So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt - Homö...
Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
49600720
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Katzen hier ein
Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, wir haben 3 Kater und 1 Kätzin. Der eine Kater war der

Kundenfrage

Hallo, wir haben 3 Kater und 1 Kätzin. Der eine Kater war der erste im Haus, dann kamen die beiden anderen kater hinzu. Der erste greift immer die anderen Kater an und fügt besonders dem kleinsten schwere Kratzwunden zu. Dieser hat mittlerweile Angst (faucht, versteckt sich)und läßt sein Urin in der ganzen Wohnung aus im Büro, am Schrank, im Wäschekorb,.....oder kann es sein, daß er sich verkühlt hat (er war eine Nacht in einer Garage)? Was können wir tun, daß sich die Kater besser vertragen? Danke XXXXX XXXXX Hilfe!

Viele Grüße
Sybille
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

sind die Kater alle kastriert ? (falls nicht bitte baldmöglichst kastrieren lassen)

Manchmal ist ein starkes Erschrecken oder plötzliche Schmerzen einer Katze, die diese Empfindung fälschlich mit der anderen Katze in Verbindung bringt, Auslöser für plötzliches aggressives Verhalten.
Um organische Ursachen auszuschliessen wäre eine tierärztliche Untersuchung v.a. der aggressiven Katze (aufrechte Ohren., baut sich groß auf) z.B auf Überfunktion der Schilddrüse und Entzündungen (z.B. auch der Gebärmutter)sinnvoll. Auch hormonell aktive Zysten der Eierstöcke können zu aggressivem Verhalten führen (evtl. Ultraschallkontrolle der Eierstöcke). Falls die empfohlenen Maßnahmen nicht helfen sollten, wäre wahrscheinlich die Kastration Ihrer Katzen auch noch eine Möglichkeit, die Katzen wieder zu versöhnen.

Bitte stellen Sie sich auch folgende Fragen:
-Ist irgend etwas passiert, hat sich etwas in der Wohnung verändert, verhält sich abgesehen von der Aggression eine der Katzen anders als früher (Appetit, Durst...)

Bitte beobachten Sie Ihre Katzen, ob sie unmittelbar vor dem Angriff:
- Dominanzverhalten (aufgerichtete Ohren, peitschenden Schwanz, aufgerichteter Körper, enge Pupillen., eher Brummen...) zeigt oder es sich um
-aggressive Verteidigung handelt (angelegte Ohren, eingeklemmter Schwanz, geduckte Haltung, weite Pupillen, Fauchen und Spucken...)

Folgende Methoden könnten helfen, die Situation zu entspannen:

A) Verhaltenstraining
- Pheromonaustausch zwischen den Katzen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene
Duftstoff auf dem Rücken und der Schulter des anderen Tieres verteilt
dann die jeweilige Katze loben und füttern ( gemeinsamer Gruppengeruch,,so wird der Duft der anderen Katze mit Angenehmem verknüpft). Diesen Pheromonaustausch sollten Sie möglichst unmittelbar vor jeder Fütterung und möglichst auch vor anderen für die Katzen angenehmen Dingen (Schmusen, Streicheln, Spielen) durchführen.

Beim längeren Zusammensein (am Besten während der gewohnten Streichel- und Schmusezeit, die die alten Katzen gewöhnt sind):
-Alle Katzen liebevoll streicheln (alle sollten sich geborgen fühlen), evtl. alle Katzen etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise vom Finger lecken lassen
-Um gegenseitige Fellpflege zu animieren kann man dann etwas Leberwurst oder Sahne (oder sonst eine Lieblingsspeise) auf das Fell beider Katzen streichen.

B) Medikamente
Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit folgenden Medikamenten:
- Rescue-Bachblütentropfen (4x täglich)
- Feliway-Zerstäuber (enthält katzenspezifische beruhigende Wohlfühl-Duftstoffe , Gesichtspheromone, mit denen Katzen beim Köpfchenreiben von ihnen geliebte Dinge markieren, wird in die Steckdose gesteckt und gibt den für Menschen unriechbaren Duftstoff 4 Wochen lang ab; Ceva, gibt´s beim Tierarzt)
-Felifriend (ceva): katzenspezifischs Gesichts-Pheromon, wird auf alle Katzen aufgetragen, so dass ein gemeinsamer Gruppengeruch entsteht
-als homöopathisches Mittel könnte der Aggressiveren Lachesis D12 2x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli gegeben werden , der Nr. 2 Natrium chloratum D12 2x täglich oder Ignatia D12 2x tgl. für die sich zurückziehende; 1 Gabe heißt 5 Kügelchen oder 1 zerpulverte Tablette mit Katzenmilch schlecken lassen oder mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben
-beiden Katzen einmalig Chamomilla C200 geben

In manchen Fällen ist eine systematische Desensibilisierung mit Therapiekäfig nötig:
wechselndes Einsperren der Katzen in einen Therapiekäfig für ein paar Stunden, in dem nur Platz für Schlafplatz, 2Toiletten und dem Futter- und Wassernapf ist, Wichtig ist, daß die Katzen allmählich an den Käfig gewöhnt werden (nur noch dort füttern, loben, wenn Katze im Käfig, zunächst immer Tür geöffnet lassen, bis Käfig etwas Angenehmes darstellt). Bitte wenden Sie sich hierzu an einen verhaltenstherapeutisch arbeitnden Tierarzt vor Ort.

Ich drücke Ihnen die Daumen, daß sich Ihre Katzen bald wieder vertragen!

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

PS: Unsauberkeit:

zunächst würde ich den Urin Ihrer Katze untersuchen lassen (Feststellen von Erkrankungen von Niere oder Blase - eine Blasenentzündung wär nach der Nacht in der kalten Gatrage grundsätzlich möglich; dann meist häufigerer Urinabsatz). Evtl. ist auch ein Geriatrisches Profil (Blutuntersuchung, bei der alle wichtigen Organe einschl. der Nieren untersucht werden und auch das Butbild wird untersucht, insbesondere falls die Katze mehr trinkt (z.B. bei Diabetes, Nieren- oder Leberproblemen), was natürlich auch zu Unsauberkeit führen kann) sinnvoll.

Falls Ihre Katze allgemein etwas „verwirrt"/ orientierunglos erscheint, könnten Sie das die Gehirndurchblutung verbessernde Medikament Karsivan versuchen.

Falls pathologische Urin- oder Organveränderungen nicht vorliegen , liegt häufig die Ursache für Unsauberkeitsprobleme oft in Unwohlsein oder Stresssituationen. Katzen schaffen sich durch Harn-Geruchsmarken ein für sich selbst sichereres Umfeld. In selteneren Fällen kann es sich auch um aufmerksamkeitsheischendes Vehalten handeln.
Bitte überlegen Sie, ob sich irgendetwas im Umfeld der Katze verändert hat. Dies kann ein umgestelltes Möbelstück sein, eine andere Katze, die durch´s Fenster reinschaut, da gibt es viele Möglichkeiten. Unsauberkeit kommt auch vor, wenn eine Katze ab und zu Schmerzen hat (bewegt sich Ihre Katze normal, springt Sie normal auf Ihre Lieblingsplätze?). Wahrscheinlichste Ursache ist die Streiterei der Katzen untereinander.

Falls keine Organstörungen vorliegen, können folgende Maßnahmen oft helfen, das Problem zu beheben:

-sollten Sie Ihre Katze dabei "erwischen", daß sie Urin außerhalb der Katzentoilette absetzt, könnten Sie sie mit Wasser bespritzen (große Spritze von Tierarzt oder Wasserpistole). Dies macht aber nur Sinn, wenn Sie die Katze direkt beim Falschplatzieren des Urins erwischen. Eine Bestrafung muß immer zeitgleich oder allerhöchstens 3 Sekunden nach der unerwünschten Handlung erfolgen (Assoziationszeit). Bitte auf keinen Fall in den Urin reinstupsen oder einen Klaps geben. Dies verunsichert die Katze (noch mehr) und führt zu weiteren Problemen.

