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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, meine Katze (12 Jahre) erbricht seit einiger Zeit ziemlich

Beantwortete Frage:

Hallo, meine Katze (12 Jahre) erbricht seit einiger Zeit ziemlich häufig.
An manchen Tagen so häufig, dass auch Blut im Erbrochenen ist.
Ansonsten ist das Erbrochene eher weiß und schaumig.
Bei einem Blutbild wurde nur eine Schilddrüsenüberfunktion
festgestellt, gegen die sie jeden Tag eine Tablette erhält.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

eine Überfunktion der Schilddrüse wird insbesondere durch Bestimmung des Schilddrüsenhormons Thyroxin (T4) im Blut festgestellt. Weiterhin TSH-Bestimmung.
In der Regel reicht aber T4 in Kombination mit der klinischen Symptomatik (siehe unten) aus. Wissen Sie die gemessenen Werte?

Im Blut sind manchmal noch die Leberwerte AP , ALT, AST und GLDH sowie die Leukozyten erhöht.

Am gebräuchlichsten ist die Therapie mit Tabletten (Felimazole, Thiamazol), welche Dosierung bekommt Ihre Katze? Häufigste Nebenwirkung ist eine Nierenfunktionsstörung. Im Verlauf einer Therapie sind T4-Wert- und Nierenwertkontrollen nötig. Wurden die Nierenwerte am Anfang und jetzt wo es schlechter geht kontrolliert? Falls nicht, würde ich dies baldmöglichst machen lassen, da sowohl eine nicht richtig eingestellte Thyroxingabe (evtl. weiterhin zu hoher oder aber auch zu niedriger T4-Wert) als auch eine Nierenfunktionsstörung Gründe für das häufige Erbrechen sein können. Auch das Medikament Felimazole selbst kann Erbrechen auslösen, dann kann man das humanmediziunische Carbimazol versuchen.
(kann aber , wenn man Pech hat, zu den gleichen Symptomen führen, da die beiden Mittel ähnlich sind. Es gibt aber Katzen, die ein Mittel vertragen und das andere nicht. Also evtl. Carbimazol versuchen.

Wie lange nach der Fütterung übergibt sich Ihre Katze denn?

Erbrechen hat meistens eine der folgenden Ursachen:

-ungewohntes oder zu kaltes Futter, zu hastiges Fressen (v.a. bei Erbrechen direkt nach Fressen, manchmal hilft das Zuteilen kleiner Portionen)
- Haare (wenn sich Ihre Katze mehr haart/schleckt als früher)
- (Futtermittel-)vergiftungen (v.a. bei Jungtieren häufiger durch Anknabbern von Pflanzen etc.), bei Freigängern Giftaufnahme draußen (eher selten)

- Infektion, Entzündungen der Magenschleimhaut (Ursachen: meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad, auch Giardien (einzellige Parasiten) wären möglich, bitte Kot untersuchen lassen, aber auch Futterunverträglichkeit wäre denkbar

-Organerkrankungen
-- Nierenerkrankung (meist ist dann der höhere Durst auffällig) Kann Ihre Katze immer Urin normal absetzten? (auch ein Harnstau durch Harngries -häufiger bei Katern- kann zu Erbrechen führen
-- Lebererkrankung (evtl. gelbliche Schleimhäute, oft sehr müde)
-- relativ häufig Überfunktion der Schilddrüse (oft sehr schneller pochender Herzschlag auffällig, Tiere oft "aufgedreht", Heißhunger und trotzdem Abmagerung), v.a. ältere Katzen, evtl. ist Ihre Katze noch nicht richtig eingestellt
-- seltener Diabetes (hoher Durst, Abmagerung)
- - Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)

-Magen-/Darmgeschwüre oder Tumore
-auch Herzerkrankungen (u.a. durch Rückstau zur Leber) sind möglich, eher bei älteren Tieren

-Hals und Rachenentzündungen, Erbrechen erfolgt in diesem Fall durch den Reiz im Rachen. Kann Ihre Katze normal schlucken? Auch Fremdkörper sind möglich (v.a. Jungtiere), in der Regel häufiger als nur 1x tägl. Erbrechen

Bei Fortbestehen des Erbrechens wäre neben einer Rachenadspektion, einer weiteren Blutuntersuchung auch eine Röntgenaufnahmen/Ultraschall des Magens, in seltenen Fällen auch eine Endoskopie des Magens (mit Gewebeprobe) erforderlich.

