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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Katzen
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis (seit 1996)
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Meine 13jährige Katze kämpfte früher mehr mit fremden Katzen,

Kundenfrage

Meine 13jährige Katze kämpfte früher mehr mit fremden Katzen, nun aber eher selten. Heute Morgen haben wir gesehen, wie sie mit der Nachbarskatze auf der (fast garnicht befahrenen) Straße vor unserem Haus kämpfte und ich muss sagen, es sah schon sehr böse aus.
Nun hat sie wie üblich Kratzer und Schrammen, was mir auch keine Sorgen macht. Was mir jedoch Sorgen macht ist, dass wenn ich ganz sanft über ihren Kopf streichele ein leichtes, mehrmaliges knacken zu hören ist. Ich kann dort keine offenen Stellen oder Verletzungen erkennen.
Hat sie evtl. einen Schädelbruch oder was kann das sein?

Dankesehr
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Katzen
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

es könnte sich um eine Infektion mit "Anaerobiern" (Bakterien, die keinen Sauerstoff benötigen, z.B. Clostridien) handeln, die relativ oft durch winzig kleine Einbisse übertragen werden.

Bitte gehen Sie noch heute zu Ihrem Tierarzt, da baldmöglichst ein entsprechendes Antibiotikum gegeben werden sollte.

Bei Fieber über 39,5° bitte unbedingt zum Tierarzt. Außerdem sollte ein Einbiss (falls man ihn findet) mit einem Antiseptikum gespült und evtl, ein lokales Antibiotikum (z.B.Leukasekegel in die Wundhöhle gegeben werden. Ob nur eine lokale oder sogar systemische antibiotische Behandlung nötig ist, hängt vom Grad der Entzündung und Verletzung ab und ist leider nur durch direke Untersuchung entscheidbar. Außerdem sollten keine Haare in die Wunde gelangen (bei Bedarf unbedingt freischeren). Gerade welil die Verletzung im Kopfbereich ist, sollte man mit einer anibiotischen Behandlung nicht zu lange warten, wenn es nicht besser wird. Mögliche Antibiotika wären z.B. Amoxicillin mit Clavulansäure (Amoxicillinanteil 10mg/kg, 2x tgl. 10-14 Tage lang).

Äußerlich könnten Sie ein mildes Antiseptikum (z.B. Rivanol, Povidon-Jod (Braunol oder Betaisadonna) mehrmals täglich aufträufeln, falls die Katze es sich machen läßt mit Jocllsung getränkte Komprees auflegen (für etwa 10 Minuten)auch etwas Jodsalbe (Vetsept, Braunovidon) wäre gut, später dann z.B. Vulnoplant (Lebertransalbe mit Calendula, Johanniskraut und Hamamelis).

Unterstützend (aber einen Tierarztbesuch keinesfalls ersetzend) können Sie außerdem folgendes tun:
- Calendula D2 (abwehrsteigernd) und Silicea D6 (unterstützt die Ausleitung) je 3x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli, nüchtern ins Maul geben oder mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben.
-lassen Sie Ihre Katze möglichst viel trinken (evtl. Fleischbrühe, verdünnte Katzenmilch, verdünnter Thunfischsaft...).

Sehr wichtig wäre, daß der Einbiss mit einem Antiseptikum gespült und am Besten auch antibiotisch versorgt wird, da bei Bißverletzungen gefährliche Bakterien übertragen werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

bei einer Fraktur wäre Ihre Katze eher sehr berührungsempfindlich. Ein sogenanntes Krepitationsgeräusch und -tastgefühl tritt auf, wenn man die Frakturenden gegeneinander verschiebt. Knistern und Knacken eher bei Infektion.

Haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.
Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank XXXXX XXXXX!

Freundliche Grüße,

Udo Kind

 

PS: Info zu Clostridien (aus wikipedia):

Gasbrand [Bearbeiten]

Der durch Clostridium perfringens verursachte Gasbrand gilt als schwerste Form der Wundinfektion und wird auch als „Clostridien-Myositis“, „clostridiale Myonekrose“[1] oder Gasgangrän[5] bezeichnet. Die Infektion entwickelt sich meist nach Verletzungen bei Gartenarbeit oder Tätigkeiten im landwirtschaftlichen Bereich, aber auch nach Bissverletzungen oder Amputationen und hat eine Inkubationszeit von ca. 2 Tagen. Das Infektionsgebiet kennzeichnet sich durch Schwellung und bräunlich-livide Verfärbung. Bei der Palpation kann gegebenenfalls ein „Knistern“ (Crepitatio) festgestellt werden. Aus der infizierten Wunde entleert sich häufig stinkendes, seröses Wundsekret. Erfolgt keine schnelle Behandlung, kann es durch einen toxininduzierten Schock binnen Stunden zum Tod des Infizierten kommen.[1] Trotz optimaler Therapie ist die Letalität hoch und liegt bei 40 bis 60 %. Allerdings ist die Krankheit aufgrund einer guten chirurgischen Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland selten geworden; im Jahre 1998 gab es in Deutschland 114 gemeldete Fälle von Gasbrand.[6]

Als pathomechanische Ursache des Gasbrandes lassen sich Clostridium-perfringens-Bakterien vom Serotyp A nachweisen. Diese zerstören durch ihr α-Toxin - eine Lecithinase, die membranständiges Lecithin in Phosphorylcholin und Diacylglycerol spaltet - die Zellmembranen im Infektionsgebiet. Die Vermehrung der toxinbildenden Erreger bzw. die Auskeimung der Sporen von C. perfringens wird dabei durch eine Senkung des Redoxpotentials im Gewebe - beispielsweise bei verminderter Durchblutung, Sekretansammlung oder Nekrose - angeregt. Demzufolge begünstigen Quetschwunden, verschmutzte Schürfwunden, große Wundhöhlen nach Amputation oder Pfählungswunden eine Infektion.[1]