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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Ich habe ein Katze zur Pflege. Ich nehme an sie hat Diabethes.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe ein Katze zur Pflege. Ich nehme an sie hat Diabethes. Sie säuft extrem viel und füllt entsprechend auch die Katzentoilette. Ich bekomme sie nicht in den Korb um zum Tierarzt zu gehen. Haben Sie einen Rat?
Mit freundlichem Gruß XXXXX XXXXX
Hallo,
wie hat sich das Gewicht Ihrer Katze entwickelt? Wie ist der Appetit? Viel Durst großer Appetit und gleichzeitig Gewichtsverlust kommen insbesondere bei Diabetes und Schilddrüsenüberfunktion vor.

Zur Feststellung der Ursache wäre eine Blut- und Urinuntersuchung sinnvoll , um die Ursache des erhöhten Durstes zu finden und gezielt behandeln zu können.

Vermehrter Durst und entsprechend größere Harnmenge hat insbesondere folgende Ursachen:
-Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit (bei längerer Dauer meist mit deutlichem Gewichtsverlust) Falls Diabetes vorliegen sollte, müßte Insulin gespritzt werden.
-Diabetes insipidus, Wasserharnruhr (Wasserrückresorbtionsstörung in der Niere), Urinuntersuchung: spezifisches Gewicht des Urins sehr niedrig
-Niereninsuffiziens chronisch
-Cushing, Nebennierenrinde produziert zu viel Cortison, oft auch viel Appetit
-Lebererkrankungen
-Infektionserkrankung , Fieber (rektal gemessen > 39°), gestörtes Allgemeinbefinden,
falls Urinabsatz erschwert (häufig und verkrampft) z.B. auch Blasenentzündung
Bitte Temperatur rektal messen (normal 38°-39°).

Gehen Sie bitte zu Ihrem Tierarzt. (bitte gleich Urin mitbringen, Blutabnahme möglichst nüchtern), Evtl. ist auch Röntgen oder Ultraschall nötig, um die Diagnose zu stellen und eine entsprechende Therapie einleiten zu können.

Bitte das Wasser auf keinen Fall wegstellen. Ohne Behandlung ist das viele Trinken zunächst das Sinnvollste für die Erkrankung, diese Reaktion hat sich im Lauf der Evolution bei der konkreten Erkrankung bewährt. Sobald die Erkrankung ursächlich behandelt wird, wird der Durst von selbst zurückgehen.

Zur Beruhigung beim Tierarztbesuch:
- Transportkorb "Feliway"-Transport-Spray (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben) ;
http://www.zooplus.de/shop/katzen/katzentoilette/verhalten_wohlfuehlen_katzen/169477#more

- für die berührenden Hände: Felifriend: ein spezielles Pheromonspray zur Ausbildung eines gemeinsamen Gruppengeruchs für Menschenhände, damit könnten Sie das Vertrauen zu Ihnen stärken http://www.pfotenshop.com/Katze/Medizinische-Produkte/Feliway-Felifriend/Felifriend-25ml.html

-5 Bachblüten-Rescuetropfen geben vor dem Besuch
- Sedierende Präparate empfehle ich eher nicht , schreibe sie aber der Vollständigkeit halber auf. Hier gibt es verschiedene Präparate , am gebräuchlichsten solche mit dem Wirkstoff Acepromazin, z.B. Sedalin oder Vetranquil. Die Tabletten/Paste werden ca. 1 Stunde vor der Fahrt eingegeben, bei Bedarf kann nach einer halben Stunde noch einmal etwas nachdosiert werden. Wirkdauer beträgt etwa 4 Stunden. Ganz selten können (v.a. schon erregte Tiere) statt mit Beruhigung mit einer paradoxen Erregung reagieren (ist aber sehr selten). Sollte man auf jeden Fall vorher zu Hause ausprobieren und die Katze sollte vor der Gabe vom Tierarzt untersucht worden sein (Herz-Kreisslauf). Das Gleiche gilt auch für Diazepam, etwas längere Wirkung, aber auch etwas häufiger unerwünschte Nebenwirkungen. Vor der Gabe von Beruhigungsmitteln sollte eine Katze möglichst entspannt sein (dann seltener unerwünschte Nebenwirkungen).



Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind

PS:
vielleicht wäre auch ein Hausbesuch durch einen Tierarzt sinnvoll.
In diesen Verzeichnissen sind Tierärzte aufgeführt, die Hausbesuche machen:

- http://www.ihr-guter-tierarzt.de/schlagwort/hausbesuche/3

- www.tierarztmobil.com/



Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Hallo,

falls Diabetes vorliegt:

typisch für unbehandelten Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit, ist bei längerer Dauer meist :
- starker Durst (sinnvolle Reaktion des Körpers, um gefährliche Überzuckerung im Körper zu vermeiden, viel Urin (um Zucker und Flüssigkeit auszuscheiden), evtl. Unsauberkeit
- deutlicher Gewichtsverlust trotz gutem Appetit bis zur Kachexie (Auszehrung)
- trockenes stumpfes Haarkleid, auch Entzündungen bis zu „Hot spots“
- Austrocknung
- Leberverfettung
- Bewegungsstörung v.a. der Hintergliedmaße (Schwäche, falsche Fußung)
- Katarakt (grauer Star, Linsentrübung) bei Katzen sehr selten
Bei weiterem Fortschreiten treten folgende Symptome auf:
- weitere Austrocknung
- Durchfälle
- Maulschleimhautschäden (Ulcera)
- Nierenstörungen
- Erbrechen
Ganz am Ende:
- diabetisches Koma.

