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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Was ist mit meinem kater los . nach gelungender katzenzusammenführung

Kundenfrage

Was ist mit meinem kater los . nach gelungender katzenzusammenführung faucht und brummt er kätzin an
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

Bitte beobachten Sie Ihren Kater, ob er unmittelbar vor dem Angriff:
- Dominanzverhalten (aufgerichtete Ohren, peitschenden Schwanz, aufgerichteter Körper, enge Pupillen., eher Brummen...) zeigt oder es sich um
-aggressive Verteidigung handelt, z.B. weil die Katze ihn angestarrt hat oder zu zudringlich ist (angelegte Ohren, eingeklemmter Schwanz, geduckte Haltung, weite Pupillen, Fauchen und Spucken...). Ich vermute aus Ihrer Beschreibung Letzteres.

Folgende Methoden könnten helfen, die Situation zu entspannen:

A) Verhaltenstraining
- Pheromonaustausch zwischen den Katzen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene
Duftstoff auf dem Rücken und der Schulter des anderen Tieres verteilt
dann die jeweilige Katze loben und füttern ( gemeinsamer Gruppengeruch,,so wird der Duft der anderen Katze mit Angenehmem verknüpft). Diesen Pheromonaustausch sollten Sie möglichst unmittelbar vor jeder Fütterung und möglichst auch vor anderen für die Katzen angenehmen Dingen (Schmusen, Streicheln, Spielen) durchführen.

Beim längeren Zusammensein (am Besten während der gewohnten Streichel- und Schmusezeit,):
-Alle Katzen liebevoll streicheln (alle sollten sich geborgen fühlen), evtl. alle Katzen etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise vom Finger lecken lassen
-Um gegenseitige Fellpflege zu animieren kann man dann etwas Leberwurst oder Sahne (oder sonst eine Lieblingsspeise) auf das Fell beider Katzen streichen.

- Viele Spiel- Jagd und Versteckmöglichkeiten anbieten, Futter suchen und fangen lassen, Angelspiele etc., erhöhte Plätze, mehrere Kratzbäume.

B) Medikamente
Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit folgenden Medikamenten:
- Rescue-Bachblütentropfen (4x täglich) und Feliway_Zerstäuber weitergeben
--Felifriend (ceva): katzenspezifischs Gesichts-Pheromon, wird auf alle Katzen aufgetragen, so dass ein gemeinsamer Gruppengeruch entsteht
-als homöopathisches Mittel könnte der Neuen Lachesis D12 2x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli gegeben werden , der Alteingesessenen Natrium chloratum D12 2x täglich oder Ignatia D12 2x tgl. für die sich zurückziehende; 1 Gabe heißt 5 Kügelchen oder 1 zerpulverte Tablette mit Katzenmilch schlecken lassen oder mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben

- Baldriantropfen und/oder Katzenminze in den Räumen verteilen (fördert Wohlbefinden) .

Meist funktioniert das Zueinander freundlicher sein mit diesen Maßnahmen innerhalb von ein paar Tagen, es gibt aber auch immer wieder Einzelfälle, wo sich Katzen nicht "riechen" können, so wie dies bei Menschen ja auch ist. Dies ist aber sehr selten, zu Mindest eine Gewöhnung (Katzen akzeptieren sich gegenseitig) ist fast immer möglich. Danach kann es sein, dass die Ältere immer noch gelegentlich Territorialverhalten (z.B. Fauchen) zeigt, meist kommt es dann aber nich mehr zu aggressiven Kämpfen (die zu Verletzungen führen könnten)

Falls es gar nicht anders geht könne auch das Angst reduzierende Selgian oder auch Clomicalm gegeben werden (Psychopharmaka, voller Wirkungseintritt oft erst nach 2-3 Wochen), am Besten unter Kontrolle eines verhaltenstherapeutisch arbeitenden Tierarztes.

In manchen Fällen ist eine systematische Desensibilisierung mit Therapiekäfig nötig:
wechselndes Einsperren der Katzen in einen Therapiekäfig für ein paar Stunden, in dem nur Platz für Schlafplatz, 2Toiletten und dem Futter- und Wassernapf ist, Wichtig ist, daß die Katzen allmählich an den Käfig gewöhnt werden (nur noch dort füttern, loben, wenn Katze im Käfig, zunächst immer Tür geöffnet lassen, bis Käfig etwas Angenehmes darstellt). Bitte wenden Sie sich hierzu an einen verhaltenstherapeutisch arbeitnden Tierarzt vor Ort.

Man kann es (vorher) auch mit Einsperren der Tiere in alle 2-3 Tage untereinander wechselnden Zimmern versuchen (jede Katze muss sich immer wieder im Geruch der anderen Katze aufhalten). Zusammenlassen der Katzen nur bei angenehmen Dingen (Füttern, Streicheln ec.), während der angenehmen Dinge gegenseitiger Kontakt, sonst kein Kontakt.

Psychopharmaka (wie z.B. Amitrypptilin Fluvoxamin) sollten möglichst nur von einem verhaltenserapeutisch arbeitenden Tierarzt nach gründlicher Voruntersuchung gegeben werden.

Wenn es in 3-4 Wochen immer noch gar nicht geht, würde ich den neuen Kater evtl. weiter vermitteln. Ich drücke Ihnen die Daumen, daß es noch klappt!


Viel Erfolg!

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind