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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

unser katze ( 11 jahre ) macht seit 1 jahr alles unter sich

Kundenfrage

unser katze ( 11 jahre ) macht seit 1 jahr alles unter sich nun wird sie immer aggressiver - liegt wohl auch an den katzenbabys die wir seit 2 monaten haben -sie hat bereits vor 2 wochen eine beruhigungsspritze bekommen die aber nicht angeschlagen ist - ich kann nicht mehr sie geht auf die kinder 5,9 +12jahre und mich los - was sollen wri machen so geht es nicht weiter
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

so wie Sie die Katze beschreiben , wäre es vermutlich das Beste die Katze an einen Bauernhof o.ä. abzugeben wo sie ins Freie kann. Aggressivität auch gegen Menschen und Unsauberkeit schon 1 Jahr spricht für eine gravierende Störung

Manchmal ist ein starkes Erschrecken oder plötzliche Schmerzen einer Katze, die diese Empfindung fälschlich mit der anderen Katze in Verbindung bringt, Auslöser für plötzliches aggressives Verhalten.
Um organische Ursachen auszuschließen wäre eine tierärztliche Untersuchung z.B auf Überfunktion der Schilddrüse und Entzündungen sinnvoll. Für eine tierärztliche Untersuchung könnte man Acepromazin (Vetranqil) ins Fressen geben, wirkt sedierend. Möglicherweise reicht auch schon die Gabe von Relaxan Tabletten. Evtl. könnte man den Kater mit einer speziellen Katzenfalle am Morgen des Untersuchungstages einfangen.
Leider sind manchmal auch Gehirnveränderungen (auch Tumore) Grund für allmählich sich steigernde Aggressivität.

Bitte stellen Sie sich folgende Fragen:
-Ist irgend etwas passiert, hat sich etwas in der Wohnung verändert, verhält sich abgesehen von der Aggression eine der Katzen anders als früher (Appetit, Durst...)

Bitte beobachten Sie die Katze ob sie unmittelbar vor dem Angriff:
- Dominanzverhalten (aufgerichtete Ohren, peitschenden Schwanz, aufgerichteter Körper, enge Pupillen., eher Brummen...) zeigt oder es sich um
-aggressive Verteidigung handelt (angelegte Ohren, eingeklemmter Schwanz, geduckte Haltung, weite Pupillen, Fauchen und Spucken...)

Folgende Maßnahmen könnten helfen, die Situation zu entspannen (soweit durchführbar):

A) Verhaltenstraining
- zwischen den Katzen:

Pheromonaustausch zwischen den Katzen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene
Duftstoff auf dem Rücken und der Schulter des anderen Tieres verteilt
dann die jeweilige Katze loben und füttern ( gemeinsamer Gruppengeruch,,so wird der Duft der anderen Katze mit Angenehmem verknüpft). Diesen Pheromonaustausch sollten Sie möglichst unmittelbar vor jeder Fütterung und möglichst auch vor anderen für die Katzen angenehmen Dingen (Schmusen, Streicheln, Spielen) durchführen.

Beim längeren Zusammensein:
-Alle Katzen liebevoll streicheln (alle sollten sich geborgen fühlen), evtl. alle Katzen etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise vom Finger lecken lassen
-Um gegenseitige Fellpflege zu animieren kann man dann etwas Leberwurst oder Sahne (oder sonst eine Lieblingsspeise) auf das Fell beider Katzen streichen.

B) Medikamente
Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit folgenden Medikamenten:
- Rescue-Bachblütentropfen (4x täglich)
-Felifriend (Pheromon Spray, Ceva) ist auf jeden Fall gut (sorgt für gemeinsamen Gruppengeruch)
- Feliway-Zerstäuber beruhigendes Wohlfühlpheromon, gibt´s als Verdampfer für 4-Wochen
-als homöopathisches Mittel Lachesis D12 2x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli gegeben werden , mit Katzenmilch schlecken lassen oder mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben

In manchen Fällen ist eine systematische Desensibilisierung mit Therapiekäfig nötig (funktioniert mit Ihrem Kater möglicherweise aber auch nicht):
wechselndes Einsperren der Katzen in einen Therapiekäfig für ein paar Stunden, in dem nur Platz für Schlafplatz, 2Toiletten und dem Futter- und Wassernapf ist, Wichtig ist, daß die Katzen allmählich an den Käfig gewöhnt werden (nur noch dort füttern, loben, wenn Katze im Käfig, zunächst immer Tür geöffnet lassen, bis Käfig etwas Angenehmes darstellt). Bitte wenden Sie sich hierzu an einen verhaltenstherapeutisch arbeitnden Tierarzt vor Ort.

Evtl. wäre aber wie gesagt auch das Abgeben der Katze sinnvoll

Viel Erfolg!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.
Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend meine Antwort positiv oder neutral zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten ohne Vergütung bliebe. Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind