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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Meine Katze (8 Jahre, BKH, nimmt seit ca.5 Jahren, aufgrund

Kundenfrage

Meine Katze (8 Jahre, BKH, nimmt seit ca.5 Jahren, aufgrund einer Immunschwäche Prednisalon 5mg, jeden zweiten Tag eine halbe Tablette) ist seit einigen Monaten sehr verängstigt und sehr aggressiv mir gegenüber. Jedesmal wenn ich an ihr vorbeilaufe faucht sie mich entweder an oder greift mich sogar an, indem sie sich in mein Bein festkrallt. Dieses Verhalten ist kontinuierlich schlimmer geworden. Wir leben in einem 3 Personen Haushalt. Gegenüber meiner Tochter und meinem Mann verhält sie sich zwar gelegentlich ebenfalls irritiert und verängstigt (faucht), jedoch nicht in diesem Ausmaß. Seit Februar bin ich nicht mehr berufstätig und als Hausfrau fast durchgängig zu hause. Das Verhalten ist seit dem zu beobachten gewesen, anfangs nur gelegentlich und mittlerweile fast täglich. Zudem weint sie des öfteren Nachts und ist bei jedem ungewöhnlichen Geräusch oder wenn sie Stimmen hört (besonders meine) auf Lauerstellung. Sie war schon immer scheu und ängstlich, aber hatte stets Vertrauen zu mir. Mit ihr zum Arzt zu gehen ist eine Tortur, da sie dort zum Tiger mutiert. Ich habe mittlerweile richtige Angst, wenn sie in meine Nähe kommt und kann mich nur noch mit einer Wasserpistole gegen sie wehren, sobald sie anfängt mich anzufauchen. Ich weiss nicht mehr weiter und möchte, dass sie wieder so wird wie vorher. Können Sie mir sagen, woran es liegen könnte, dass sie sich so verhält? Bachblüten haben wir ebenfalls schon ausprobiert, die haben aber leider nichts gebracht.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

manchmal ist ein starkes Erschrecken oder plötzliche Schmerzen einer Katze, die diese Empfindung fälschlich mit einem bestimmten Menschen in Verbindung bringt, Auslöser für aggressives Verhalten gegen diesen bestimmten Menschen.

Um organische Ursachen auszuschließen wäre bei Fortdauer des Problems trotz Durchführung der unten genannten Maßnahmen eine tierärztliche Untersuchung z.B auf Überfunktion der Schilddrüse und Entzündungen (trotz Aufregung beim Tierarztbesuch) sinnvoll, um die Erkrankung ggf. gezielt (z.B. gegen Schilddrüsenüberfunktion oder mit einem entzündungshemmenden Schmerzmittel) behandeln zu können. Für eine tierärztliche Untersuchung könnte man notfalls Acepromazin (Vetranqil) ins Fressen geben, wirkt sedierend. Möglicherweise reicht auch schon die Gabe von Relaxan Tabletten.
Bitte beobachten Sie die Katze r, ob sie unmittelbar vor dem Angriff:
- Dominanzverhalten (aufgerichtete Ohren, peitschenden Schwanz, aufgerichteter Körper, enge Pupillen., eher Brummen...) zeigt oder es sich um
-aggressive Verteidigung handelt (angelegte Ohren, eingeklemmter Schwanz, geduckte Haltung, weite Pupillen, Fauchen und Spucken...)

Folgende Maßnahmen könnten helfen, die Situation zu entspannen (soweit durchführbar):

A) Verhaltenstraining
- Pheromonaustausch zwischen de r Katze und dem angegriffenen Menschen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene Duftstoff auf Hände des Menschen verteilt.
Geruch von Menschenhand (evtl. auch von Achselhöhle) auf Wattebausch auftragen
Die Katze erhält die besten Dinge (Futtern Loben, Schmusen...) immer in Gegenwart des Gerruchs vom Angst/Aggression auslösenden Menschen,,so wird der Duft der des Menschen mit Angenehmem verknüpft).
Später beimdirekten Zusammensein:
-etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise) vom Finger lecken lassen
- bei direktem Angriff ist Nassspritzen weiter eine gut Maßnahme (evtl. auch in die Hände Klatschen...), sollte man aber nur möglichst selten machen.
Um der Katze noch mehr Abwechselung und "Auslastung" (Folge: ausgeglichener) zu verschaffen (ich nehme an, es handelt sich um eine reine Wohnungskatze?) können Sie folgendes tun:
-Lassen Sie Spielzeug von der Decke hängen, werfen Sie Bälle, verwenden Sie aufziehbares Spielzeug.
-Viel spielen, evtl. beim Spiel Handschuhe tragen.(Angelspiel, Werfspiel, Fangspiel, Such- und Verseckspiel…)
-Bringen Sie außerdem von Einkäufen Kartons und andere neue Gegenstände mit (diese legen Sie insbesondere während Ihrer Abwesenheit und, wenn Sie keine Zeit haben, aus).
-Wechseln Sie die Spielzeuge (werden dann interessanter)
-viele Rückzugsmöglichkeiten und Kratzbaum sind bei Ihnen - denke ich - schon vorhanden (?)
- lassen Sie Ihre Katze bis zur Hälfte vom Futter suchen (Trockenfutter verstecken). Es gibt auch einen Futterwürfel (Buster cube, sind eigentlich für Hunde ( Größe bis 10 kg wählen), werden von Katzen aber auch manchmal gern benutzt und führen dann zu einer höheren Auslastung des Tieres), der Trocknfutter nur dann abgibt, wenn er bewegt wird. Er kann immer wieder neu befüllt werden (erhältlich beim Tierarzt oder evtl. im Zoohandel).


B) Medikamente
Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit folgenden Medikamenten:
- Rescue-Bachblütentropfen (4x täglich)
-Felifriend (Pheromon Spray, Ceva) , damit Katze und Menschenhand einreiben , nicht ansprühen (sorgt für gemeinsamen Gruppengeruch)
- Feliway-Zerstäuber beruhigendes Wohlfühlpheromon, gibt´s als Verdampfer für 4-Wochen
-als homöopathisches Mittel Lachesis D12 2x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli gegeben werden , mit Katzenmilch schlecken lassen oder mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben
- Baldriantropfen und/oder Katzenminze in den Räumen verteilen (fördert Wohlbefinden) .
- Selgian (Ceva, nur über Tierarzt) :zum Abbau von Stress und Angst, die erwünschte Wirkung tritt hier aber oft erst nach 3-4 Wochen ein. Ich würde zunächst erst die anderen Maßnahmen probieren; auch Clomicalm ist ein vergleichbares gutes Medikament wie Selgian

- Zylkene (enthält beruhigende Stoffe aus Milch) oder Relaxan (enthält u.a. die beruhigende Aminosäure Tryptophan)
Falls es nicht besser werden sollte, wenden Sie sich bitte an einen verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarzt vor Ort. Dieser könnte evtl. auch das Psychopharmakon Fluoxetin verordnen.

Viel Erfolg!

Ich hoffe, dass ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

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Freundliche Grüße,

Udo Kind

PS: Prednisolon gibt man eher wegen Entzündung und überschießender Immunreaktion. Cortison hemmt die Immunantwort des Körpers. Bei Immunschwäche gibt man eher das Immunsystem anregende Medikamente wie Zylexis oder Echinacea