräusche aus dem Hals, auch ihre Luft war knapper. Geräusche als wenn alles zu sitzt, so eine Art röcheln hatte sie schon länger. Jetzt kamen aus ihrem Hals plötzlich komische Geräusche wenn sie lag oder einschlief (damit meine ich nicht Schnarchen). Sie war auch schwächer geworden und öfter wirkte sie durcheinander.
Sie bekam sowieso Atenol weil eine Herzklappe verdickt war und 5 mg Cortison wegen Asthma oder Allergie (Zigarettenrauch und andere Gerüche) von Nachbarn konnte sie nicht vertragen. Auf der Lunge hatte sich leicht etwas abgesetzt.
Ich hatte deswegen schon vor ungefähr 3 Monaten einen Tierarzt konsultiert, der im Hals noch nichts gesehen hat. Das ist mir irgendwie unverständlich. Kann so was so schnell auftreten? Und warum war es ausgerechnet während der Tage, die so heiß waren, so schlimm. Das hätte ja auch durch die Wärme sein können. Kann es sich da vielleicht vermehrt haben?

Jedenfalls bin ich dann in die Tierklinik gefahren, wo sie auch immer mit dem Herz kontrolliert wird. Dort meinte man auch, dass sieht bösartig aus, aber man könnte operieren und die Katze hätte dann noch vielleicht ein halbes Jahr zu leben, außer, es würde in der Narkose festgestellt, dass das Ganze tiefer geht, dann könne man nichts mehr machen. Dann sollte sie erst gar nicht mehr erwachen, um das dann nicht noch einmal durchführen zu müssen und der Katze Leid zu ersparen.
Ich bin morgens zum Termin 2 Tage danach mit der Katze dort hin und habe sie abgegeben. Der Arzt meinte, sie gucken erst nach Metastasen, ob das bereits gestreut hätte oder eben wenn es mehr ist als erwartet, dann könnte man nicht mehr operieren. Dann würde er mich direkt anrufen. Das tat er nicht.
Ich wartete 8 Stunden, bis ich einen Anruf bekam, dachte es wäre vielleicht ja positiv. Mir wurde aber gesagt, dass man mit dem Chefarzt sich beraten hätte und nicht mehr operieren wolle, da diese Sache zu schnell wieder nachwächst und das nur noch Quälerei für die Katze wäre. Sie bekam dann während meiner Anwesenheit noch etwas Narkose, bis sie nichts mehr merkte und dann die Spritze, die das Herz aufhören lässt zu schlagen. Ich musste raus laufen, mir wurde schlecht. Ich habe dieses Tier über alles geliebt. Das war nicht "nur eine Katze" für mich, sie war mir das Liebste, das ich hatte. Das hatte ich noch mit keinem Tier.
Da kommt jetzt der Knackpunkt. Ich war in die Tierklinik gefahren und hatte gesagt, dass mein Haustierarzt diesen Tumor festgestellt hatte. Ich hatte aber nicht erwähnt, dass noch eine Gewebeprobe entnommen werden muss. Das fiel mir alles erst ein, nachdem die Katze schon tot und von mir begraben war. Ich kriege das Bild nicht mehr aus dem Kopf, wie sie da so lag. Noch schlimmer, mich plagt ein schlechtes Gewissen, zu schnell gehandelt zu haben und evtl. falsch. Ausgerechnet, dieses Tier, dass ich über alles liebe, da zu voreilig und falsch reagiert zu haben. Ich habe jetzt im Nachhinein den Arzt in der Klinik noch gefragt. Der sagte, sie hätten das Gewebe schon untersucht und wäre alles bösartig gewesen, aber sie hätten nichts mehr eingeschickt.
Einerseits habe ich Vertrauen in diese Klinik und ihre Ärzte, die würden sicher kein Tier einschläfern, von dem sie nicht wissen oder denken, dass es keine Chance mehr hat. Wenn sie Zweifel gehabt hätten, dass der Tumor doch nicht bösartig sein könne, hätten sie sicher nicht so entschieden.
Andererseits habe ich ja versäumt, zu erwähnen, dass noch eine Gewebeprobe gemacht werden muss. Vielleicht ist man ja davon aus gegangen, dass das vom Haustierarzt bereits fest stand. Aber auch da sehen so erfahrene und routinierte Ärzte doch, mit was sie es zu tun haben.
Bitte helfen Sie mir mit meinem Gewissen? Meine Gedanken drehen sich, immer wenn ich Zeit dazu habe, im Kreis. Ich werde das Bild nicht los, wie sie da so lag. Ich will sie ganz los lassen, habe aber das Gefühl, das sie mich nicht loslässt. Ich muss das unbedingt geklärt wissen.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

nein sie brauchen sich überhaupt keine Vorwürfe zu machen ,sowhl die Tierklink wie ihr Haustierarzt als auch sie selbst haben absolutcrichtig gehandelt.Eine terklink untersucht immer sehr genau gerade wenn der Verdacht auf einen bösartigen Tumor besteht.Anhand ihrer Schilderung kann man schoon von einem bösartigen Tumor ausgenen,welche sehr schnell wachsen,d.h. vor 3 Monaten noch nichts sichtbar und erkennbar war und innerhalv kurzer Zeit dieser wächst und auch weiter wachsen würde bzw metastasen bilden würde was nur einen Leidensweg und Qual für die katze bedeutet hätteEs wurde hier von Ihnen und auch der Tierklink ganz im Sinne ihrer Katze entschieden und gehandelt,auch wenn dies für sie selbst sehr schwer war haben sie alles richtig gemacht und auch die richtige Entscheidung getroffen.

Beste Grüße und alles Gute

Corina Morasch
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Beste Grüße,
Corina Morasch
Tierärztin

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