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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Hallo meine frage ist nach dem Kastrieren oder wie Mann das

Kundenfrage

Hallo meine frage ist nach dem Kastrieren oder wie Mann das net bei Weibchen ist jetzt schon fast 3 Wochen her und sie nicht alleine ist geht sie immer zur Tür und miaut und sie ist eine haus Katze und meine frage ist warum macht sie das fühlt sie sich alleine sollte Mann eine 2 katze kaufen sie ist jetzt 11 Monate alt bitte um Antwort
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

Katzen miauen normalerweise, wenn sie etwas wollen. Wenn sie irgendwann damit Erfolg hatten, setzen sie dies wieder ein, in der Hoffnung , wieder Erfolg zu haben.

Wichtig ist, das Miauen -wenn es einen selbst stört- zu ignorieren. Dies muß aber absolut konsequent über mehrere Wochen sein. Zuwendung, Futter, Spiel etc darf es nur geben, wenn Ihre Katze gerade ruhig ist.

Selten gibt es auch stereotypes Miauen, z.B. auf Grund von (meist aber nur im Alter vorkommenden "seniler") Demenz , vermute ich aber eher nicht. Insbesondere falls Ihre Katze abgenommen hätte müße man auch an eine Schilddrüsenüberfunktion denken (Diagnose durch Blutuntersuchung).

Hilfreich sind neben Ignorieren noch folgende Maßnahmen:
- viel beschäftigen, Futter suchen lassen,
- Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt, ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff; Geruchspheromon, daß Katzen beim Köpfchenreiben abgeben, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Stoff 4 Wochen lang ab; manchmal ziemlich rasche Wirkung) ;
- Bachblüten-Rescuetropfen (4x täglich 5 Tropfen von einem Rescue-Tropfen-Wasser-Gemisch)
-Lachesis D12 2x täglich eine Gabe über eine längere Zeit (4-6 Wochen, bzw. bis das Miauen nachgelassen hat) geben
- falls möglich: Freigang zulassen

- falls möglich - wie Sie schon vorgeschlagen haben - 2. Katze anschaffen


Falls das Miauen durch die empfohlenen Maßnahmen nicht besser wird, kämen noch Psychopharmaka (Amitryptilin, Fluvoxamin) in Frage. Diese sollten aber nur durch einen (am Besten auch verhaltenstherapeutisch arbeitenden) Tierarzt gegeben werden.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

 

PS:

Am Besten ginge das vermutlich mit einem jungen Kater. Hier finden Sie die Beziehungen von neuen Katzen zu Alteingesessenen zusammengefasst - so wie es meistens ist (feste Regeln gibt es bei Katzen nicht):

http://www.villa-maine-coon.de/wissenswertes.htm

Kommt neu dazu Bereits im Haus
Junge Kätzin Junger Kater Erwachsene Kätzin Erwachsener Kater
Junge Kätzin Problemlos, als Erwachsene gehen beide evtl. stärker auf Distanz. Ideal, meist wird es eine Freundschaft fürs Leben. Kastration wichtig, sonst gibt's Nachwuchs. Häufig heftige Abwehr der Älteren, klappt nur mit sehr viel Zuwendung. Probleme gibt es nur selten. Manchmal reagiert der Kater gleichgültig.
Junger Kater Fast immer sind die beiden nach kurzer Zeit ein Herz und eine Seele. In der Jugendzeit ideal, später geht jeder z.T. seiner eigenen Wege. Abwehr der Älteren, aber weniger heftig als bei einer jungen Kätzin. Junge Katerchen werden akzeptiert, Halbwüchsige evtl. Konkurrenz.
Erwachsene Kätzin Die Neue erklärt die Wohnung zu ihrem Revier. Junge Katze braucht Schutz. Kätzin gibt sofort den Ton an, duldet Katerchen aber nach kurzer Zeit. Extrem schwierig. Geht nur dann gut, wenn eine der beiden klein beigibt. Ausgang offen: Es kann Liebe sein, aber auch ständig Hiebe geben.
Erwachsener Kater Der Kater ist der Boss. Und wird oft zum Beschützer der kleinen Katze. Sehr junge Kater werden akzeptiert, Halbwüchsige sind oft Konkurrenz. Fast immer wehrt sich die Kätzin mit allen Mitteln gegen den Eindringling. Eine Frage des Naturells: Gutmütige Kater kommen klar, andere meiden sich.


Folgende Methoden haben sich zur Katzenzusammenführung bewährt:

A) Verhaltenstraining
1. Vor dem Zusammenlassen:
- Pheromonaustausch zwischen den Katzen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene
Duftstoff auf dem Rücken und der Schulter des anderen Tieres verteilt
dann die jeweilige Katze loben und füttern ( so wird der Duft der fremden Katze mit Angenehmem verknüpft). Diesen Pheromonaustausch sollten Sie möglichst unmittelbar vor jeder Fütterung und möglichst auch vor anderen für die Katzen angenehmen Dingen (Schmusen, Streicheln, Spielen) durchführen.
- Austauschen eines Teils der Schlafdecken auf dem gewohnten Schlafplatz alle 3-4 Tage, so wird der Geruch der anderen Katze mit Angenehmem (Schlaf und Ruhe) verbunden
-vor dem Zusammenlassen sollten die Tiere zu etwa 2/3 gefüttert worden sein und möglichst schon gut bewegt also etwas müde sein. (Satt und ausgelastet streitet man weniger)
-unterstützend allen Katzen 4x täglich 5 Rescue-Tropfen (Bachblüten) mit etwas Wasser oder Katzenmilch geben

Beim längeren Zusammensein (am Besten während der gewohnten Streichel- und Schmusezeit, die die alten Katzen gewöhnt sind):
-Alle Katzen liebevoll streicheln (alle sollten sich geborgen fühlen), evtl. alle Katzen etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise vom Finger lecken lassen
-Um gegenseitige Fellpflege zu animieren kann man dann etwas Leberwurst oder Sahne (oder sonst eine Lieblingsspeise) auf das Fell beider Katzen streichen.

B) Medikamente
Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit folgenden Medikamenten:
- Rescue-Bachblütentropfen (4x täglich 5 Tropfen für 10-14 Tage )
- Feliway-Zerstäuber (enthält katzenspezifische beruhigende Wohlfühl-Duftstoffe , Gesichtspheromone, mit denen Katzen beim Köpfchenreiben von ihnen geliebte Dinge markieren, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für Menschen unriechbaren Duftstoff 4 Wochen lang ab; Ceva, gibt´s beim Tierarzt)
- Felifriend (für den gemeinsamen Gruppengeruch)

Meist funktioniert das Zusammenführen mit diesen Tipps innerhalb von ein paar Tagen, es gibt aber auch immer wieder Einzelfälle, wo sich Katzen nicht so gut "riechen" können, so wie dies bei Menschen ja auch ist. Dies ist aber sehr selten, zu Mindest eine Gewöhnung (Katzen akzeptieren sich gegenseitig) ist fast immer möglich.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

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Freundliche Grüße,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Freundliche Grüße,

Udo Kind

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