-Toilettenbenutzungstraining: Alle 2-3 Stunden sowie nach den Hauptmahlzeiten die Katze lobend auf´s Klo setzen . Das höchste Lob, das schönste Streicheln und das leckerste Lieblingsfressen gibt es erfolgreichem Urinabsatz auf der Toilette

-Zum Reinigen verunreinigter Stellen nur Neutralreiniger verwenden, manche Katzen werden z.B. durch Essigreiniger animiert, diesen mit Kot oder Urin zu überdecken. Wichtig ist, daß die Katze beim Säubern nicht dabei ist, da dies auf manche Katzen bestärkend für Ihre Unsauberkeit wirkt.
-danach Geruchsvernichter z.B. vetenzym (albrecht, Tierarzt) oder
http://www.geruchsentferner24.de/Produkte/BioPet/BioPet-Uringeruchentferner-Set-Versandkostenfrei-Uringeruchentferner-Set::::a0004:15.html ) besprühen (Vorsicht: Vorher an einer kleinen Stelle ausprobieren, ob Ihr Boden das Spray verträgt, was allerdings fast immer der Fall ist)

-Falls immer auf dieselbe Stelle uriniert wird, dort Futter- und Wassernapf aufstellen oder Trockenfutterpellets ausstreuen (Keine Katze uriniert in ihr Futter).
-außerdem hilft es oft, die Bereiche mit knisternder Alufolie oder Baufolie auszulegen

-Grundsätzlich sollte es mehrere Toiletten in der Wohnung geben (bei Problemen immer mindestens 1 Toilette mehr als Katzen, nicht überdacht, Einstreu mindestens 4cm hoch, Einstreu mindestens 2x pro Woche wechseln, Toilette nur mit heißem Wasser + Bürste + geruchsfreier Neutralseife reinigen)

-Spray oder Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt,ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff, der manchmal ziemlich rasch wirkt; Pheromon, mit dem Katzen beim Köpfchenreiben markieren) ; der Verdampfer wird in eine Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Duft 4 Wochen ab.
Selgian (Ceva, nur über Tierarzt) oder Clomicalm (Clomipramin) zum Abbau von Stress und Angst, die erwünschte Wirkung tritt hier aber oft erst nach 3-4 Wochen ein. Ich würde zunächst nur Feliway probieren.
Weitere insbesondere in Amerika verwendete Medikamente bei Unsauberkeit sind Fluoxetin und Fluvoxamin

-Für manche Katzen werden die Toiletten durch Befüllen mit Garten- oder Blumenerde sehr interessant und sie setzen dann dort bevorzugt ihren Kot/Urin ab. Zu Mindest mit einer Katzentoilette sollten Sie dies versuchen
-Grundsätzlich sollte Ihre Katze für jeden Toilettengang ausgiebig gelobt werden (auch für´s Koten), (Streicheln, Reden, evtl. ein wenig Lieblingsfutter)

-Unterstützend können Bachblüten-Rescuetropfen (10 Tropfen auf 10 ml Wasser, davon 4x täglich 5 Tropfen) wirken
-Ignatia D30 3 Einzelgaben an 1 Tag (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette mit etwas Katzenmilch geben) ist bei Unsauberkeit durch Unsicherheit manchmal hilfreich, falls dies keine Wirkung zeigt, könnte man Argentum nitricum D12 3x täglich eine Gabe über eine längere Zeit geben.

Falls diese Maßnahmen alle nichts helfen sollten, kämen schließlich noch folgende Maßnahmen in Frage:
1) Evtl. könnte man neben der Urinuntersuchung (Ausschluss einer Blasenentzündung und von Harngrieß) eine Röntgen-/ Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes machen lassen, um mögliche schmerzhafte Veränderungen, die zu der Unsauberkeit führen könnten, ausschliessen zu können. Bei stärkeren Beschwerden im Bauchraum schlecken Katzen oft vermehrt ihren Bauch und ziehen sich öfter zurück. Davon haben Sie aber nichts geschrieben.
2)Einsperren der Katze in sehr kleinen Raum (oder sogar in einen Therapiekäfig),) in dem nur Platz für Schlafplatz, Toilette und dem Futter- und Wassernapf ist, erst nach 3-4 Tagen erfolgreicher Toilettenbenutzung darf der zur Verfügung stehende Raum ein wenig erweitert werden, auch danach findet eine weitere Raumvergrößerung erst nach 3-4 Tagen erfolgreicher Toilettenbenutzung statt (Keinesfalls plötzlich die ganze Wohnung zur Verfügung stellen, sondern Zugänglichkeit für die Katze von Raum für Raum erweitern)

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Katzen sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

vielen Dank für Ihre Antwort! Die Kater sind alle kastriert und haben Freilauf.

 

Aber ich denke Ihre Info hilft mir weiter.

 

Viele Grüße

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

danke für die freundliche Rückmeldung!

Alles Gute,

Udo Kind

Ähnliche Fragen in der Kategorie Katzen