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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Werte Herren Ich habe einen Kater, 4 1/2 Jahre, lebt in

Kundenfrage

Werte Herren

Ich habe einen Kater, 4 1/2 Jahre, lebt in der Wohnung, Auslauf auf 2 Terrassen, 1 mit Katzentürchen. rasse sehr viel Siamesisch, sieht wie Ragdoll aus.
Haushalt: alleinstehend, w, vorher teilzeitbeschäftigt nun zu Hause. Kater ist keine Schmuskatze aber sehr anhänglich und auf mich bezogen.

MeinProblem: durch eine krankheitsbedingte körperliche Einschränkung kann ich das rechte Bein nu r schlecht bewegen, ab und zu falle ich um - wenn ich dann am Boden liege beisst mich der Kater in den rechten (schwächeren) Fuss. Im Dezember war ich 2 Wo im Spital mit Infektion und heute konnte ich nicht aufstehen und er hat mich wieder gebissen, zwar weniger schlimm.
er hatte schon als Kleintier die Marotte auf die nackten Zehen loszugehen- und ich habe zuwenig Halt geboten. Ich habe nach meinem letzten Vorfall probiert einen Spritzer mit Wasser einzusetzen , mit Erfolg, wenn grad direkt. Ich habe nicht immer den Spritzer mit mir- was kann ich machen?
Ist das Helfen wollen? Unsicherheit?

Gerne erwarte ich ihre Anwort und danke XXXXX XXXXX

m. fromaget
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Tierarzt - Homöopathie :

Hallo,

Tierarzt - Homöopathie :

zunächst ein paar Fragen:

- Ist Ihr Kater kastriert?

- Ist Freigang möglich? Hat er Kontakt zu anderen Katzen?

- seit wann ist die Aggressivität aufgetreten?

Falls noch nicht passiert sollte er zunächst kastriert werden und tierärztlich untersucht werden, ob Schmerzen (z.B. der Zähne) eine Ursache für das Beissen und Kratzen waren.

Falls möglich, sollte er anschließend möglichst Kontakt zu anderen Katzen bekommen (evtl. 2. Katze anschaffen).

Es könnte sich auch um eine umgeleitete (Spiel-) Aggression handeln, weil der Kater im Alltag nicht ausgelastet ist. Sinnvoll wäre hierfür viel Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen (siehe unten).

Falls dies alles schon passiert ist und er schon öfter gebissen hat, ist eine letzte Möglichkeit , Fangzähne zu ziehen.

Bei schweren Zahnfleischentzündungen werden oft alle (!) Zähne gezogen und auch diese Katzen leben oft noch viele Jahre ein glückliches Katzenleben.

Vorteile wären:
-Verletzungsgefahr für Menschen ein für alle mal gesenkt; Katzenbisse heilen manchmal sehr schlecht (teilweise multiple Antibiotika-Resistenzen)

-Kater muß nicht eingesperrt oder ans Tierheim (wo er wahrscheinlich euthanasiert würde) abgegeben werden

-muß nicht euthanasiert werden

Nachteil wäre:

- Kater würde in der Rangfolge mit den Umgebungskatzen sicher deutlich sinken

Theoretisch wären auch Hirnveränderungen oder andere schwere Erkrankungen für die Attacken denkbar.

Neben Schmerzen als Auslöser könnte es sich außerdem auch um Hyperaktivität z.B. durch Überfunktion der Schilddrüse handeln (Diagnose durch Blutuntersuchung), die betroffenen Tiere sind meist eher zu dünn als zu dick, bzw. haben in letzter Zeit abgenommen, kommt fast nur bei alten Katzen vor..

Folgenden Maßnahmen sind zum Umleiten der Aggressivität oft hilfreich (jede Katze ist von Natur aus immer noch ein Raubtier:

-Unerwünschtes Verhalten wird normalerweise durch Nassspritzen (Wasserpistole oder große Einwegspritze vom Tierarzt) und "Nein!" bestraft. Dann die Katze vollkommen ignorieren, bis sie ruhigeres Verhalten zeigt. Keinesfalls Schreien oder beruhigend Reden, dies könnte von der Katze als Belohnung verstanden werden.

Jegliche Zuwendung darf es ab jetzt nur noch in ruhigeren Phasen geben, oder wenn SIE auch spielen wollen.

Eine Bestrafung muß immer zeitgleich oder allerhöchstens 3 Sekunden nach der unerwünschten Handlung erfolgen (Assoziationszeit) Auch Krach (schweres Buch auf den Boden fallen lassen, Klatschen der Hände) ist für die Katze unangenehm und hindert sie am "Aufsprung". Spätere Bestrafung bringt nichts und verunsichert die Katze. Auch ein Aussperren muß innerhab von 2 Sekunden nach einem Angriff erfolgen, sonst bewirkt es das Gegenteil.

-Weniger Futter im Napf, den Hauptteil muß sie sich "erarbeiten":

--Trockenfutter in Wohnung verstecken und suchen lassen

-Versuchen Sie, Ihrer Katze kleine Tricks beizubringen, diese muß sie vor jedem Streicheln, Fressen etc. ausführen; nichts ist umsonst !

Um der Katze mehr Abwechselung zu verschaffen (ich nehme an, es handelt sich um eine reine Wohnungskatze?) können Sie folgendes tun:

-Lassen Sie Spielzeug von der Decke hängen, werfen Sie Bälle, verwenden Sie aufziehbares Spielzeug.

-Viel spielen, evtl. beim Spiel Handschuhe tragen.(Angelspiel, Werfspiel, Fangspiel, Such- und Verseckspiel…)

-Bringen Sie außerdem von Einkäufen Kartons und andere neue Gegenstände mit (diese legen Sie insbesondere während Ihrer Abwesenheit und, wenn Sie keine Zeit haben, aus).

-Wechseln Sie die Spielzeuge (werden dann interessanter)

-viele Rückzugsmöglichkeiten und Kratzbaum sind bei Ihnen - denke ich - vorhanden

- lassen Sie Ihre Katze bis zur Hälfte vom Futter suchen (Trockenfutter verstecken). Es gibt auch einen Futterwürfel (Buster cube, sind eigentlich für Hunde ( Größe bis 10 kg wählen), werden von Katzen aber auch manchmal gern benutzt und führen dann zu einer höheren Auslastung des Tieres), der Trocknfutter nur dann abgibt, wenn er bewegt wird. Er kann immer wieder neu befüllt werden (erhältlich beim Tierarzt oder evtl. im Zoohandel).

Sinnvoll wäre zunächst eine tierärztliche Untersuchung und - falls noch nicht geschehen die Kastration.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,
da mir angezeigt wurde, daß Sie offline sind, ist der Chat beendet. Sie können jedoch hier im Frage-Antwort-Modus weiterhin nachfragen, bis Sie mit meiner Antwort zufrieden sind. Ich antworte gerne noch einmal.
Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann.
Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal. Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten ohne Vergütung bliebe.
Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind

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