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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Bitte Ihren Rat: meine Katze ist über 20 Jahre at und hat jetzt

Kundenfrage

Bitte Ihren Rat: meine Katze ist über 20 Jahre at und hat jetzt Diabetes bekommen. Im Herbst war das Blutbild noch in Ordnung.Vielen Dank,XXXXX
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

war neben dem Blutzucker (oft auch Stress bedingt erhöht) auch der Fruktosaminwert erhöht? (repräsentiert Zucker der letzten 2-3 Wochen). War der schilddrüsenwert T4 ok?

Falls nur geringe Erhöhung kann man Diät versuchen; bei deutlicher Erhöhung ist meist die Inkjektion von Insulin erforderlich. Sinnvoll wäre auf jeden Fall eine Kontrolle der werte in etwa 4 Wochen, um dann zu entscheiden ob Insulin erforderlich ist (manche Katzen haben auch einen passageren Diabetes (nur voübergehend auftretender Diabetes).

Typisch für unbehandelten Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit, ist bei längerer Dauer meist :
- starker Durst (sinnvolle Reaktion des Körpers, um gefährliche Überzuckerung im Körper zu vermeiden, viel Urin (um Zucker und Flüssigkeit auszuscheiden), evtl. Unsauberkeit
- deutlicher Gewichtsverlust trotz gutem Appetit bis zur Kachexie (Auszehrung)
- trockenes stumpfes Haarkleid, auch Entzündungen bis zu „Hot spots“
- Austrocknung
- Leberverfettung
- Bewegungsstörung v.a. der Hintergliedmaße (Schwäche, falsche Fußung)
- Katarakt (grauer Star, Linsentrübung) bei Katzen sehr selten
Bei weiterem Fortschreiten treten folgende Symptome auf:
- weitere Austrocknung
- Durchfälle
- Maulschleimhautschäden (Ulcera)
- Nierenstörungen
- Erbrechen
Ganz am Ende:
- diabetisches Koma.

Von daher ist es wichtig , daß Ihre Katze bei deutlich erhöhten Werten und starkem Durst Insulin erhält.

Katzen benötigen im Normalfall eine zweimalige Gabe von Insulin
Der Blutgluccosewert liegt bei gesunden Katzen normal zwischen 70 und 150 mg/dl . Bei manchen Katzen steigt er aber aufregungsbedingt bei der Blutabnahme stark an. Auch gesunde Katzen können bei Aufregung 180 mg/dl erreichen (einzelne Tiere sogar Werte über 200mg/dl). Hier ist der Fructosaminwert (repräsentiert die letzten 2-3 Wochen Blutzucker) sehr nützlich.

Wurde bei Ihrer Katze auch der Schilddrüsenwert T4 bestimmt? Eine Überfunktion der Schilddrüse kann auch zu einem Diabetes führen. Möglich wäre evtl. auch ein Cushing (zu viel Cortison im Körper, bei Katzen aber selten).

Zur ersten Orientierung , wie es im entspannten Zustand ist - könnten Sie auch den Zucker im Urin (es gibt spezielle Einstreu, mit der man Urin von Katzen auffangen kann, beim Tierarzt) messen (ab 160 - 180 mg/dl nachweisbar); einen ersten Hinweis gibt ebenso die oben beschriebene Symptomatik. Bestimmung von Blutzucker- bzw. Fructosaminwert ist aber sinnvoller.
Zur Einstellung (Bestimmung der optimalen Insulindosis) ist es am Besten ein Tagesprofil zu erstellen. Manche Katzen lassen sich auch vom Besitzer mit einem Glucometer vom Ohr einen hierfür benötigten Tropfen Blut abnehmen.
Von intervet (caninsulin-Hersteller) gibt es auch eine Broschüre für Hundebesitzer, in der alles recht gut beschrieben ist. Evtl. kann Ihr Tierarzt Ihnen eine Broschüre geben. Ob man den gleichen Text auch im Internet runterladen kann, weiß ich nicht, da ich immer die Broschüre mitgebe (bitte ggf. unter http://www.intervet.de /, Tierhalterbroschüre "Aktiv leben mit Diabetes mellitus" nachsehen)

Mehr als gewohnt würde ich nicht füttern. Bei Verwendung von caninsulin wird das Futter meist auf 2 Mahlzeiten am Tag verteilt, da das caninsulin eine frühwirkende und eine spat am Nachmittag wirkende Komponente enthält (2. Fütterung etwa 8 Stunden Abstand von der Injektion und der 1. Fütterung).
Es ist sinnvoll, eine kleine Menge Futter auch vor der Injektion, die am Morgen stattfindet ,zu geben, um zu sehen, ob Ihre Katze Hunger hat. Wenn Sie nämlich Insulin gespritzt haben und die Katze frißt dann nichts, ist die Gefahr einer gefährlichen Unterzuckerung sehr hoch.
Allgemein sollten Sie immer Traubenzucker dabei haben, um es Ihrer Katze bei Symptomen eine Unterzuckers (z.B. torkelnder Gang, schwanken ) geben zu können.

Man kann ein Diätfutter füttern, als alleinige Maßnahme nur bei leichten Fällen erfolgreich.
Es gibt auch Feuchtfutter, genaueres hier: http://www.tierarzt24.de/category/5669-diabetes.aspx. Sie können sich das Futter über Ihren Tierarzt bestellen lassen (größere Kliniken geben teils auch Einzelpackungen ab, um zu probieren, welches Futter Ihre Katze überhaupt frisst) oder bei tierarzt24.de unter Angabe meiner Tierarztnummer (V0003073) bestellen, am Besten natürlich in Absprache mit Ihrem Tierarzt.

Homöopathisch können Sie Ihre Katze unterstützen mit:
- Acidum phosphoricum D4 vormitags und nachmittags sowie Syzigium D6 3x täglich (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette). Außerdem wäre die Gabe des Konstitutionsmittels (Anamnese durch homöopathisch arbeitenden Tierarzt vor Ort) sinnvoll.
-Falls Erregung (z.B. durch fremde Katze vor dem Fenster) als Auslöser: Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ; Auch die Gabe von Zylkene wäre möglicj
-Unterstützend können hier auch Bachblüten-Rescuetropfen (4x täglich 5 Tropfen) wirken
Das konkret weitere Vorgehen bei Ihrer Katze richtet sich auch nach den weiteren Blutergebnissen (insbesondere Fructosamin).

Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank Herr Dr. Kind. Die allgemeinen Infos zur Katzendiabetes hatte ich schon. Es wurde auf stressbedingt überprüft, aber es handelt sich leider nicht im Stressdiabetes sondern ziemlich hohe Diabeteswerte. Mein tierarzt meinte, da die Katze bereits 20 ist, sollten wir sie nich mit Spritzen und Tests traktieren, sondern das Futter umstellen und nach 2 Wochen nochmal testen, evtl. dann erst mit Spritzen fortfahren??? Die homöopathischen Tipps werde ich als unterstützende Maßnahmen einsetzen und bin Ihnen dafür sehr dankbar.


Liebe Grüße aus München,


Dorit Funhff

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

so wie es Ihr Tierarzt vorschlägt, ist es vernünftig.

Drücke die Daumen, daß Futter und Homöopathie reichen.

Freundliche Grüße & danke für die positive Bewertung,

Udo Kind