12 Stunden würde ich zunächst kein Futter geben (Beruhigung des Magen-Darmtraktes). Bitte füttern Sie dann ein leicht verdauliches Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen. Später erwärmtes Feuchtfutter in kleinen Portionen zuteilen. Falls kein Erbrechen mehr: allmählicher Übergang zu Normalfutter. Einen Überblick über Magen-Darm-Diäten finden Sie hier: http://www.tierarzt24.de/category/5966-magendarm.aspx

Zur Feststellung von Futtermittelunverträglichkeit gibt es einen (begrenzt aussagefähigen) Bluttest, ansonsten muss man eine Ausschlußdiät (Fleisch und Kohlehydratquelle, die bisher nie gefüttert wurde) versuchen.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit 1 Tl. Katzenmilch ins Maul geben)

Sehr hilfreich ist oft die Gabe von Ulcogant (schützt die Schleimhaut durch Bildung eines Schutzfilms und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt). Mittelfristig wäre im Anschluss die Gabe von 1 Teelöffel Heilerde zum Futter sinnvoll.
Oft werden auch Säureblocker (Omeprazol, Cimetidin, Ranitidin) eingesetzt.

Ich würde bei Ihrer Katze baldmöglichst eine nochmalige Blutuntersuchung machen lassen, um Entzündungen und Organstörungen (insbesondere Schilddrüse, Niere) festzustellen, falls man da nichts findet: Röntgen des Magens.

Viel Glück!

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind


Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Meine Katze erhält Felimazole 2,5 mg (seit Nov. 2011) eine Tabl. täglich.

Dass sie eine Schilddrüsenüberfunktion hat, wurde im Sept. 2011 festgestellt, damals waren auch die Nierenwerte erhöht. Sie bekam morgens und abends eine Tablette. Eine Kontrolle 1,5 Monate später ergaben extrem niedrige Schilddrüsenwerte, die Nierenwerte hatten sich wieder normalisiert, und auch alle anderen Werte waren im Normalbereich.

Dass sie das Medikament nicht verträgt, glaube ich nicht. Sie erbricht 2 Wochen gar nicht und dann wieder mehrmals täglich, das meistens über 2 Tage. Schon vorher jammert sie leise vor sich hin und kurz vor dem Erbrechen schreit sie. In dieser Zeit frisst sie auch nichts, trinkt aber zum Glück Wasser. Dass sie in dieser Zeit keinen Stuhlgang hat, denk ich ist normal, sie uriniert auch nur 1 x am Tag, aber durch das Erbrechen verliert sie ja auch viel Flüssigkeit. In "normalen" Zeiten besucht sie ihr Katzenklo 2-3 mal täglich zum pinkeln, 1 x tägl. zum ...manchmal ist der Kot allerdings ziemlich flüssig.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

2,5 mg 1x tgl. ist eine niedrige Dosierung.

 

Zunächst könnten Sie Nux vomica, Pulsatilla, Diät und möglichst als Magenschleimhautschutz Ulcogant geben.

 

Falls das Erbrechen trotzdem anhält, biite noch mal Nieren- und Schilddrüsenwert kontrollieren und einen Säureblocker geben.

Gegen häufiges Erbrechen kann man nach Absprache mit Tierarzt vor Ort Metoclopramid (MCP, Paspertin) 0,2mg 2-3x tgl. 3 Tage lang geben.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

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