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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Meine Katze ist 12 Jahre Alt leidet an starker Verstopfung

Kundenfrage

Meine Katze ist 12 Jahre Alt leidet an starker Verstopfung was kann ich unternehmen
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

ich weiß nicht, was Sie bisher probiert haben, daher führe ich Ihnen die üblichsten Möglichkeiten hier auf.

Liegt eine ausgeprägte Verstopfung vor gibt es außer Laktose bzw. Milch kein Hausmittel, was zum Kotabgang führen würde.


Wenn die Katze unter einer akuten Verstopfung leidet und schon länger keinen Kot abgesetzt hat hilft leider nur der Gang zum Tierarzt. Tasten sie Ihrer Katze vorsichtig von unten den Bauch ab, wenn dieser sofort anspannt und die Katze die Rückenlinie aufkrümmt, hat sie starke Bauchschmerzen.

In diesem Fall sollten Sie auf jeden Fall möglichst bald einen Tierarzt aufsuchen, damit dieser die Versopfung lösen kann. Eine Koprostase (Verstopfung) kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden, zum einen kann die Katze etwas aufgenommen haben, was die Verstopfung verursacht hat (z.B. Knochen, Fremdkörper, etc), es kommen aber auch Motilitätsstörungen des Darms in Betracht. Egal was die Ursache ist,es besteht immer die Gefahr eines Darmverschlusses (Ileus), dies kann für die Katze tödlich sein, sie sollten daher unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird nach einer gründlichen Untersuchung evtl. eine Röntgenaufnahme anfertigen um einen Ileus bzw. Fremdkörper auszuschließen. Des weiteren kann er den Füllungszustand des Darms beurteilen. Sollte eine Koprostase vorliegen ist vermutlich ein Einlauf notwendig. Bitte beachten Sie, dass hierbei bei Katzen unbedingt ein Flüssigkeitsersatz (Infusion) erfolgen sollte.

Da es schwierig ist auf die Ferne eine Diagnose zu stellen habe ich Ihnen oben auch die ernsteren Varianten aufgezeigt, dies soll Ihnen natürlich keine Angst machen, eine Vorstellung beim Tierarzt ist aber auf jeden Fall anzuraten, insbesondere, falls die Katze auch noch weitere Symptome zeigen sollte (Apathie, Fressunlust, Wasserverweigerung, Fieber über 39 °C,...).

Wenn es sich heute nicht um eine akute Verstopfung sondern eine allgemein immer wieder auftretende Problematik handelt, kann man prophylaktisch versuchen den Kot weicher zu bekommen. Hier eignen sich Wegerichsamen sehr gut, welche man über das Futter streut - dies macht den Kot weicher und hilft bei vielen Katzen sehr gut. Das Präparat nennt sich Enteropro. Sie erhalten es beim Tierarzt oder auch übers Internet. Bei schweren Fällen kann man auch etwas Paraffinöl über das Futter geben, dies sorgt für eine bessere Gleitfähigkeit, da es nicht verstoffwechselt wird.

Wichtig ist auch, dass die Katze möglichst viel trinkt. Sehr gut haben sich hier Trinkbrunnen bewährt, bei denen das Wasser über eine Kugel oder ähnliches läuft, was die meisten Katzen zu mehr trinken anregt.

Alles Gute für IHre Katze