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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Hallo, ich habe seit einem Jahr einen Rottiger aus dem Tierheim.

Kundenfrage

Hallo,
ich habe seit einem Jahr einen Rottiger aus dem Tierheim. Ich übernahm ihn sehr abgemagert. Er bekam dort nur Trockenfutter. Das Alter wird zw. 5-10 Jahre geschätzt. Bei mir zuhause stürzte er sich auf alles Fressbare, selbst in Müllsäcke kroch er und suchte nach Essbarem. Schnell sah er aus wie ein kleiner "Garfield". Aber dabei sehr sportlich und Freigänger. Dann fuhr er unglücklicherweise mit einem Maishäcksler in ein 20km entferntes Dorf wo ich ihn nach 5-wöchiger Recherche wieder einfangen konnte. Deutlich schlanker und tagelang nur am Schlafen.
Jetzt 4 Monate später war er auf einmal teilnahmslos, fraß nicht, saufen sowieso nicht und erbrach immer eine galleähnliche Flüssigkeit. Er hockte oft vor seinem Wassernapf und irgendwas hinderte ihn zu saufen. Er schluckte dann immer ohne Wasser aufzunehmen. Tage wartete ich ab dann fuhr ich zum Tierarzt. Dort bekam er eine subkutane Infusion und verschiedene Spritzen da er 40 Grad Fieber hatte. Tastbefund des Körpers o.B. Im Maul nichts Auffälliges.
Am Abend wurde er dann wieder aufmerksamer, fraß sogar etwas und schmuste wieder. Am nächsten Tag wieder schlechter AZ, hockende, abwartende Haltung und Erbrechen. Auffällig immer die Maulbewegungen, ein Lecken und Schlucken.
Wieder zum Tierarzt. Nochmals Spritzen und Tastuntersuchung. Abends wieder Besserung des AZ's. Er schläft allerdings viel, aber das hat er immer schon gemacht. Heute wollte er wieder überall trinken, nahm aber nur ganz wenig auf. Fressen auch sehr wenig, am liebsten das Gelee von dem Futter. Er pinkelte noch einen grossen Bach ins Klo. Dann
wollte er unbedingt raus, ich habe ihn gelassen. Fieber hat er, meine ich, nicht mehr, die Ohren fühlen sich kühl an. Er miaut leiser als sonst und hat an Gewicht verloren.
Mein Verdacht: Er ist nierenkrank. Meine Frage: Kann das sein ? Was kann ich da machen ? Muss ich ihn dann einschläfern lassen ? Wie kann der Tierarzt ihm noch helfen ? Soll ich morgen schon wieder dort hinfahren ? Soll ich erst noch abwarten ? Achja, er ist geimpft und entwurmt.

Herzliche Grüße
Martina Zippert

Mein Verdacht: Er ist nierenkrank. Kann das sein.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Frau Zippert,

eine Nierenerkrankung wäre vorstellbar, jedoch auch ein Virusinfekt. Bei dem hohen Fieber, welches der Kater hatte, muß man immer auch sofort an Leukose oder FIV denken. Bei einer Nierenerkrankung gibt es meist kein hohes Fieber, aber auch eine Nierentzündung wäre nicht ausgeschlossen.
Ich würde in jedem Fall raten morgen wieder zum Tierarzt zu gehen, damit nun endlich eine Bltuuntersuchung stattfinden kann, die alle dies Ursachen abklärt (also auch Test auf FeLV/FIV). Wenn ein vermuteter Infekt nach 2 Tagen keinerlei Besserung zeigt, muß weiteruntersucht werden. Dabei ist eine Blutuntersuchung absolut wichtig.
Ob dann eine Hilfe gegebenenfalls möglich ist, ist eine zweite Frage. Handelt es sich z.B. um eine akute Nierenentzündung kann sich sicherlich eine Besserung einstellen. Der Kater sollte dann mehrmals Infusionen bekommen, damit er nicht komplett austrocknet. Eine Prognose kann man erst nach Kenntnis der Blutwerte stellen.
Auch der Schilddrüse sollte Beachtung geschenkt werden, da der Kater in diesem Bereich Schwierigkeiten oder Schmerzen hat.
Bei einem FeLV/FIV-Infekt könnte nur symptomatisch behandelt werden. Dabei kommt es darauf an den Kater wieder einigermassen normal ans Fressen zu bekommen, was leider nicht immer einfach ist. Auch hier wären anfangs Infusionen sinnvoll.
Solange der Kater kaum etwas frißt muß er evtl. zwangsernährt werden, bis er in eine bessere Phase kommt. Aber dies würde ich auch erst nach Abklärung der Ursache empfehlen.
Ich würde auch eine Vergiftung nicht komplett ausschließen. Auch hierbei kann ein Blutbild bei der Prognose helfen. Eine Röntgenaufnahme ist gerade dann angeraten, wenn der palpatorische Befund des Magen-Darm-Traktes eigentlich kein Ergebnis gebracht hat, der Kater aber trotzdem keine Nahrung aufnehmen kann oder will.
Man muß in diesem Fall möglichst bald handeln und in alle Richtungen untersuchen, weil die Gefahr besteht, daß der Kater in der Zwischenzeit immer mehr abbaut. Es wäre durchaus möglich, daß es eine Therapie gibt - ich würde da noch nicht alle Hoffnung fahren lassen. Es darf jetzt nur nicht ausschließlich in dieser Richtung weitertherapiert werden - es scheint nicht zu funktionieren.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken.

Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke





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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Eine Frage noch: Er möchte raus in diesem, wie ich finde, noch akzeptablen Zustand. Soll ich ihn lieber im Haus behalten ? Bisher habe ich ihn gehen lassen und er war abends dann wieder da.
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
wenn er soweit einigermassen zurecht ist, würde ich ihn rauslassen, weil es für ihn ja auch Lenbensfreude bedeutet draussen zu sein. Eine Katze, die gerne rausgeht, drinnen zu halten ist ja auch nicht optimal. Natürlich besteht grundsätzlich immer ein wenig die Gefahr, daß er nicht wiederkommt, aber ich würde es trotzdem tun.

Alles Gute !

Mit freundlichen grüßen,

Christiane jahnke

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