So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...
Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Katzen hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten Tag Ich habe letzte Woche ein noch wildes Kätzchen aus

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag
Ich habe letzte Woche ein noch wildes Kätzchen aus dem Tierheim geholt um ihm eine Chance zu geben und um für meine Katze, die nicht gerne alleine ist, etwas Gesellschaft zu bieten. Ich hatte eigentlich mit der Mithilfe meiner Katze gerechnet, um das Kätzchen zu zähmen. Aber meine Katze rennt dem kleinen Kätzchen hinterher und schüchtert es noch mehr ein. Es sind keine agressiven Angriffe, aber doch macht es der kleinen Angst. Wenn ich bei der Arbeit bin, muss ich die kleine in einem Zimmer einsperren. Sowieso auch, weil meine Katze raus kann und die Balkontüre etwas offen ist. Die kleine Wilde würde mir weglaufen und nicht mehr zurückkommen. Bin im Moment ein bisschen ratlos. Wird sich das bei meiner Katze legen mit der Zeit oder muss ich den Versuch abbrechen...?
Danke XXXXX XXXXX Antwort.
Gruss
Myriam Caduff
Hallo,

leider kann man nicht 100% vorhersagen, ob der Neuzugang sich bei Ihnen einleben kann, da Katzen Individualisten sind und es auch bei der von Ihnen geschilderten Vorgeschichte Katzen gibt, die sich haben einleben können, aber auch solche die immer scheu geblieben sind. Ich würde es aber noch etwa 4 Wochen mit den beschriebenen Maßnahmen versuchen. Wenn dann immer noch keine Änderung, würde ich die Katze versuchen an jemand mit großem Freigang zu vermitteln.
Falls keine Organstörungen vorliegen (Allgemeinbefinden normal), können folgende Maßnahmen helfen, Ihrer Katze Vertrauen und Sicherheit zu geben:

- Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ;
http://www.zooplus.de/shop/katzen/katzentoilette/verhalten_wohlfuehlen_katzen/169477#more

- Felifriend: ein spezielles Pheromonspray zur Ausbildung eines gemeinsamen Gruppengeruchs für Menschenhände, damit könnten Sie das Vertrauen zu Ihnen stärken http://www.pfotenshop.com/Katze/Medizinische-Produkte/Feliway-Felifriend/Felifriend-25ml.html

- Selgian (Ceva, nur über Tierarzt) :zum Abbau von Stress und Angst, die erwünschte Wirkung tritt hier aber oft erst nach 3-4 Wochen ein. Auch Clomicalm ist ein vergleichbares gutes Medikament. Ich würde zunächst aber nur Feliway und Felifriend sowie die anderen genannten Maßnahmen versuchen

-Unterstützend können Sie weiter Bachblüten-Rescuetropfen (4x täglich 5 Tropfen von einem Rescue-Tropfen-Wasser-Gemisch, bestehend aus 10 Tropfen Rescue auf 10 ml Wasser) wirken, können Sie mit etwas Kazenmilch oder Futtersauce geben, möglichst nicht in´s Fressen, da Aufnahme auch schon über Maulschleimhaut

-Natrium chloratum D30 3 Einzelgaben jeden 3. Tag (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette mit etwas Katzenmilch geben) ist bei Unsicherheit oft hilfreich, falls dies keine Wirkung zeigt, könnte man Argentum nitricum D12 3x täglich eine Gabe über eine längere Zeit geben.

-versuchen Sie mit der Katze zu spielen: z.B. Trockenfutter suchen lassen, Schnur über Boden ziehen etc., aber nur ganz vorsichtig-dezent (sonst fühlt sich die Katze bedrängt)
- Baldriantropfen und/oder Katzenminze in den Räumen verteilen (fördert Wohlbefinden) , evtl Wärmflasche, Rotlicht oder Heizdecke anbieten


Folgende Methoden haben sich zur Katzenzusammenführung bewährt:

A) Verhaltenstraining
Zunächst sollten die Katzen in 2 verschiedenen Bereichen in der Wohnung gehalten werden, so wie Sie es ja schon machen. (Sichtkontakt wäre ok). Die Bereiche sollten alle 3 Tage
1. Vor dem Zusammenlassen:
- Pheromonaustausch zwischen den Katzen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene
Duftstoff auf dem Rücken und der Schulter des anderen Tieres verteilt
dann die jeweilige Katze loben und füttern ( so wird der Duft der fremden Katze mit Angenehmem verknüpft). Diesen Pheromonaustausch sollten Sie möglichst unmittelbar vor jeder Fütterung und möglichst auch vor anderen für die Katzen angenehmen Dingen (Schmusen, Streicheln, Spielen) durchführen.
- Austauschen eines Teils der Schlafdecken auf dem gewohnten Schlafplatz alle 3-4 Tage, so wird der Geruch der anderen Katze mit Angenehmem (Schlaf und Ruhe) verbunden
-vor dem Zusammenlassen sollten die Tiere zu etwa 2/3 gefüttert worden sein und möglichst schon gut bewegt also etwas müde sein. (Satt und ausgelastet streitet man weniger)