Von daher ist es wichtig , daß Ihre Katze Insulin erhält.

Katzen benötigen im Normalfall eine zweimalige Gabe von Insulin
Der Blutgluccosewert liegt bei gesunden Katzen normal zwischen 70 und 150 mg/dl . Bei manchen Katzen steigt er aber aufregungsbedingt bei der Blutabnahme stark an. Auch gesunde Katzen können bei Aufregung 180 mg/dl erreichen (einzelne Tiere sogar Werte über 200mg/dl). Hier ist der Fructosaminwert (repräsentiert die letzten 2-3 Wochen Blutzucker) sehr nützlich.

Katzen benötigen - so wie Sie es schon sagen - im Normalfall eine zweimalige Gabe von Insulin. Als Dosierung wird bei einem Blutzuckergehalt von über 20mmol/l (>360mg/dl) die Gabe von 0,5IE/kg empfohlen; es ist sehr sinnvoll zunächst mit einer relativ niedrigen Dosis zu beginnen, um auf jeden Fall eine Unterzuckerung zu vermeiden (ist grundsätzlich kurzfristig gefährlicher als zu hoher Zucker).

Wurde bei Ihrer Katze auch der Schilddrüsenwert T4 bestimmt? Eine Überfunktion der Schilddrüse kann auch zu einem Diabetes führen. Möglich wäre evtl. auch ein Cushing (zu viel Cortison im Körper, bei Katzen aber selten).

Zur ersten Orientierung , wie es im entspannten Zustand ist - könnten Sie auch den Zucker im Urin (es gibt spezielle Einstreu, mit der man Urin von Katzen auffangen kann, beim Tierarzt) messen (ab 160 - 180 mg/dl nachweisbar); einen ersten Hinweis gibt ebenso die oben beschriebene Symptomatik. Bestimmung von Blutzucker- bzw. Fructosaminwert ist aber sinnvoller.
Zur Einstellung (Bestimmung der optimalen Insulindosis) ist es am Besten ein Tagesprofil zu erstellen. Manche Katzen lassen sich auch vom Besitzer mit einem Glucometer vom Ohr einen hierfür benötigten Tropfen Blut abnehmen.
Von intervet (caninsulin-Hersteller) gibt es auch eine Broschüre für Hundebesitzer, in der alles recht gut beschrieben ist. Evtl. kann Ihr Tierarzt Ihnen eine Broschüre geben. Ob man den gleichen Text auch im Internet runterladen kann, weiß ich nicht, da ich immer die Broschüre mitgebe (bitte ggf. unter http://www.intervet.de /, Tierhalterbroschüre "Aktiv leben mit Diabetes mellitus" nachsehen)

Mehr als gewohnt würde ich nicht füttern. Bei Verwendung von caninsulin wird das Futter meist auf 2 Mahlzeiten am Tag verteilt, da das caninsulin eine frühwirkende und eine spat am Nachmittag wirkende Komponente enthält (2. Fütterung etwa 8 Stunden Abstand von der Injektion und der 1. Fütterung).
Es ist sinnvoll, eine kleine Menge Futter auch vor der Injektion, die am Morgen stattfindet ,zu geben, um zu sehen, ob Ihre Katze Hunger hat. Wenn Sie nämlich Insulin gespritzt haben und die Katze frißt dann nichts, ist die Gefahr einer gefährlichen Unterzuckerung sehr hoch.
Allgemein sollten Sie immer Traubenzucker dabei haben, um es Ihrer Katze bei Symptomen eine Unterzuckers (z.B. torkelnder Gang, schwanken ) geben zu können.

Man kann ein Diätfutter füttern, ist aber nicht in allen Fällen unbedingt erforderlich und als alleinige Maßnahme leider meist nicht ausreichend.
Es gibt auch Feuchtfutter, genaueres hier: http://www.tierarzt24.de/category/5669-diabetes.aspx. Sie können sich das Futter über Ihren Tierarzt bestellen lassen (größere Kliniken geben teils auch Einzelpackungen ab, um zu probieren, welches Futter Ihre Katze überhaupt frisst) oder bei tierarzt24.de unter Angabe meiner Tierarztnummer (V0003073) bestellen, am Besten natürlich in Absprache mit Ihrem Tierarzt.

Homöopathisch können Sie Ihre Katze unterstützen mit:
- Acidum phosphoricum D4 vormitags und nachmittags sowie Syzigium D6 3x täglich (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette). Außerdem wäre die Gabe des Konstitutionsmittels (Anamnese durch homöopathisch arbeitenden Tierarzt vor Ort) sinnvoll.
-Falls Erregung (z.B. durch fremde Katze vor dem Fenster) als Auslöser: Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ; Auch die Gabe von Zylkene wäre möglicj
-Unterstützend können hier auch Bachblüten-Rescuetropfen (4x täglich 5 Tropfen) wirken
Das konkret weitere Vorgehen bei Ihrer Katze richtet sich auch nach den weiteren Blutergebnissen (insbesondere Fructosamin).

Viel Glück!

Freundliche Grüße & danke für die positive Bewertung,

Udo Kind