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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein jüngerer Kater attakiert den älteren Kater sehr heftig

Beantwortete Frage:

Mein jüngerer Kater attakiert den älteren Kater sehr heftig und markiert einige Stellen im Haus. Ingesamt leben drei Katzen im Haus. Muss ich einen Kater abschaffen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

kastriert sind die Kater vermutlich beide(?). Falls nicht wäre die Kastration die erste Maßnahme
Sinnvoll wäre bei Fortdauer des Problems eine tierärztliche Untersuchung, um organische Ursachen / Schmerzen als Auslöser auszuschließen. Der Kater könnte z.B. eine Schilddrüsenüberfunktion haben, die zu dem aggressiven Verhalten führt. Falls es nicht besser wird würde ich daher eine Blutuntersuchung incl. Schilddrüse und Blutbild machen lassen.
Manchmal ist ein starkes Erschrecken oder plötzliche Schmerzen einer Katze, die diese Empfindung fälschlich mit der anderen Katze in Verbindung bringt, Auslöser für plötzliches aggressives Verhalten.

Auch das „Neu-Ausfechten“ der Rangordnung kann zu plötzlichem aggressivem Verhalten zwischen Katzen führen.

Bitte stellen Sie sich auch folgende Fragen:
-Ist irgend etwas passiert, hat sich etwas in der Wohnung verändert, verhält sich abgesehen von der Aggression eine der Katzen anders als früher (Appetit, Durst...)

Prüfen Sie bitte - soweit möglich - sicherheitshalber bei beiden Katzen Folgendes:
- rektal Temperatur messen (normal 38° - 39°)
- Schleimhautfarbe (Bindehaut, Maul, normal: rosa wie bei uns)
- Puls (Innenseite des Oberschenkels, normal: 80 - 140/min
- Bauch (weich, nicht berührungsempfindlich)
- Atmung (normal 20 -40 Atemzüge/ min)
- Beweglichkeit: normal, kann gut springen
- Zähne ohne viel Zahnstein, Zahnfleisch: ohne Entzündungen
- Appetit: gut, auch Hartes wird gefressen;
- Durst: Wasseraufnahme (über Tränke und Futter) normal 12-20 ml/kg pro Tag
- Pupillen: gleich groß, werden, gleichzeitig kleiner bei Lichteinfall und größer im Dunklen

Falls Ihnen bei dieser Prüfung deutliche Abweichungen vom Normalen auffallen sollten, stellen Sie Ihre Katze bitte baldmöglichst einem Tierarzt vor.

. Bitte beobachten Sie Ihre Katzen, welche Katze:
- Dominanzverhalten (aufgerichtete Ohren, peitschenden Schwanz, aufgerichteter Körper, enge Pupillen., eher Brummen...) zeigt
und bei welcher es sich um
-aggressive Verteidigung handelt, z.(angelegte Ohren, eingeklemmter Schwanz, geduckte Haltung, weite Pupillen, Fauchen und Spucken...)


Falls keine Organstörungen vorliegen (Allgemeinbefinden normal), können folgende Maßnahmen oft helfen, die Situation zu entspannen:

- Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ; Meinten Sie Feliway mit "Pheromone" oder Felifriend oder haben Sie schon Beide versucht?

- "Felifriend" einsetzen (auch ein Katzenpheromon, beide Katzen einreiben, sorgt für gemeinsamen Gruppengeruch)


- evtl. Zylkene (enthält beruhigende Stoffe aus Milch) oder Relaxan (enthält u.a. die beruhigende Aminosäure Tryptophan)

- Bachblüten-Rescuetropfen (10 Tropfen Konzentrat auf 10 ml Wasser, davon 4x täglich 5 Tropfen)
-Natrium chloratum D30 3 Einzelgaben jeden 3. Tag (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette mit etwas Katzenmilch geben) ist bei Unsicherheit oft hilfreich, falls dies keine Wirkung zeigt, könnte man Argentum nitricum D12 3x täglich eine Gabe über eine längere Zeit geben.
- Lachesis C30 für die aggressivere Katze

Versuchsweise kann es sinnvoll sein, die Tiere für 1-2 Wochen getrennt in 2 Räumen halten (oder in einem Raum, der durch Glaswand in 2 Hälften getrennt ist). In diesem Fall geht man dann wie folgt vor:
- Zusammenlassen nur bei Fütterung und zum Schmusen mit Ihnen
- jeden 2.-3. Tag die Räume tauschen, so dass beide sich an den Geruch der Anderen immer wieder gewöhnen.

- Baldriantropfen und/oder Katzenminze in den Räumen verteilen (fördert Wohlbefinden) .
Schließlich könnte der ängstlicheren Katze auch das Angst reduzierende Selgian oder auch Clomicalm gegeben werden (, voller Wirkungseintritt oft erst nach 2-3 Wochen)

- Das Psychopharmakon Fluoxetin sollte möglichst nur unter Kontrolle eines verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarztes gegeben werden.

-versuchen Sie mit den Katzen viel zu spielen: Trockenfutter suchen lassen

- viele Versteckmöglichkeiten und erhöhte Plätze anbieten (haben Sie vermutlich schon).

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind
Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.