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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Die Hinterbeine unserer Katze sind gelähmt, sonst ist sie noch

Kundenfrage

Die Hinterbeine unserer Katze sind gelähmt, sonst ist sie noch sehr fit, frisst und schnurrt und es geht ihr soweit gut. Gibt es Gehhilfen für Katzen, Rollstuhl oder ähnliches?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

danke für Ihre Anfrage

Folgende Veränderungen kommen für die Ausfälle Ihrer Katze insbesondere in Frage:

-Wirbelsäulenschäden (z.B. Bandscheibenvorfall, Spondylose (=knöcherne Zubildung), Tumor....), die zu Druck auf´s Nervengewebe führen mit der Folge neurologischer Ausfälle. Bitte lassen Sie eine neurologische Untersuchung durchführen (insbesondere Reflexprüfung) , außerdem wäre nochmaliges Röntgen der Wirbelsäule evtl. mit Kontrastmittel sinnvoll. Falls Störung festgestellt würde: Cortison wirkt stark abschwellend (nimmt Druck von Nerven), etwas schwächer auch Metacam (entzündungshemmendes nichtcortisonhaltiges Schmerzmittel).

Folgende Reflexe können Sie selbst prüfen:
--Zwischenzehenreflex: festes Kneifen der Zwischenzehenhaut: Normal: soll zu Anziehen des Beines führen
--Fußungsreflex: Katze hängend (Kopf oben) mit Hinterbeinen, Fußrückenseite) gegen Tischkante führen, Normal: Katze soll mit dem Fuß versuchen auf den Tisch zu treten
-Gehirnerkrankungen, ist Ihre Katze normal ansprechbar?
-Infektionen (meist Allgemeinbefinden gestört, bitte messen Sie rektal die Temperatur (falls möglich), etwas Creme oder Öl ans Thermometer, Temperatur sollte unter 39° und über 37,8° liegenliegen
-Hypervitaminose A (sehr selten)

-schwere Stoffwechselstörung (Diagnose durch Blutuntersuchung, einschl. Schilddrüse)

-Durchblutungsstörung, oft durch Thrombus in Hauptgefäß (Behandlung mit Heparin); sind die Pfoten alle gleich warm oder fühlen sich manche kälter an?, dies wäre Hinweis auf Thrombus.); seltener auch Herzprobleme als Ursache für Durchblutungsstörung

Solange man nichts Exaktes weiß, könnte man Karsivan (intervet) versuchen (durchblutungsfördernd, nervenfunktionsunterstützend)

Unterstützend könnte außerdem folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
-Vitamin-B-Komplex (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer)
-Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser oder Katzenmilch, aber ohne Futter) ins Maul Ihrer Katze geben. 14 Tage, dann Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika C30 1 x täglich und 7 Tage Hypericum C30 1x täglich jeden 2. Tag.
Falls nach 3 Tagen keine Veränderung : Conium D6 3 x täglich.


Falls Ihre Katze zu Ihnen eine recht enge Bindung hat, könnten Sie auch mit einer Gehilfe (gibt´s eigentlich nur für Hunde, für Katzen kann man aber die Größe XS versuchen) versuchen, Ihre Katze beim Gehen zu unterstützen. Vielleicht hat Ihr Tierarzt eine Gehilfe zum Ausprobieren vorrätig oder kann Ihnen eine bestellen. Hier kann man Gehilfen z.B. in Deutschland bestellen (große Preisunterschiede):
http://premiumtierfutter.tradoria-shop.de/p/322235031/wdt-gehhilfe-handycap-canis
http://www.heimtierbedarf-zwiesel.de/index.php?cPath=1_42
Vielleicht können Sie aber auch erstmal einfach ein Tuch unterm Bauch Ihrer Katze durchführen und die beiden Enden in die Hand nehmen, um auszuprobieren, wie Ihre Katze auf eine Unterstützung reagiert.


Es gibt auch Rollwägen für Hunde, mit denen sich viele noch recht gut bewegen können: http://www.hunderollwagen.de/. Man könnte dies auch bei einer sehr häuslichen Katze versuchen.

Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen wieder etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch wieder freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind