So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...
Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Katzen hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, unser Kater war 2010 Diabetiker und wir konnten 2011

Kundenfrage

Hallo,
unser Kater war 2010 Diabetiker und wir konnten 2011 im April die Canisulingabe einstellen, da sich die Werte( gemessen mit Bayer contour) auf 64-85 eingeregelt hatte und die Ketonewerte auf 0. Heute haben wir einen Wert 121 beim Zucker und 0,0 bei Ketone gemessen. Wie sollen wir reagieren??

Mfg
B.Hofferer
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

der Wert 121 mg/dl liegt voll im Normalbereich, der bei Katzen zwischen 70 und 150 mg/dl liegt. Sinnvoll wäre es, in der nächsten Zeit mal den Fruktosaminwert bestimmen zu lassen, da dieser Wert den Blutzucker der letzten 3 Wochen repräsentiert. Außerdem bitte auf den Durst achten (bie Diabetes wird allgemein in der Regel mehr getrunken). Wiegen Sie Ihre Katze bitte 1x wöchentlich, dann würden Sie den bei Diabetes meist stattfindenden Gewichtsverlust bemerken.

Es ist sehr gut, daß Sie den Blutzucker (1x / Woche) selbst messen; bei stärkeren Schwankungen wäre die Erstellung eines Tagesprofils sinnvoll (falls Ihre Katze das zuläßt).

Typisch für unbehandelten Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit, ist bei längerer Dauer meist :
- starker Durst (sinnvolle Reaktion des Körpers, um gefährliche Überzuckerung im Körper zu vermeiden, viel Urin (um Zucker und Flüssigkeit auszuscheiden), evtl. Unsauberkeit
- deutlicher Gewichtsverlust trotz gutem Appetit bis zur Kachexie (Auszehrung)
- trockenes stumpfes Haarkleid, auch Entzündungen bis zu „Hot spots“
- Austrocknung
- Leberverfettung
- Bewegungsstörung v.a. der Hintergliedmaße (Schwäche, falsche Fußung)
- Katarakt (grauer Star, Linsentrübung) bei Katzen sehr selten
Bei weiterem Fortschreiten treten folgende Symptome auf:
- weitere Austrocknung
- Durchfälle
- Maulschleimhautschäden (Ulcera)
- Nierenstörungen
- Erbrechen
Ganz am Ende:
- diabetisches Koma.

Falls der Fruktosaminwert erhöht sein sollte undsich ein Diabetes entwickeln sollte, gilt Folgendes:

Katzen benötigen im Normalfall eine zweimalige Gabe von Insulin
Der Blutgluccosewert liegt bei gesunden Katzen normal zwischen 70 und 150 mg/dl . Bei manchen Katzen steigt er aber aufregungsbedingt bei der Blutabnahme stark an. Auch gesunde Katzen können bei Aufregung 180 mg/dl erreichen (einzelne Tiere sogar Werte über 200mg/dl). Hier ist der Fructosaminwert (repräsentiert die letzten 2-3 Wochen Blutzucker) sehr nützlich.

Bei der Gabe von Insulin ist es sehr sinnvoll zunächst mit einer relativ niedrigen Dosis zu beginnen, um auf jeden Fall eine Unterzuckerung zu vermeiden (ist grundsätzlich kurzfristig gefährlicher als zu hoher Zucker).

Wurde bei Ihrer Katze auch der Schilddrüsenwert T4 bestimmt? Eine Überfunktion der Schilddrüse kann auch zu einem Diabetes führen. Möglich wäre evtl. auch ein Cushing (zu viel Cortison im Körper, bei Katzen aber selten).

Zur ersten Orientierung , wie es im entspannten Zustand ist - könnten Sie auch den Zucker im Urin (es gibt spezielle Einstreu, mit der man Urin von Katzen auffangen kann, beim Tierarzt) messen (ab 160 - 180 mg/dl nachweisbar); einen ersten Hinweis gibt ebenso die oben beschriebene Symptomatik. Bestimmung von Blutzuckergehaltes (so wie Sie es schon machen) bzw. Fructosaminwert ist aber sinnvoller.
Zur Einstellung (Bestimmung der optimalen Insulindosis) ist es am Besten ein Tagesprofil zu erstellen. Manche Katzen lassen sich auch vom Besitzer mit einem Glucometer vom Ohr einen hierfür benötigten Tropfen Blut abnehmen.
Von intervet (caninsulin-Hersteller) gibt es auch eine Broschüre für Hundebesitzer, in der alles recht gut beschrieben ist. Evtl. kann Ihr Tierarzt Ihnen eine Broschüre geben. Ob man den gleichen Text auch im Internet runterladen kann, weiß ich nicht, da ich immer die Broschüre mitgebe (bitte ggf. unter http://www.intervet.de /, Tierhalterbroschüre "Aktiv leben mit Diabetes mellitus" nachsehen)

Mehr als gewohnt würde ich nicht füttern. Bei Verwendung von caninsulin wird das Futter meist auf 2 Mahlzeiten am Tag verteilt, da das caninsulin eine frühwirkende und eine spat am Nachmittag wirkende Komponente enthält (2. Fütterung etwa 8 Stunden Abstand von der Injektion und der 1. Fütterung).
Es ist sinnvoll, eine kleine Menge Futter auch vor der Injektion, die am Morgen stattfindet ,zu geben, um zu sehen, ob Ihre Katze Hunger hat. Wenn Sie nämlich Insulin gespritzt haben und die Katze frißt dann nichts, ist die Gefahr einer gefährlichen Unterzuckerung sehr hoch.
Allgemein sollten Sie immer Traubenzucker dabei haben, um es Ihrer Katze bei Symptomen eine Unterzuckers (z.B. torkelnder Gang, schwanken ) geben zu können.

Man kann ein Diätfutter füttern, ist aber nicht in allen Fällen unbedingt erforderlich und als alleinige Maßnahme leider meist nicht ausreichend.
Es gibt auch Feuchtfutter, genaueres hier: http://www.tierarzt24.de/category/5669-diabetes.aspx. Sie können sich das Futter über Ihren Tierarzt bestellen lassen (größere Kliniken geben teils auch Einzelpackungen ab, um zu probieren, welches Futter Ihre Katze überhaupt frisst) oder bei tierarzt24.de unter Angabe meiner Tierarztnummer (V0003073) bestellen, am Besten natürlich in Absprache mit Ihrem Tierarzt.

Homöopathisch können Sie Ihre Katze unterstützen mit:
- Acidum phosphoricum D4 vormitags und nachmittags sowie Syzigium D6 3x täglich (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette). Außerdem wäre die Gabe des Konstitutionsmittels (Anamnese durch homöopathisch arbeitenden Tierarzt vor Ort) sinnvoll.
-Falls Erregung (z.B. durch fremde Katze vor dem Fenster) als Auslöser: Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ; Auch die Gabe von Zylkene wäre möglicj
-Unterstützend können hier auch Bachblüten-Rescuetropfen (4x täglich 5 Tropfen) wirken
Das konkret weitere Vorgehen bei Ihrer Katze richtet sich auch nach den weiteren Blutergebnissen (insbesondere Fructosamin).

Viel Glück!

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

hat uns sehr geholfen

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Freut mich!

Danke für´s Akzeptieren und alles Gute für Sie und Ihre Katze.

Freundliche Grüße,

Udo Kind