Beim längeren Zusammensein (am Besten während der gewohnten Streichel- und Schmusezeit, die die alten Katzen gewöhnt sind):
-Alle Katzen liebevoll streicheln (alle sollten sich geborgen fühlen), evtl. alle Katzen etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise vom Finger lecken lassen
-Um gegenseitige Fellpflege zu animieren kann man dann etwas Leberwurst oder Sahne (oder sonst eine Lieblingsspeise) auf das Fell beider Katzen streichen.


- Felifriend (für den gemeinsamen Gruppengeruch)

Meist funktioniert das Zusammenführen innerhalb von einigen Tagen bis wenigen Wochen, es gibt aber auch immer wieder Einzelfälle, wo sich Katzen nicht so gut "riechen" können, so wie dies bei Menschen ja auch ist. Dies ist aber sehr selten, zu Mindest eine Gewöhnung (Katzen akzeptieren sich gegenseitig) ist fast immer möglich.

Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


Hallo Herr Kind


 


Besten Dank für Ihre Antwort. Leider kann ich beim wilden Kätzchen noch gar nichts mit "streicheln" ausprobieren. Sie faucht und spuckt mich nur an, jedoch wenn ich eine Weile bei ihr im Zimmer bleibe, fängt sie auch schon manchmal zu schnurren an. Was mich aber "nervt" ist, dass meine andere Katze jeweils das Vertrauen kaputt macht, das die "Neue" aufgebaut hat....


Nächsten Montag gehe ich mit meiner Katze zur Tierärztin zum Kastrieren. Ich hoffe, dass sie dann einige Tage ein bisschen ruhiger ist, und die andere dann ein bisschen "atmen" kann.... Ich werde auch die Tierärztin fragen, was das Beste ist.


Soll ich die neue "Kleine" jetzt wirklich nur in einem Zimmer eingesperrt lassen? Diese Nacht war sie draussen in der Wohnung. Meine "alte" hat wie gewohnt bei mir im Bett geschlafen. Heute morgen musste ich die "Kleine" wieder einsperren, und da hat sie laut gemiaut (hatte sie bis jetzt noch nie miauen gehört, nur fauchen....). Aber sobald ich reingeschaut habe ins Zimmer hat sie wieder gefaucht....


Gruss


Myriam Caduff

Hallo,

nein die Kleine muß nicht durchgehend in einem Zimmer bleiben, wenn Ihre "Große" in einem Zimmer ist, kann die Kleine gern die ganze Wohnung erkunden. Gut wäre es , die Bereiche immer wieder zwischen den Katzen zu tauschen. Zusammenlassen dann bei allen angenehmen Dingen, sodaß die andere Katze positiv wahrgenommen wird.

Zur Kontaktaufnahme mit der Kleinen:
In die Hocke gehen / auf den Boden setzen oder legen (alo sich niedrig machen), wenn Sie Kontakt zur Katze aufbauen wollen (später sie streicheln wollen); Sie brauchen hier viel Geduld: bitte die Katze nicht greifen, sondern kommen lassen. Lieblingsfutter gibt es zunächst nur wenn Sie im Raum sind, allmählich immer dichter neben Ihrer Hand, später nur noch aus Ihrer Hand. Möglichst bei der Fütterung bei/in der Nähe von der Katze bleiben. Sie können auch Sahne oder Leberwurst auf Ihre Finger streichen und ablecken lassen. Wichtig ist, daß Sie die Katzen freiwillig zu Ihnen locken und keinen Zwang ausüben

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal. Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten ohne Vergütung bliebe.
Vielen Dank XXXXX XXXXX!

Freundliche Grüße,

Udo Kind
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja, noch eine Frage: Falls es wirklich nicht gehen würde mit der "Wilden", könnte ich sie wieder ins Tierheim zurückbringen. Aber dann würde sie "ausgewildert" und das würde mir leid tun. Jedoch möchte ich mein Leben nicht ewig lang danach ausrichten, das Kätzchen zu zähmen. Ab wann würden Sie den Versuch abbrechen, wenn keine Besserung eintritt?


Ich werde Ihnen die Bezahlung zukommenlassen. Sie haben mir wirklich sehr ausführlich Auskunft gegeben. Muss jetzt einfach noch Zeit und Geduld aufbringen....


 


Besten Dank.


 


Gruss


Myriam Caduff

Hallo,

ich würde es insgesamt etwa 6 Wochen lang versuchen. Dann sollte man eine deutliche Besserung auf jeden Fall feststellen können.

Freundliche Grüße & danke für die positive Bewertung,

Udo Kind