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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unser Kater (11 Jahre, kastriert, EKH, lebt im Haus, darf aber

Kundenfrage

Unser Kater (11 Jahre, kastriert, EKH, lebt im Haus, darf aber raus, lebt mit 2 Katzen) war seit einigen Tagen extrem, ruhig, fraß sehr schlecht, hat abgenommen von 6300 auf 5600 g, hat sehr struppiges Fell, torkelte etwas und lief sehr langsam. Er schlief jedoch meist.
Zunächst nahmen wir Eifersucht auf unsere kleine Katze (lebt seit 26.03. bei uns, ist ca. 10 Monate). Gestern gingen wir jedoch zum TA, da sich nichts besserte (Blutwerte i.O., Untertemperatur, sonst keine Auffälligkeiten.) TA empfahl "stat. Aufnahme" und Vitamin B 12 Tropf, womit wir einverstanden waren. 18.00 bekam er dort einen Krampfanfall. Verdacht auf Epilepsie. Entsprechende Behandlung erfolgte. Der Kater vertrug die Medikamente im TRopf nicht, seine Reaktion wäre völlig atypisch, sagte der TA. Er war praktisch nicht ansprechbar.
Die Ursache könne auch ein Hirntumor sein, meinte der TA. Gibt es noch weitere diagnostische Möglichkeiten? Wir leben in einer ziemlich kleinen Stadt nicht allzuweit von Berlin entfernt. Was raten Sie? Gibt es noch weitere Ursachen für Krampfanfälle?
Vielen Dank. MFG J.I.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

welche Untersuchungen waren denn bei dr Blutuntersuchung dabei?

Hat(te Ihr Kater zu irgendeinem Zeitpunkt Fieber? Hatte er vermehrt Durst? Gab es eine Phase der Unruhen und evtl. auch des Heißhungers (und trotzdem Abmagerung)? (dies wäre typisch für Schilddrüsenüberfunktion; war der Hauptschilddrüsenwert "T4" bei der Blutuntersuchung dabei?


Insbesondere folgende Ursachen kommen als Ursache für die Krämpfe in Frage:

-schwere Stoffwechselstörung, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens) oder Diabetes , in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst der Katzen auf; Auch eine Unterzuckerung wäre möglich; Diagnose durch Blutuntersuchung möglich, Blutuntersuchung wäre auch zum Ausschluß auch anderer Erkankungen (Leber, Schilddrüse...) geeignet
-Infektionen (z.B. Leukose, FIP, dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen
-Sauerstoffmangel durch Herzfehler (wie bei Ihrer Katze festgestellt) oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würden bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit (wie schnell war die Atmung in Ruhe? normal bis 40/Minute), schnelle Erschöpfung etc. auffallen)
-Vergiftung
-Hirnveränderung z.B. Durchblutungsstörung (hier hilft oft Karsivan, intervet) in sehr seltenen Fällen auch Hirntumor
- Epilepsie (Krämpfe ohne feststellbare Ursache)

Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen etc.) erforderlich.

Je eher ein solcher Zustand behandelt wird (z.B. mit entkrampfenden Mitteln aber natürlich möglichst auch die Ursache), desto geringer sind die Spätfolgen und desto größer ist die Heilungschance. Auch die Kosten sind bei späterer Behandlung in der Regel höher.

Gegen die Krämpfe kann man Phenobarbital (Luminaletten, wie von Ihrem Tierarzt verordnet) als (Dauer-)gabe versuchen ( Voller Wirkungseintritt erst nach 2-3 Wochen).
Im akuten Anfall, insbesondere bei richtigen Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen) hilfreich, in solch einem Fall möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):
-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben oder mit etwas Katzenmilch aufschlecken lassen),
- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).
-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

Mit Phenobarbital (Luminaletten) lassen sich Krampfanfälle (falls ohne erkennbare behandelbare Ursache) oft gut kontrollieren. Sie sollten den Blutspiegel des Wirkstoffes (Phenobarbital) nach etwa 3-4 Monaten Gabe kontrollieren lassen.

Falls es morgen nicht besser ist, wäre evtl. ein Besuch bei der Uniklinik Berlin sinnvoll: Kleintierklinik (Oerzenweg evtl. vorher anmelden: http://www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/kliniken/we20/index.html ).

Viel Glück!



Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

PS: bin erst morgen früh ab ca. 7:00 wieder online. Gute Nacht!

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dr. Kind,

 

danke für Ihre Antwort.

Der Kater hat - wie ich geschrieben hatte- Untertemperatur und keine weiteren Auffälligkeiten, außer, dass er phlegmatischer wirkte und schlecht fraß.

Zunächst hatte ich eine psychische Reaktion auf die kleine (türkische) Katze vermutet, die als dritte Katze am 26.03. ins Haus kam.

Unsere drei Katzen haben alle Impfungen (auch Leukose und FIP). Ich weiß, dass FIP Impfungen nicht hundertprozentig wirken.

Der Kater liegt jetzt beim Haus TA in der Praxis, wir haben heute um 10.00 Uhr einen Termin. Ich werde Ihre Fragestellungen zum TA mitnehmen.

Der Haus TA (d.h. seine junge angestellte TÄ) wirkte auf mich ziemlich ratlos.

Es ist in unserer Stadt (knapp 60.000 EW) jedoch die beste Kleintierpraxis.

 

Kann die Mails im Forum jemand mitlesen?

 

Mit freundlichen GRüßen

J. Richter

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

wie tief war die Untertemperatur denn (unter 37,5° oder sogar unter 37°)?

Bei FIP hat man im Normalfall unbeeinflußbares hohes Fieber (Untertemperatur nur im Endstadium). Ich würde trotz Impfung auf jeden Fall auf FeLV und -falls Freigänger- auch auf FIV untersuchen Wie sind Puls und Atmung? (beschleunigt und flach?) Wäre eine Giftaufnahme möglich? Liegt Austrocknung vor? Bei infektiösen Ursachen / Stoffwechselstörungen entsteht die Untertemperatur meist allmählich.

Auch ein Schock verschiedener Ursache wäre möglich, falls die Untertemperatur plötzlich entstanden ist

Hier sind Infusionen besonders wichtig, soweit möglich auch die Gabe von erwärmter Fleischbrühe oral. Homöopathisch ist Veratrum album D6 oft ein gutes Mittel. Außerdem ist die Gabe von Bachblüten-Rescue_tropfen 3-stündlich 4 Tropfen sinnvoll.

Viel Glück!

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

Udo Kind