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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Katzen hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo ich habe eine 4 Monate alte Katze , und seit 2 Tagen

Kundenfrage

Hallo
ich habe eine 4 Monate alte Katze , und seit 2 Tagen eine 6wochen alten Kater.
Meine Katze ist sehr agresive dem kleinen gegenüber , sie faucht und knurrt ihn an und beißt ziemlich agresiv zu.Wie schaffe ich es das sie den kleinen akzeptiert.Zur zeit sind beide getrent in Räume untergebracht,nur meine Katze mijaut die ganze Zeit
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,
leider kommt es öfter vor, daß neu hinzukommende Katzen von den Alteingesessenen zunächst nicht akzeptiert und als unerwünschter Eindringling ins eigene Revier angesehen werden.

Folgende Methoden können oft helfen, die Situation zu entspannen:

A) Verhaltenstraining
- Pheromonaustausch zwischen den Katzen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene Duftstoff auf dem Rücken und der Schulter des anderen Tieres verteilt
dann die jeweilige Katze loben und füttern ( gemeinsamer Gruppengeruch,,so wird der Duft der anderen Katze mit Angenehmem verknüpft). Diesen Pheromonaustausch sollten Sie möglichst unmittelbar vor jeder Fütterung und möglichst auch vor anderen für die Katzen angenehmen Dingen (Schmusen, Streicheln, Spielen) durchführen.

Beim längeren Zusammensein (am Besten während der gewohnten Streichel- und Schmusezeit,):
-Alle Katzen liebevoll streicheln (alle sollten sich geborgen fühlen, die alte etwas bevorzugen, soweit sie gestreichelt werden mag, was Ihre ja hoffentlich bald wieder möchte), evtl. alle Katzen etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise vom Finger lecken lassen
-Um gegenseitige Fellpflege zu animieren kann man dann etwas Leberwurst oder Sahne (oder sonst eine Lieblingsspeise) auf das Fell beider Katzen streichen.

- Viele Spiel- Jagd und Versteckmöglichkeiten anbieten, Futter suchen und fangen lassen, Angelspiele etc., viele erhöhte Plätze, mehrere Kratzbäume.
- Katzen nicht zwangsweise (auf Arm) zueinander führen, sie müssen sich von selbst einander annähern

B) Medikamente
Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit folgenden Medikamenten:
- Rescue-Bachblütentropfen (2x täglich 3 Tropfen für beide Katzen)
- Feliway-Zerstäuber (enthält katzenspezifische beruhigende Wohlfühl-Duftstoffe , Gesichtspheromone, mit denen Katzen beim Köpfchenreiben von ihnen geliebte Dinge markieren, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für Menschen unriechbaren Duftstoff 4 Wochen lang ab; Ceva, gibt´s beim Tierarzt)
-Felifriend (ceva): katzenspezifisches Gesichts-Pheromon, wird auf alle Katzen aufgetragen, so dass ein gemeinsamer Gruppengeruch entsteht
-als homöopathisches Mittel könnte der Aggressiven Lachesis D12 2x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli gegeben werden , der Zurückhaltenden Ignatia C30 5 Globuli 1x/Woche und Natrium chloratum D12 2x täglich ; 1 Gabe heißt 5 Kügelchen oder 1 zerpulverte Tablette mit Katzenmilch schlecken lassen oder mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben
-allen Katzen einmalig Chamomilla C200 geben
-- Baldriantropfen und/oder Katzenminze in den Räumen verteilen (fördert Wohlbefinden)

In manchen Fällen ist eine systematische Desensibilisierung mit Therapiekäfig nötig:
wechselndes Einsperren der Katzen in einen Therapiekäfig für ein paar Stunden, in dem nur Platz für Schlafplatz, 2Toiletten und dem Futter- und Wassernapf ist, Wichtig ist, daß die Katzen allmählich an den Käfig gewöhnt werden (nur noch dort füttern, loben, wenn Katze im Käfig, zunächst immer Tür geöffnet lassen, bis Käfig etwas Angenehmes darstellt). Bitte wenden Sie sich hierzu an einen verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarzt vor Ort.

Man kann es (vorher) auch mit Einsperren der Tiere in alle 2-3 Tage untereinander wechselnden Zimmern versuchen (jede Katze muss sich immer wieder im Geruch der anderen Katze aufhalten). Zusammenlassen der Katzen nur bei angenehmen Dingen (Füttern, Streicheln ec.), während der angenehmen Dinge gegenseitiger Kontakt, sonst kein Kontakt.

Psychopharmaka (wie z.B. Amitrypptilin Fluvoxamin) sollten möglichst nur von einem verhaltenserapeutisch arbeitenden Tierarzt nach gründlicher Voruntersuchung gegeben werden.

Meist funktioniert das Zusammenführen mit diesen Maßnahmen innerhalb von ein paar Tagen (bis Wochen), es gibt aber auch immer wieder Einzelfälle, wo sich Katzen nicht so gut "riechen" können, so wie dies bei Menschen ja auch ist. Dies ist aber sehr selten, zu Mindest eine Gewöhnung (Katzen akzeptieren sich gegenseitig) ist fast immer möglich. .

Viel Erfolg!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal. Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten ohne Vergütung bliebe.

Vielen Dank XXXXX XXXXX!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

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