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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Vor ca 6 Wochen haben wie einen ca. 8 Monate alten "Fund-Kater"

Kundenfrage

Vor ca 6 Wochen haben wie einen ca. 8 Monate alten "Fund-Kater" in einem schlechten Allgemeinzustand (Ernährungsstatus schlecht, Fell stumpf, starker Speichelfluss) aufgenommen.
Untersuchung beim TA ergab, dass keine Leukose , FIP o.ä. vorliegt. Blutbild ok. Erste Antibiotika Behandlung (2 Spritzen im Abstand von wenigen Tagen) schlug hervorragend an, Allgemeinzustand ausgezeichnet, Speichelfluss eliminiert. Nach Kastration im Abstand von 4 Wochen trat erneut starker Speichelfluss auf, Kater war auch wieder "schlecht drauf". Erneute Antibiotika Behandlung wiederum hervorragend angeschlagen (1 initiale Injektion mit anschließender oraler Gabe für weitere 5 Tage ; zu bemerken ist, dass nach der Spritze zunächst 2 Tage verstreichen sollten, bevor orale Gabe begonnen werden sollte, da jedoch die Symptomatik bereits am Abend vor dem empfohlenen Beginn der oralen Therapie wieder auftrat, wurde die orale Antibiose bereits früher gestartet mit dem : Ergebnis der sofortigen Besserung; Kater spielte und war "putzmunter"). Nun nach Ablauf der oralen Therapie tritt erneut die gleiche Symptomatik auf: Ermattet, Speichelfluss und man sieht, dass er Schmerzen hat. Was gilt es in Erwägung zu ziehen? Es scheint sich ja definitiv um ein infektiöses Geschehen zu handeln, da er sofort auf Antibiotika Therapie anspricht. Zähne? Parotis? Mandeln? Welche diagnostischen Massnahmen sollten in Erwägung gezogen werden? Welcher Befund könnte vermutet werden?
Danke XXXXX XXXXX Antwort.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

zunächst sollte der gesamte Rachenbereich inklusive Zähne kontrolliert werden. Was vorliegen könnte, ist eine bereits chronische Zahnfleischentzündung im Sinne einer Autoimmunerkankung. Gerade im jungen Alter - nach einer Narkose und nach dem Zahnwechsel - ist der Ausbruch einer solchen Erkrankung nicht selten.
Auch eine FIV sollte ausgeschlossen sein durch den Blutbefund.
Im Blutbild wären Veränderungen zu erkennen (leukozytose) bei einem akuten Entzündungsprozeß.
Nur dann kann eine Antibiose anschlagen - und nur dann macht sie eigentlich auch Sinn.
Das verstärkte Speicheln spricht ziemlich eindeutig für einen Befund im Rachenraum - daher sollte dieser notfalls in Narkose zumindest bis zum Kehlkopf kontrolliert werden.
Auch ein persistierender Fremdkörper wäre eine mögliche Ursache, oder eine Zahnwurzelentzündung. Evtl könnte man dies bei einer Röntgenaufnahme des Schädels erkennen - auch dies leider nur wieder in Narkose möglich.
Ich würde momentan ohne Diagnose und bei Besserung unter Antibiose empfehlen diese für ca. 14 Tage fortzuführen, um eine vollständige Erregerelimination wahrscheinlich zu machen.

Spätestens wenn die Symptome dann erneut auftreten, muß weiter nachgeforscht werden.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben. Bitte bewerten Sie meine Antwort, wenn Sie zufrieden sind durch Anclicken eines Smiley - Buttons. Nur durch eine positive Bewertung wird meine Arbeit vergütet. Sollten Sie nicht mit meiner Antwort zufrieden sein, können Sie gerne nochmals nachfragen, damit Sie eine zufriedenstellende Antwort erhalten.

Vielen Dank XXXXX XXXXX !

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke

Tierarzt-mobil und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre schnelle und informative Antwort. Kurze Zusatzfrage: Würden Sie einen Wechsel des Antibiotikums empfehlen, oder bei erneute Gabe des gleichen Wirkstoffes vorziehen (hat ja zumindest nach kurzfristiger, vorschriftsmäßiger Einahme gut gewirkt, zumindest für die Dauer der Einnahme, wenn auch nicht nach Absetzen.
Liebe Grüße und Dank vorab,

Martina Evertz

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
beides ist möglich. Aber in diesem Fall wäre es vielleicht sinnvoller einen anderen Wirkstoff zu nehmen, um Resistenzen auszuschließen . Manchmal gibt es auch multifaktorielle Erkrankungen mit der Beteiligung mehrerer Keime. Es wäre denkbar, daß bisher nur ein Keim bekämpft wurde, während der 2 noch vorhanden blieb. Dies könnte erklären, weshalb die Antibiose geholfen hat, der Effekt jedoch nicht nachhaltig war.

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke