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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

hallo habe zwei katzen eine ist die mama von unserer kleinen

Kundenfrage

hallo
habe zwei katzen eine ist die mama von unserer kleinen die mama ist jetzt 1 jahr und 8 monate alt ud ihr kitten ist 8 monate alt habe vor 2 monaten die kleine kastrieren lassen und seid dem tag faucht die mama sie nur noch an lässt sie nicht mehr an sie ran läuft weg von ihr oft faucht sie mich und meinen freund dann auch nur noch an und wird teilweise richtig aggresiv habe dann echt angst vor ihr... versteh die welt nicht mehr beide waren immer ein herz und eine seele unsre kleine möchte auch immer zu ihr hin.. zu uns war sie auch immer eine schmusekatze und jetzt total komisch manchmal mein ich dann ein schalter legt sich bei ihr um und des wars...
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

sinnvoll wäre bei Fortdauer des Problems eine tierärztliche Untersuchung, um organische Ursachen / Schmerzen als Auslöser auszuschließen. Die Katze könnte z.B. eine Schilddrüsenüberfunktion haben, die zu dem aggressiven Verhalten führt. Falls es nicht besser wird würde ich daher eine Blutuntersuchung incl. Schilddrüse und Blutbild machen lassen.
Manchmal ist ein starkes Erschrecken oder plötzliche Schmerzen einer Katze, die diese Empfindung fälschlich mit der anderen Katze in Verbindung bringt, Auslöser für plötzliches aggressives Verhalten.
Es könnte auch sein, daß die kleine Katze nach der Kastration stark nach Tierarztpraxis gerochen hat und sich komisch bewegt hat und deshalb als fremd empfunden wurde (und die daraus folgende Aversion auf den Normalgeruch der Kleinen übertragen wurde)

Auch das „Neu-Ausfechten“ der Rangordnung kann zu plötzlichem aggressivem Verhalten zwischen Katzen führen.

Bitte stellen Sie sich auch folgende Fragen:
-Ist irgend etwas passiert, hat sich etwas in der Wohnung verändert, verhält sich abgesehen von der Aggression eine der Katzen anders als früher (Appetit, Durst...)

Prüfen Sie bitte - soweit möglich - sicherheitshalber bei beiden Katzen Folgendes:
- rektal Temperatur messen (normal 38° - 39°)
- Schleimhautfarbe (Bindehaut, Maul, normal: rosa wie bei uns)
- Puls (Innenseite des Oberschenkels, normal: 80 - 140/min
- Bauch (weich, nicht berührungsempfindlich)
- Atmung (normal 20 -40 Atemzüge/ min)
- Beweglichkeit: normal, kann gut springen
- Zähne ohne viel Zahnstein, Zahnfleisch: ohne Entzündungen
- Appetit: gut, auch Hartes wird gefressen;
- Durst: Wasseraufnahme (über Tränke und Futter) normal 12-20 ml/kg pro Tag
- Pupillen: gleich groß, werden, gleichzeitig kleiner bei Lichteinfall und größer im Dunklen

Falls Ihnen bei dieser Prüfung deutliche Abweichungen vom Normalen auffallen sollten, stellen Sie Ihre Katze bitte baldmöglichst einem Tierarzt vor.

. Bitte beobachten Sie Ihre Katzen, welche Katze:
- Dominanzverhalten (aufgerichtete Ohren, peitschenden Schwanz, aufgerichteter Körper, enge Pupillen., eher Brummen...) zeigt
und bei welcher es sich um
-aggressive Verteidigung handelt, z.(angelegte Ohren, eingeklemmter Schwanz, geduckte Haltung, weite Pupillen, Fauchen und Spucken...)


Falls keine Organstörungen vorliegen (Allgemeinbefinden normal), können folgende Maßnahmen oft helfen, die Situation zu entspannen:

- Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ;

- "Felifriend" einsetzen (auch ein Katzenpheromon, beide Katzen einreiben, sorgt für gemeinsamen Gruppengeruch)

- evtl. Zylkene (enthält beruhigende Stoffe aus Milch) oder Relaxan (enthält u.a. die beruhigende Aminosäure Tryptophan)

- Bachblüten-Rescuetropfen (10 Tropfen Konzentrat auf 10 ml Wasser, davon 4x täglich 5 Tropfen)
-Natrium chloratum D30 3 Einzelgaben jeden 3. Tag (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette mit etwas Katzenmilch geben) ist bei Unsicherheit oft hilfreich, falls dies keine Wirkung zeigt, könnte man Argentum nitricum D12 3x täglich eine Gabe über eine längere Zeit geben.
- Lachesis C30 für die aggressivere Katze

Versuchsweise kann es sinnvoll sein, die Tiere für 1-2 Wochen getrennt in 2 Räumen halten (oder in einem Raum, der durch Glaswand in 2 Hälften getrennt ist). In diesem Fall geht man dann wie folgt vor:
- Zusammenlassen nur bei Fütterung und zum Schmusen mit Ihnen , also bei Angenehmem; so wird die andere Katze zu etwas Positivem
- jeden 2.-3. Tag die Räume tauschen, so dass beide sich an den Geruch der Anderen immer wieder gewöhnen.

- Baldriantropfen und/oder Katzenminze in den Räumen verteilen (fördert Wohlbefinden) .
Schließlich könnte der ängstlicheren Katze auch das Angst reduzierende Selgian oder auch Clomicalm gegeben werden (, voller Wirkungseintritt oft erst nach 2-3 Wochen)

- Das Psychopharmakon Fluoxetin sollte möglichst nur unter Kontrolle eines verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarztes gegeben werden.

-versuchen Sie mit den Katzen viel zu spielen: Trockenfutter suchen lassen

- viele Versteckmöglichkeiten und erhöhte Plätze anbieten (haben Sie vermutlich schon).

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal. Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten ohne Vergütung bliebe.
Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind